LMS 7069–7079
| LMS Nr. 7069–7079 WD Nr. 3–7, 16–18 BR-Klasse D3/6 | |
|---|---|
LMS Nr. 7069 in der Aufarbeitung
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| Nummerierung: | LMS 7069–7079 BR 12000–12002 |
| Anzahl: | 11 |
| Hersteller: | Mechanik: Hawthorn Leslie Elektrik und Motor: English Electric |
| Baujahr(e): | 1934–1935 |
| Ausmusterung: | 1940–1962 |
| Achsformel: | C |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Dienstmasse: | 52,28 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 48 km/h (30 mph) |
| Installierte Leistung: | 261 kW (350 hp) |
| Anfahrzugkraft: | 133 kN (30.000 lbf) |
| Treibraddurchmesser: | 1232 mm |
| Motorentyp: | English Electric 6K |
| Motorbauart: | 6-Zylinder-Dieselmotor |
| Leistungsübertragung: | dieselelektrisch |
| Antrieb: | Diesel-elektrisch |
Die Lokomotiven Nr. 7069–7079, später BR-Klasse D3/6, war eine frühe Baureihe von elf dieselelektrischen Rangierlokomotiven, die Mitte der 1930er Jahre für die London, Midland and Scottish Railway (LMS) entwickelt wurden und während des Zweiten Weltkriegs an das War Department (WD) abgegeben wurden, wobei die meisten Lokomotiven in der Schlacht von Dünkirchen verloren gingen.
Die von Hawthorn Leslie mit einem Antriebsstrang von English Electric gebauten Maschinen gehörten zu den ersten erfolgreichen britischen Dieselrangierlokomotiven und waren die Grundlage für die späteren BR-Klasse 08 und 11.
Geschichte
Entwicklung
Zwischen 1931 und 1934 bestellte die LMS neun verschiedene Prototypen von dreiachsigen Dieselrangierlokomotiven. Der letzte dieser Prototypen basierte auf dem 300 hp (220 kW) starken 6K‑Dieselmotor von English Electric, der in einem langen Vorbau untergebracht war, der baugleich zur Einzellokomotive GWR Nr. 2 war, die an die Great Western Railway geliefert wurde. Der Hauptgenerator versorgte die an zwei Achsen angebrachten Tatzlager-Fahrmotoren. Alle drei Achsen waren untereinander mit Kuppelstangen verbunden.
Der Prototyp wurde 1934 in den Derby Works gebaut und nach einer Leistungssteigerung auf 350 hp (261 kW) im Jahr 1936 als LMS Nr. 7079 in Dienst gestellt. 1935 wurden mit kleineren Änderungen zehn weitere Lokomotiven desselben Typs gebaut. Sie waren auch mit der Leistungssteigerung auf 350 hp (261 kW) ausgestattet und erhielten die LMS-Nummern 7069–7078.
Betrieb
Die Lokomotiven der Klasse D3/6 wurden im Rangierdienst eingesetzt und waren meist den Depots in Crewe, Carlisle oder Willesden zugeteilt. In den Jahren 1939 und 1940 gingen alle Maschinen, außer der Vorserienlokomotive Nr. 7079 und Nr. 7074, als Leihgabe an das War Department (WD). Während die Nr. 7076 in Südengland auf der Militäreisenbahn Longmoor und in Swansea eingesetzt wurde, kamen die übrigen acht Lokomotiven mit den Nummern 3–7 und 16–18 nach Frankreich, wo sie im Raum Dunkerque im Einsatz waren.
Beim Rückzug der britischen Truppen in der Schlacht von Dünkirchen gingen die meisten Lokomotiven verloren, da sie entweder aufgegeben oder von den eigenen Truppen zerstört wurden, um nicht in die Hände der Wehrmacht zu geraten. Die Lokomotiven Nr. 5 und 18 wurden zwar von der Wehrmacht erbeutet, befanden sich 1944 jedoch wieder in französischem Besitz.
