Bankeinbruch in Gelsenkirchen 2025

Der Bankeinbruch in Gelsenkirchen 2025 war ein Einbruch in den Tresorraum der Filiale Gelsenkirchen-Buer der Sparkasse Gelsenkirchen. Dabei wurden rund 3200 Schließfächer aufgebrochen und ihr Inhalt entwendet. Der Wert der erbeuteten Gegenstände wird auf 30 bis über 100 Millionen Euro geschätzt.[1] Damit wäre der Einbruch einer der größten Coups in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte.[2][3] Die Tat erregte internationales Medieninteresse.[2]

Ablauf

Der Einbruch ereignete sich an den Weihnachtsfeiertagen oder am darauffolgenden Wochenende (27./28. Dezember), wurde aber erst am Montag (29. Dezember) entdeckt. Die Täter verschafften sich von einer benachbarten Tiefgarage ausgehend zunächst Zugang zu einem Archivraum und gelangten mittels Kernbohrung durch die Stahlbetonwand zum Tresorraum.[4][2][5][6][7][8]

Am Samstag (27. Dezember) gab es einen Brandmeldealarm in dem Bankgebäude. Polizei und Feuerwehr waren gegen 06:15 Uhr vor Ort, „konnten aber nichts feststellen, was auf einen Schaden schließen ließ“, wie die Polizei mitteilte.[2] Entdeckt wurde der Einbruch nach einem weiteren Brandmeldealarm, der am Montagmorgen um 03:58 Uhr bei der Feuerwehr einging.[7]

Nach Bekanntwerden des Einbruchs fanden sich am Montag (29. Dezember) einige Dutzend und am Dienstagvormittag (30. Dezember) schätzungsweise 200 Menschen vor der Filiale ein. Ein Sprechchor skandierte „Wir wollen rein!“, mehrere Menschen stürmten in den Vorraum der Sparkasse. Polizeikräfte rückten an und sicherten den Eingang.[2]

Ermittlungen

Videoaufzeichnungen aus dem Parkhaus vom frühen Montagmorgen (29. Dezember) zeigten einen mit mehreren maskierten Männern besetzen schwarzen Audi RS6 mit Kennzeichen aus Hannover, die sich als gefälscht herausstellten,[2] sowie einen weißen Mercedes-Kleintransporter.[9] Zeugen gaben an, in der Nacht von Samstag (27. Dezember) auf Sonntag (28. Dezember) mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses gesehen zu haben.[10][6][5][3]

Am 4. Januar 2026 fand ein Zeuge die beiden Kennzeichen des gesuchten Audi nahe des Dortmunder Hauptbahnhofs auf dem Boden. Er brachte sie in die dortige Bundespolizeiwache.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b Erste heiße Spur nach Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen? In: tagesschau.de. 5. Januar 2026, abgerufen am 6. Januar 2026.
  2. a b c d e f Gelsenkirchen: Hohe Millionenbeute bei Sparkasseneinbruch. In: tagesschau.de. 29. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  3. a b Anna-Lena Schlitt: Gelsenkirchen: Einer der größten Coups der deutschen Kriminalgeschichte. In: Die Zeit. 31. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  4. Beton verliert: Wie der Bankeinbruch von Gelsenkirchen funktionierte. In: ingenieur.de. 30. Dezember 2025, abgerufen am 3. Januar 2026.
  5. a b Yasmin Osman: Einbrecher knacken 3200 Schließfächer und erbeuten 30 Millionen. In: Handelsblatt. 30. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  6. a b Tresor-Raub in Gelsenkirchen: Täter nutzten Hannover-Kennzeichen. In: ndr.de. 31. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  7. a b Bank-Einbruch: „Den Bohrer kriegen sie nicht im Baumarkt“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  8. Bankraub in Gelsenkirchen: Aufgebrachte Kunden vor Sparkassen-Filiale. In: RedaktionsNetzwerk Deutschland. 29. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  9. Sparkassen-Coup von Gelsenkirchen: Heiße Spur führt wohl ins Ausland. In: T-Online. 31. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.
  10. Spektakulärer Bank-Einbruch: Polizei in Gelsenkirchen prüft Dutzende Hinweise auf Täter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Dezember 2025, abgerufen am 1. Januar 2026.