Baaralb und Oberes Donautal

Hegaualb
Blick in das Obere Donautal bei Beuron
Fläche 440 km²
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. Ordnung 07–23 →
Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
Großregion 2. Ordnung 08–16 →
Südwestdeutsches Schichtstufenland
Großregion 3. Ordnung 9 →
Schwäbische Alb
Region 4. Ordnung
(Haupteinheit)
92 →
Baaralb und Oberes Donautal
Höchster Gipfel Zundelberg (954 m)
Geographische Lage
Koordinaten 48° 1′ 14″ N, 8° 55′ 58″ O
Lage Hegaualb
Kreis Tuttlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Zollernalbkreis
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland

Der Naturraum Baaralb und Oberes Donautal ist in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Schwäbische Alb eine Hauptgruppe, die aus der Baaralb und dem Oberen Donautal besteht.[1]

Lage und Beschreibung

Der Naturraum erstreckt sich entlang der Oberen Donau etwa von Geisingen bis Inzigkofen. Ebenfalls zum Naturraum zählen die Täler der Zuflüsse Aitrach, Elta und Schmeie. Der prägendste Landschaftsteil im Naturraum ist das canyonartige Durchbruchstal der Oberen Donau durch das Albmassiv im Nordosten. Der gesamte Naturraum ist stark bewaldet, in den Talsohlen herrscht Grünlandwirtschaft vor.

Ortschaften im Naturraum

Die Siedlungsstruktur ist geprägt von kleinen Landstädten und ehemaligen Herrschaftssitzen, auf den Erhebungen sind zahlreiche Burgen und Burgruinen vorhanden. Größere Städte haben sich, abgesehen von Tuttlingen, durch die topographischen Gegebenheiten nicht entwickelt. Die Siedlungsstruktur spiegelt die frühere Bedeutung des oberen Donautals als Handelsweg wieder.

Von Südwesten beginnend liegen folgende Ortschaften im Naturraum:

Naturräumliche Gliederung

Die genaue Abgrenzung von Baaralb, Hegaualb und Donautal nach dem Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands differiert zwischen Blatt 178 Sigmaringen (1959) und Blatt 186 Konstanz (1964), die Aufstellung zeigt die Aufteilung nach dem Blatt Sigmaringen, da auch die LUBW in ihren Naturraumsteckbriefen diese Systematik verwendet.

Die dreistellig nummerierte Haupteinheit[2] teilt sich in folgende Untereinheiten (Nachkommastellen) auf:[3]

  • 09 (=D60) Schwäbische Alb
    • 092 Baaralb und Oberes Donautal
      • 092.0/1 Baaralb (unterschiedliche Zahlenschlüssel, Feingliederung siehe dort)
      • 092.3 Oberes Donautal (zwischen Tuttlingen und Inzigkofen) (=0912.1)[4]

Schutzgebiete

Das Obere Donautal hat eine besondere Bedeutung für den Naturschutz. Im Naturraum wurden bisher 24 Naturschutzgebiete mit insgesamt 12,72 km² Fläche ausgewiesen. Das entspricht etwa 3,3 % der Naturraumfläche. Die größten Naturschutzgebiete sind Albtrauf Baar, Stiegelesfels-Oberes Donautal und Buchhalde-Oberes Donautal.

Daneben haben insgesamt 9 FFH-Gebiete Teilflächen im Naturraum. Mit 103 km³ umfassen diese über 26 % des Naturraums. Zudem haben drei europäische Vogelschutzgebiete mit rund 118 km² Anteil am Naturraum, was rund 30 % der Fläche entspricht.

Der Naturpark Obere Donau umfasst bis auf wenige Randbereiche fast den gesamten Naturraum, wobei im Südwesten auch der Naturpark Südschwarzwald in den Naturraum hineinreicht.

Im landesweiten Vergleich ist die Schutzgebietsdichte damit sehr hoch.

Einzelnachweise

  1. Naturraum Baaralb und Oberes Donautal (Nr. 92)@1@2Vorlage:Toter Link/fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Oktober 2022. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Emil Meynen, Josef Schmithüsen (Hrsg.): Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960).
  3. Friedrich Huttenlocher: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 178 Sigmaringen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1959. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)
  4. a b Alfred G. Benzing: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 186 Konstanz. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1964. → Online-Karte (PDF; 4,1 MB)