Die WD Nr. 18 wurde an ein Industrieunternehmen verkauft, das Generatorteile ausbaute. Die Nr. 5 wurde von den französischen Streitkräften in einem Munitionsdepot genutzt und 1957 an eine Kleinbahn verkauft, die sie 1973 ausmusterte. Ein Schrotthändler erwarb sie und gab sie 1987 an die Dieselgruppe der Swanage Railway weiter. Diese holten die Lokomotive nach England zurück, wo sie über mehrere Stationen zur Aufarbeitung bei der Vale of Berkeley Railway gelangte. Nach unbestätigten Angaben befand sie sich 2024 auf einem Privatgelände in Malvern.[1]
Die drei Lokomotiven Nr. 7074, 7076 und 7079 gelangten nach der Verstaatlichung der LMS 1948 zu British Railways und wurden dort als Nr. 12000 bis 12002 geführt und dem Depot Crewe South zugeteilt. Die Vorserienlokomotive Nr. 12002 wurde 1956 ausgemustert, die beiden anderen 1961 und 1962.[2]
Nummernliste
| Werk Nr. | LMS Nr. | WD Nr. | BR Nr. | Baujahr | Depots | an War Dept. | Ausrangiert | Status | Anmerkung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3841 | 7069 | 18 | – | 1936 | Crewe, Swansea | 1940 | 1973 | erhalten | in der Schlacht von Dünkirchen von der Wehrmacht erbeutet, 1944 von den französischen Streitkräften übernommen, 1957 an französische Kleinbahn |
| 3842 | 7070 | 3 | – | 1936 | Crewe, Carlisle | 1940 | 1940 | verschrottet | beim Rückzug in der Schlacht von Dünkirchen von den britischen Streitkräften zerstört |
| 3843 | 7071 | 16 | – | 1936 | Crewe, Carlisle | 1940 | 1940 | wahrscheinlich verschrottet | beim Rückzug in der Schlacht von Dünkirchen aufgegeben |
| 3844 | 7072 | 17 | – | 1936 | Crewe, Carlisle | 1940 | 1940 | wahrscheinlich verschrottet | beim Rückzug in der Schlacht von Dünkirchen zurückgelassen |
| 3845 | 7073 | 4 | – | 1936 | Crewe, Carlisle | 1940 | 1940 | vermutlich zerstört | beim Rückzug in der Schlacht von Dünkirchen zerstört |
| 3846 | 7074 | 12000 | 1936 | Crewe, Willesden, Carlisle | 1961 | verschrottet | in den Derby Works verschrottet | ||
| 3847 | 7075 | 5 | – | 1936 | Willesden, Crewe | 1940 | 1944 | vermutlich verschiedene | in der Schlacht von Dünkirchen von der Wehrmacht erbeutet, 1944 von einem französischen Industrieunternehmen zur Entnahme von Generatorteilen erworben. |
| 3848 | 7076 | 12001 | 1936 | Crewe, Willesden | 1962 | verschrottet | 1939–1941 für zwei verschiedene Einsätze an das War Department ausgeliehen, 1962 in den Horwich Works verschrottet | ||
| 3849 | 7077 | 6 | – | 1936 | Preston, Willesden, Crewe | 1939 | 1940 | unbekannt | beim Rückzug in der Schlacht von Dünkirchen zurückgelassen |
| 3850 | 7078 | 7 | – | 1936 | Willesden, Crewe | 1939 | 1940 | vermutlich zerstört | beim Rückzug in der Schlacht von Dünkirchen zerstört |
| 3851 | 7079 | 12002 | 1936 | Crewe, Camden | 1956 | verschrottet | Vorserienlok, in den Derby Works verschrottet |
Datenquelle:[3]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Diesel Locomotive LMS Nr. 7069. In: dieselalmanac.uk. Abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ D3/6 0-6-0: Fleet. In: BRDatabase. Abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ Class Type D3/6. In: dieselalmanac.uk. Abgerufen am 1. Januar 2026.