Bahnhof Rennsteig

Rennsteig
Empfangsgebäude Bahnhof Rennsteig
Daten
Lage im Netz ehem. Anschlussbahnhof
Bauform Kopfbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung UREN
IBNR 8012749
Eröffnung 1904
Lage
Stadt/Gemeinde Suhl
Ort/Ortsteil Schmiedefeld am Rennsteig
Land Thüringen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 36′ 54″ N, 10° 50′ 6″ O
Höhe (SO) 747,7 m
Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Rennsteig
Bahnhöfe in Thüringen
i16

Der Bahnhof Rennsteig ist ein Bahnhof an der Rennsteigbahn im Thüringer Wald. Er ist einer der am höchsten gelegenen Bahnhöfe in Thüringen und liegt in 747 Metern Höhe zwischen Stützerbach (Ilmenau) und Schmiedefeld (Suhl) an Kilometer 33,38 der Bahnstrecke von Plaue nach Themar, deren mittlerer Teil die Rennsteigbahn ist.

Geschichte

Angelegt wurde der Bahnhof 1904, das Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1906. Zwischen 1913 und 1965 bestand eine Kleinbahn nach Frauenwald, die am Bahnhof Rennsteig begann. Der planmäßige Reiseverkehr endete 1998. Heute wird er für Veranstaltungen und Nostalgiefahrten der Dampfbahnfreunde Mittlerer Rennsteig genutzt. Seit dem 15. Juni 2014 wurde zunächst bis 2017 befristet der Bahnhof wieder planmäßig bedient (Probebetrieb).

An Wochenenden und Feiertagen verkehrt das „RennsteigShuttle“ der Süd-Thüringen-Bahn auf dem nördlichen Teil der Rennsteigbahn mit vier Zugpaaren täglich, die als Verlängerung der Linie RB 46 ErfurtIlmenau über Ilmenau-Bad, Manebach und Stützerbach zum Bahnhof Rennsteig fahren. Mit dem Fahrplanwechsel 2017/2018 ging dieser Probebetrieb wieder in den Regelbetrieb über. Im Zuge der Wiederinbetriebnahme wurden Buslinien nach Oberhof und Masserberg sowie Vesser und Frauenwald neu eingerichtet, die auf den Bahnfahrplan abgestimmt sind.

Der Bahnhof am Scheitel des Thüringer Waldes

Der Bahnhof Rennsteig ist ein Kopfbahnhof. Dies war betriebsbedingt erforderlich, weil anfangs auf der Strecke Zahnradlokomotiven eingesetzt wurden, die immer am talseitigen Ende jedes Zuges fahren mussten, damit die Waggonkupplung nicht reißen konnten. Durch die Spitzkehre am Scheitelpunkt der Bahnstrecke befanden sich die Zahnradlokomotiven ohne umgesetzt werden zu müssen stets am talseitigen Zugende. 1927 wurde vom Zahnradbetrieb auf Reibungsbetrieb umgestellt. Außerdem wurde das Ziehen der Züge über die Steilstrecke zugelassen, so dass zum Wenden der Lokomotiven ein entsprechendes Gleis im Bahnhof notwendig wurde. Der Kopfbahnhof am Scheitelpunkt der Bahnstrecke war nämlich weiterhin erforderlich, weil bei Dampflokomotiven die Feuerbüchse immer talwärts gerichtet sein muss, um einen zu niedrigen Wasserstand im Kessel zu vermeiden.

Dass der Bahnhof Rennsteig den Scheitelpunkt der Rennsteigbahn bildet, wird auch durch ein Schild deutlich, das eine Wasserscheide kennzeichnet: zum Gleis nach Stützerbach befindet sich eine Aufschrift Elbe, am Gleis nach Schmiedefeld eine Aufschrift Weser. Beim Umbau des Bahnhofsgebäudes wurde die Neigung des Daches verändert, um ein weiteres Stockwerk unterbringen zu können. Im Herbst 2007 wurden am Bahnhof Rennsteig die ehemaligen Säulen der Überdachung des Bahnsteiges 8 des Erfurter Hauptbahnhofes mit einer neuen Holzdachkonstruktion über dem Bahnsteig 1 des Bahnhofs Rennsteig wieder aufgebaut.

Bildergalerie

Literatur

  • Erich Preuß: Rennsteig. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 11. Ergänzungsausgabe). GeraNova Zeitschriftenverlag, München 1997, ISSN 0949-2127 (2 Bl., 6 S.).
Commons: Bahnhof Rennsteig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien