Bahnstrecke Hausach–Schiltach

Hausach–Schiltach
Streckennummer:4251
Kursbuchstrecke (DB):721
Kursbuchstrecke:302p (1946)
Streckenlänge:14,191 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:C3
Streckengeschwindigkeit:80 km/h
Zugbeeinflussung:PZB
von Offenburg
0,000 Hausach 241 m
nach Singen (Hohentwiel)
2,940 Kirnbach
4,425 Wolfach
4,924 Wolfacher Tunnel (285 m)
8,8+239 Halbmeil
8,8+270
9,0+66,8
Kinzig
Tunnel an der Schmelze (87 m)
11,180 St Roman (ab 1. Mai 1920)
14,191 Schiltach
nach Schramberg
nach Eutingen im Gäu

Quellen: [1][2]

Die Bahnstrecke Hausach–Schiltach ist eine Nebenbahn in Baden-Württemberg. Sie verläuft im Schwarzwald von Hausach nach Schiltach und folgt auf ganzer Länge dem Verlauf der Kinzig. Die Strecke gehört DB Netz, ist nicht elektrifiziert, eingleisig und hat außer den Endbahnhöfen keine Ausweichstellen. In Schiltach schließt sich die Bahnstrecke Eutingen im Gäu–Schiltach an, auf der die Regionalbahnen der SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH bis nach Freudenstadt Hbf verkehren. Beide Strecken zusammen werden auch als Kinzigtalbahn oder historisch Kinzigbahn bezeichnet.

Geschichte

Die Strecke wurde am 5. Juli 1878 von den Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen bis Wolfach eröffnet und am 4. November 1886 bis zum Bahnhof Schiltach verlängert. Gleichzeitig nahmen die Königlich Württembergischen Staats-Eisenbahnen den Abschnitt von Schiltach nach Freudenstadt Hbf in Betrieb.

Im Herbst 2022 war die Strecke voll gesperrt, um Gleise, Schwellen und Schotter zu tauschen. Bahnübergänge, mehrere Brücken und die Stationen Hausach und Halbmeil wurden saniert, 35 Millionen Euro in die Strecke investiert.[3][4]

Der ursprünglich zum Fahrplanwechsel 2023 geplante Einsatz von batteriebetriebenen Zügen vom Typ Siemens Mireo Plus B im Netz 8 startete zuerst auf der Strecke Offenburg–Hornberg am 8. April 2024. Wegen einer fehlenden Weiche bei Freudenstadt waren auf der Strecke Hausach–Freudenstadt weiterhin Dieseltriebwagen im Einsatz.[5] Ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2024 fahren auf der Strecke die neuen batteriebetriebenen Züge.[6] Um die Fahrzeiten der zuvor eingesetzten Regioshuttle einzuhalten, müssen laut dem Betreiber und dem Verkehrsministerium die meisten Halte in Schenkenzell und Loßburg-Rodt aufgegeben werden. Lediglich einzelne morgendliche Züge können noch in Schenkenzell und Loßburg-Rodt halten. Grund ist eine fehlende Weiche im Bahnhof Freudenstadt, die DB InfraGo voraussichtlich erst zum Fahrplanwechsel 2026/2027 einbauen wird.

Betrieb

Der vormals von der Deutschen Bahn AG bediente Personenverkehr wurde am 12. Dezember 2004 von der Ortenau-S-Bahn GmbH (OSB) übernommen, die 2014 mit dem Mutterunternehmen SWEG verschmolzen wurde, das seither die Strecke betreibt. Seitdem verkehren durchgehende Züge der heutigen Linie RS1 im Stundentakt von Offenburg bis Freudenstadt Hbf, wobei bis Hausach auf der Badischen Schwarzwaldbahn gefahren wird.

Zum Einsatz kommen moderne Siemens Mireo Plus B der SWEG. Die zweiteiligen Fahrzeuge fahren in Doppeltraktion und nutzen die Bahnsteiglängen damit voll aus. In Tagesrandlage und zu schwächeren Zeiten fahren die Mireos in Einfachtraktion. Regulär nutzen etwa 2200 Personen täglich das Zugangebot auf der Strecke.[7]

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Einzelnachweise

  1. DB Netze - Infrastrukturregister
  2. Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  3. Süddeutsche Zeitung: Bauarbeiten an der Kinzigtalbahn. 22. Mai 2022, abgerufen am 15. April 2023.
  4. Schienenersatzverkehr zwischen Hausach und Freudenstadt bleibt bis 20. November, nrwz.de, 26. September 2022
  5. Batterie statt Diesel – Die ersten Züge nehmen in der Ortenau den Fahrgastbetrieb auf. In: www.sweg.de. 8. April 2024, abgerufen am 7. Mai 2024.
  6. SWEG-Züge in der Ortenau fahren nun unter dem Namen "Regio S-Bahn Ortenau" Neue Marke geht zum Fahrplanwechsel an den Start und bringt neue Linienbezeichnungen und Angebotsausweitungen mit sich. 14. Dezember 2024, abgerufen am 4. Januar 2025 (deutsch).
  7. Kinzigtalbahn bei Schiltach: Felsbrocken auf den Gleisen. Stuttgarter Zeitung, 22. Dezember 2008, archiviert vom Original am 24. August 2013; abgerufen am 24. August 2013.