Barbie: Fairytopia
| Film | |
| Titel | Barbie: Fairytopia |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten, Kanada |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2005 |
| Länge | 70 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Mattel, Mattel Entertainment, Mainframe Entertainment |
| Stab | |
| Regie | Walter P. Martishius |
| Drehbuch | Elise Allen, Diane Duane |
| Produktion | Nancy Bennett, Luke Carroll |
| Musik | Eric Colvin |
| → Synchronisation | |
| Chronologie | |
Barbie: Fairytopia – Mermaidia →
| |
Barbie: Fairytopia ist ein US-amerikanisch-kanadischer Animationsfilm aus dem Jahr 2005.
Handlung
„Gleich hinter dem Regenbogen, den wir aus unserer Welt kennen, liegt Fairytopia.“ In dieser magischen Welt lebt die junge Elina – eine Blumenfee, die ohne Flügel geboren wurde. Auf Grund dieser Tatsache erfährt sie Ausgrenzung und Spott. Doch ihre Freunde, die Fee Dandelion und das Elfenköpfchen Bibble, stehen ihr zur Seite.
Eines Tages erreicht die Bewohner der verzauberten Wiese eine besorgniserregende Nachricht – Topaz, eine der sieben Wächterfeen des Landes, wurde von der gefürchteten Laverna entführt. Sie ist die Zwillingsschwester der gütigen Zauberin und plant die alleinige Herrschaft über das Land an sich zu reißen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, möchte sie alle Wächter gefangen nehmen und sich ihrer Kräfte bemächtigen. Die Hoffnung ruht nun auf der Zauberin, doch Laverna hat ihre Schwester vergiftet und so in einen tiefen Schlaf versetzt.
Unterdessen verbreiten Lavernas Gefolgsleute einen giftigen Nebel über dem Land, der jedes geflügelte Wesen so sehr schwächt, bis es seine Flugfähigkeit verliert. So plant sich die böse Zauberin die Untergebenheit des Volkes zu sichern. Es dauert nicht lang, bis die Auswirkungen des Giftes auch auf der verzauberten Wiese spürbar werden. Elina und ihre Freunde beschließen, die Wächterin Azura in der Feenstadt um Hilfe zu ersuchen. Doch auf dem Weg schwinden auch Dandelions Kräfte. Elina bittet ihre Freundin umzukehren und führt die Reise mit dem Elfenköpfchen Bibble fort.
In der Feenstadt angekommen, werden sie zunächst abgewiesen. Doch die Freunde geben nicht auf und gelangen zu Azuras Haus. Dort werden sie von der Wächterin entdeckt und zur Rede gestellt. Als diese einen Regenbogen in den Augen der jungen Fee erkennt, bittet sie Elina und ihr Elfenköpfchen zu sich herein. Sie erklärt, dass der Regenbogen ein Zeichen dafür ist, für etwas großes bestimmt zu sein. Auch die Wächterin ist besorgt über die Geschehnisse und plant die Reise zu einer Dryade namens Dahlia. Sie gehörte einst zu Lavernas Anhängern und könnte über detaillierte Kenntnisse bezüglich ihrer Pläne verfügen.
Azura gewährt ihren Gästen eine Unterkunft für die Nacht und bittet Elina im Gegenzug, auf ihre magische Halskette achtzugeben. Als die Wächterin am nächsten Morgen aufbrechen möchte, wird sie von einem Fungus der bösen Laverna gefangen genommen. Bald darauf wird Elina für das Verschwinden Azuras verantwortlich gemacht und muss fliehen. Sie wird von einem riesigen Schmetterling namens Hue gerettet, welcher der jungen Fee im Auftrag der Wächterin beistehen soll. Elina beschließt, sich auf die Suche nach Dahlia zu begeben, um das mysteriöse Verschwinden aufzuklären.
