Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen
| Zürich Tiefenbrunnen | ||
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Ansicht von Süden (2011)
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| Daten | ||
| Betriebsstellenart | Bahnhof | |
| Bauform | Durchgangsbahnhof | |
| Perrongleise | 3 | |
| Abkürzung | ZTB | |
| IBNR | 8503004 | |
| Eröffnung | 1894 (NOB) | |
| Architektonische Daten | ||
| Architekt | Gustav Wülfke | |
| Lage | ||
| Stadt/Gemeinde | Zürich | |
| Ort/Ortsteil | Seefeld | |
| Kanton | Zürich | |
| Staat | Schweiz | |
| Koordinaten | 684854 / 244987 | |
| Höhe (SO) | 408 m ü. M. | |
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| Eisenbahnstrecken | ||
| Liste der Bahnhöfe in der Schweiz | ||
Der Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen liegt an der 1894 durch die Schweizerische Nordostbahn eröffneten Rechtsufrigen Zürichseebahn im Quartier Seefeld der Stadt Zürich. Während der Bauzeit hiess dieser Bahnhof noch Riesbach, im Zusammenhang mit der Ersten Stadterweiterung 1893 erfolgte die Umbenennung in Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen.
Der Bahnhof liegt auf aufgeschüttetem Land zwischen dem Zürichhorn und Zollikon. Vom Zürichsee wird er nur durch die Bellerivestrasse (Hauptstrasse 17) getrennt. Die bergseitig (östlich) dem Bahnhofsgelände entlang verlaufende Strasse bildete vor dem Bau der Eisenbahn teilweise die Uferlinie. Danach steigt das Gelände schnell an. Im Norden des Bahnhofs geht die Bahnstrecke in den eingleisigen Riesbachtunnel (1493 Meter) über, der sich bis zum Bahnhof Stadelhofen erstreckt. Im Süden endet der Bahnhof unmittelbar an der Stadtgrenze zu Zollikon.[1][2]
Der Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen verfügt über drei Durchgangsgleise und mehrere Abstellgleise.
Die wenige Jahre vor dem Bahnhof errichtete Mühle Tiefenbrunnen war über eine Passerelle direkt mit dem Mittelperron verbunden.
Bahnhofgebäude
Beim ab 1892 erbauten Bahnhofgebäude handelt es sich um normiertes NOB-Stationsgebäude der Klasse 3. Der ebenfalls ab 1892 erbaute hölzerne Güterschuppen entsprach einem der NOB-Klassifizierung Typ 1. Der Güterschuppen wurde abgebrochen. Der für beide Bauten verantwortliche Architekt war Gustav Wülfke.[3] Das Bahnhofgebäude (Bellerivestrasse 251) steht als kommunal schützenswertes Bauwerk unter Denkmalschutz (C-Objekt).
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Stationsgebäude 2023
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Südseite 2025
Verkehr
Seit Einführung der S-Bahn Zürich wird der Bahnhof Zürich Tiefenbrunnen ausschliesslich von S-Bahn-Zügen bedient.
- S 6 Baden – Regensdorf-Watt – Zürich HB – Uetikon
- S 16 Zürich Flughafen – Zürich HB – Herrliberg-Feldmeilen (– Meilen)
Beide Linien bedienen den Bahnhof grundsätzlich täglich und ganztägig im Halbstundentakt (mit ändernden Endpunkten), wobei die S 6 abends ab etwa 21:00 Uhr in Tiefenbrunnen endet. Die S 7 und S 20 verkehren zwischen Stadelhofen und Meilen respektive Küsnacht ZH beschleunigt, das heisst, sie halten nicht an diesem Bahnhof.
- SN7 Bassersdorf – Kloten – Zürich HB – Meilen – Stäfa (ZVV-Nachtnetz)
Der Bahnhof ist noch für den Güterverkehr offen. Er wird vor allem als Umschlagplatz für Zement benutzt.
Der Bahnhof bietet Umsteigemöglichkeiten zum Nahverkehr: Es wenden hier die Tramlinien 2 und 4 sowie der Trolleybus 33 der Verkehrsbetriebe Zürich. Die Buslinien 912 und 916 des «Autobusbetriebs Zürich Zollikon Küsnacht AZZK» verbinden das Bellevue via Tiefenbrunnen mit den südlichen Vororten Zollikon und Küsnacht.
Literatur
- Hanspeter Rebsamen, Cornelia Bauer, Jan Capol: Zürich. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hrsg.): INSA Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850–1920. Band 10. Orell Füssli, Zürich 1992, ISBN 3-280-02180-4, Bellerivestrasse 251, S. 313, doi:10.5169/seals-10931 (e-periodica.ch).
- Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Orell Füssli 1983, ISBN 3 280 01405 0 Seiten 207–208
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Aufschüttung – Datensatz für Geoserver. In: Stadt Zürich. Abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ Reto Flury: Um die Ufergrundstücke am Zürichsee wurde oft gestritten – das könnte bald vorbei sein. In: Neue Zürcher Zeitung. 29. Januar 2018, abgerufen am 3. Dezember 2025.
- ↑ INSA Zürich. Band 10, S. 313, Bellerivestrasse 251 (e-periodica.ch).