BLU-119

BLU-119
Allgemeine Angaben
Bezeichnung: BLU-119 CrashPAD, Prompt Agent Defeat
Typ: Fliegerbombe
Herkunftsland: Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Hersteller: DTRA
Entwicklung: 2001
Indienststellung: 2002
Einsatzzeit: im Dienst
Technische Daten
Gefechtsgewicht: 893 kg[1]
Länge: 2,51 m
Durchmesser: 457 mm
Ausstattung
Gefechtskopf: 65 kg PBXN-109
190 kg weißer Phosphor
Zünder: Aufschlagzünder, Näherungszünder
Waffenplattformen: Kampfflugzeuge, Bomber
Liste von Bomben nach Herkunftsnation

Die BLU-119 (auch „CrashPAD“ bezeichnet) ist eine Fliegerbombe aus den Vereinigten Staaten.

Beschreibung

Die BLU-119 wurde speziell dazu entworfen, Produktionsanlagen und Lagerstätten von chemischen und biologischen Waffen ohne Kontaminierung der Umwelt zu zerstören. Die BLU-119 wurde von der Defense Threat Reduction Agency innerhalb von neun Monaten entwickelt, um sie noch während der Operation Iraqi Freedom einsetzen zu können. Damit war die BLU-119 nach der russischen OFZAB-500 die zweite spezialisierte Waffe dieser Art. Äußerlich ist sie identisch mit der Mk. 84, da sie den leeren Bombenkörper dieser nutzt. In dem Mk. 84 Körper werden neben dem Zünder ein 65 kg schwerer Gefechtskopf mit dem Sprengstoff PBXN-109 sowie zwei Behälter mit insgesamt 190 kg weißem Phosphor (Agent Defeat) eingesetzt. Bezündert ist die BLU-119 mit dem Mehrzweckzünder FMU-139 oder FMU-152. Die Bombe wird nicht als freifallende Fliegerbombe eingesetzt, sondern als Gefechtskopf der Präzisionsbombe GBU-31 JDAM verwendet. Die BLU-119 wurde nur in Kleinserie hergestellt.[1][2][3]

Kriegseinsätze

Die BLU-119 kam erstmals bei der Operation Iraqi Freedom zum Einsatz.

Verbreitung

Einzelnachweise

  1. a b Scribd.com: Air Armament Center, Eglin AFB - Weapon File 2009
  2. Dtic.mil: DEFEATING HARD AND DEEPLY BURIED TARGETS IN 2035 (PDF; 4,0 MB)
  3. Dale Klein: Assistant to the Secretary of Defense Nuclear and Chemical and Biological Defense Programs. (PDF; 3,5 MB) Briefing for Precision Strike Community, October 20, 2005. In: dtic.mil. Department of Defense, 20. Oktober 2005, S. 24, archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 3. November 2017 (englisch).