Laverna muss unterdessen feststellen, dass Azura ihre magische Kette nicht trägt. Außer sich vor Wut fordert sie eine Erklärung der Fungi. Diese berichten, die Kette am Hals einer flügellosen Fee gesehen zu haben. Im Gegensatz zu ihrem Gefolge sieht Laverna in dem Mädchen eine ernstzunehmende Bedrohung, denn ihr giftiger Nebel ist bei Elina völlig wirkungslos. Sofort beauftragt die Zauberin ihre Gefolgsleute damit, die junge Fee zu ergreifen.
Elina und ihre Freunde sind in großer Gefahr. Doch ein junger Meermann, Prinz Nalu, kommt ihnen zur Hilfe. Mit dem Verzehr eines magischen Seetangs erhalten sie vorübergehend die Fähigkeit, unter Wasser zu atmen und können ihre Verfolger abhängen. Es gelingt ihnen, Dahlia in einem verzauberten Wald ausfindig zu machen. Sie reagiert zunächst abweisend auf den Besuch, weil die meisten Wächterfeen ihr misstrauen und sie deshalb nicht an einer Zusammenarbeit interessiert ist. Doch Elina kann das Vertrauen der Dryade für sich gewinnen und sie berichtet von Lavernas Plänen. Die Zauberin habe einen Weg gefunden, die magischen Kräfte aus den Halsketten der Wächter zu stehlen und auf sich zu übertragen. Ihre einzige Schwachstelle wäre der „Vereinigungspunkt“.
Die Gruppe erreicht Lavernas Versteck und Elina beschließt, die letzte Etappe des Weges allein zu beschreiten. Während Hue und Dahlia Lavernas Gefolge ablenken, gelingt es Elina in die Höhle einzudringen. Dort trifft sie auf die böse Zauberin. Ihre Freunde werden von einigen Fungi überwältigt und geraten in Lavernas Hände. Sie bietet Elina an, Hue und Dahlia im Austausch gegen Azuras Halskette freizulassen. Doch die junge Fee lehnt das Angebot ab. Nun schlägt die niederträchtige Laverna vor, Elina im Tausch gegen die Kette ihren größten Herzenswunsch zu erfüllen. Sie wirkt einen Zauber, der Elina Flügel verleiht. Plötzlich wendet sich Elina von ihren Freunden ab und läuft wie hypnotisiert auf Azura zu. Die Ketten der Wächter reagieren aufeinander und setzen ihre magischen Kräfte frei. Diese werden im Vereinigungspunkt gebündelt – einem magischen Kristall, der in Lavernas Thron eingelassen ist. Im letzten Moment gelingt es Azura zu Elina durchzudringen. Sie erwacht aus der Trance und schleudert die Halskette auf den Kristall. Er zersplittert und kann die gebündelten Kräfte der Wächter nicht mehr in sich halten. Diese richten sich auf Laverna und sie verschwindet.
Bei der Rückkehr auf die verzauberte Wiese wird Elina als Retterin Fairytopias gefeiert. Auch die Zauberin möchte sich bei der jungen Fee bedanken und schenkt ihr eine Halskette. Diese setzt magische Kräfte frei und erfüllt Elinas größten Wunsch – Sie erhält ihre eigenen Flügel.
Produktion und Veröffentlichung
Der Animationsfilm entstand in Zusammenarbeit von Mattel Entertainment und Mainframe Entertainment. Als Produzenten waren Nancy Bennett und Luke Carroll für das Projekt tätig. Die Regie unterlag Walter P. Martishius. Barbie: Fairytopia ist der erste animierte Barbiefilm mit einer originären Geschichte. Die Handlung wurde von den Autoren Elise Allen und Diane Duane entwickelt.
Für die musikalische Gestaltung des Filmes war der Komponist Eric Colvin verantwortlich.
Das Werk feierte am 8. März 2005 seine Home-Video-Premiere in den Vereinigten Staaten. Am 26. Februar 2005 wurde Barbie: Fairytopia bereits zum ersten Mal im deutschen Free-TV bei Super RTL präsentiert.[2]
In den Folgejahren erhielt der Film mit Barbie: Fairytopia – Mermaidia (2006) und Barbie: Fairytopia – Die Magie des Regenbogens (2007) zwei Fortsetzungen.[3] Das Franchise wurde im Jahr 2008 mit dem Spin-Off Barbie: Mariposa und ihre Freunde, die Schmetterlingsfeen weiter ausgebaut. Dessen Nachfolger, Barbie: Mariposa und die Feenprinzessin, erschien im Jahr 2013.[4]
Synchronisation
Die deutsche Synchronfassung entstand bei der Deutsche Synchron Filmgesellschaft mbH & Co. Karlheinz Brunnemann Produktions KG in Berlin, unter der Dialogregie und nach einem Buch von Beate Gerlach.
| Rolle | Originalsprecher | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Elina | Kelly Sheridan | Ilona Otto |
| Dandelion | Tabitha St. Germain | Giuliana Jakobeit |
| Bibble | Lee Tockar | |
| Azura | Venus Terzo | Arianne Borbach |
| Laverna | Kathleen Barr | Sonja Deutsch |
| Fungus / Blumentrolle | Lee Tockar | Santiago Ziesmer |
| Amethyst / Quill | Michael Dobson | Erich Räuker |
| Dahlia | Chiara Zanni | Tanja Geke |
| Goldkopf | Brian Drummond | Rainer Fritzsche |
| Hue | Mark Oliver | Michael Pan |
| Prinz Nalu | Alessandro Juliani | Gerrit Schmidt-Foß |
| Rubin | Scott McNeil | Rainer Fritzsche |
| Topaz | Tabitha St. Germain | Helga Sasse |
| Zauberin | Nancy Sorel | Silvia Mißbach |
Trivia
- Barbie: Fairytopia ist der fünfte animierte Barbie-Film von Mattel, aber der erste mit einer originären Handlung.[5][2]
- In der Animationsfilmreihe von Mattel stellt Elina den ersten von Barbie verkörperten Charakter ohne romantische Liebesgeschichte dar.[5]
- Der Film wurde zur Grundlage einer Bühnenshow mit dem Titel Barbie Live In Fairytopia!.[6] Diese feierte am 1. April 2006 ihre Premiere im Palace Theatre der Metropole Columbus (Ohio). Die Tour führte durch 80 weitere nordamerikanische Städte, darunter Chicago, Los Angeles, Boston, Detroit und Washington, D.C.[7]
Kritik
Bei den Rotten Tomatoes erhielt Barbie: Fairytopia eine Bewertung von 59 Prozent auf dem Popcornmeter. Dieser Anteil der Nutzer gab dem Film eine Bewertung von 3,5 Sternen und höher. Die Kritikerin Rachel Wagner lobte die zahlreichen kreativen Ideen des Werkes, beschrieb den Film insgesamt jedoch als „etwas trocken“.[8]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Freigabebescheinigung für Barbie: Fairytopia. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Januar 2005 (PDF; Prüfnummer: 101 341 V/DVD).
- ↑ a b Barbie Folge 5: Fairytopia. In: Fernsehserien.de. imfernsehen GmbH & Co KG, abgerufen am 28. September 2025.
- ↑ Barbie Fairytopia Filmreihe. In: The Movie DB. Abgerufen am 28. September 2025.
- ↑ Barbie: Mariposa. In: TV Tropes. Abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ a b Barbie: Fairytopia (Video 2005) - Wissenswertes - IMDb. In: Internet Movie Database. IMDb.com, Inc., abgerufen am 28. September 2025 (deutsch).
- ↑ Barbie: The Musical. ABC News, 5. Dezember 2005, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ Barbie: Live in Fairytopia Announces 31 Dates for US Tour. In: Broadwayworld.com. Wisdom Digital Media, 5. Dezember 2005, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).
- ↑ Barbie Fairytopia | Rotten Tomatoes. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 28. September 2025 (englisch).