Bösenneunzen
| Bösenneunzen (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Bösenneunzehn Verwaltungssprengel | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Zwettl (ZT), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Zwettl | |
| Pol. Gemeinde | Zwettl-Niederösterreich | |
| Koordinaten | 48° 41′ 16″ N, 15° 8′ 36″ O | |
| Höhe | 590 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 29 (1. Jän. 2025) | |
| Gebäudestand | 17 (2001) | |
| Fläche d. KG | 3,18 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 3910 Zwettl | |
| Vorwahl | +43/02823 (Großglobnitz) | |
| Ortsvorsteher | Manfred Schuh[1] (Stand: 15. Sept. 2019) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 07028 | |
| Katastralgemeindenummer | 24304 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Großglobnitz (32530 110) | |
| Lage von Bösenneunzen in Zwettl | ||
| Bevölkerungsdichte: 14,78/km² Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Bösenneunzen ist ein Dorf im Waldviertel in Niederösterreich, eine Ortschaft und als Bösenneunzehn eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Zwettl-Niederösterreich im Bezirk Zwettl.
Geografie
Bösenneunzen liegt etwa 11 km nördlich des Stadtzentrums von Zwettl und ist durch den Postbus im Ortsgebiet mit dem österreichischen Überlandbusnetz verbunden.
Nach der Zählung von 1. Jänner 2025 hatte der Ort 29 Einwohner auf einer Fläche von 14,78 km².[2][3]
- Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden
| Limbach (Gem. Schweiggers) | Süßenbach (Gem. Kirchberg a.W.) | Ottenschlag |
| Sallingstadt (Gem. Schweiggers) | Kleinotten | |
| Walterschlag (Gem. Schweiggers) | Ritzmannshof (1) | Großglobnitz |
- (1)KG Ritzmannshof grenzt nicht an, da die KG Walterschlag im Ritzmannshofer Wald dazwischen liegt.
Geschichte
Bösenneunzen wurde 1233 als Neitzen zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts ist die Namensform Posen Nitzen überliefert, was so viel bedeutet wie: „kleine (unbedeutende) Siedlung eines Mannes mit dem Namen Nizo“.[4]
Laut Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens war Bösenneunzehn um 1830/1840 ein Dorf mit 15 Häusern. Die nächstgelegene Poststation befand sich in Zwettl. Kirchlich und schulisch war der Ort an Großglobnitz gebunden. Die Zuständigkeiten für Landgericht, Grundherrschaft und Konskription lagen beim Stift Zwettl. Militärisch gehörte der Ort zum Werbbezirk des Linieninfanterieregiments Nr. 14.[5]
In 20 Familien lebten 33 Männer, 36 Frauen und 11 Schulkinder. Die wirtschaftlich vergleichsweise gut gestellten Einwohner verfügten über einen Schneider im Ort und betrieben überwiegend Ackerbau, der vor allem Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Kartoffeln, Mohn und Klee lieferte. Die Viehhaltung wird als ordentlich beschrieben, allerdings ohne Stallfütterung; gehalten wurde überwiegend Vieh des „kleinen Waldschlags“, also keine besonders leistungsstarken oder edlen Zuchttiere, sondern das typische Waldviertler Bauernvieh, das zur Selbstversorgung und für einfache Feldarbeit geeignet war. Der Viehbestand umfasste 40 Ochsen, 62 Schafe, 2 Ziegen und 18 Schweine. Eine untergeordnete Rolle spielte der Obstbau. Die Umgebung wird als wenig reizvoll charakterisiert, während Klima und Wasser als gut galten. Die Jagd brachte vor allem gewöhnliches Wild hervor. Die im Ort befindliche Betkapelle wird als unscheinbar beschrieben.[5]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Bösenneunzen eine Marktfahrerin und mehrere Landwirte mit Ab-Hof-Verkauf ansässig.[6]
| Bevölkerungs- entwicklung[7] | |
|---|---|
| Datum | Einwohner |
| 1869 | 83 |
| 1951 | 60 |
| 1961 | 61 |
| 1971 | 62 |
| 1981 | 53 |
| 1991 | 51 |
| 2001 | 47 |
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Manhardsberg. 6 von 34 Bänden. 5. Band: Herrschaft Drosendorf bis Strahlbach. Anton Benko, Wien 1840, S. 276 (Neunzehn (Bösen-) – Internet Archive).
Weblinks
- Literaturverzeichnis zu Bösenneunzen. In: Katastralgemeinden – B. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 15. Juli 2009.
Einzelnachweise
- ↑ Ortsvorsteher – Alle. In: zwettl.gv.at. Abgerufen am 15. September 2019.
- ↑ Volkszählung vom 15. Mai 2001: Einwohner nach Ortschaften. (PDF; 16 kB) In: Statistik Austria. Bundesanstalt Statistik Österreich, S. 1, abgerufen am 5. August 2009.
- ↑ Österreichische Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Städte Niederösterreichs. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 1982, ISBN 978-3-7001-0463-6, S. 388.
- ↑ Katastralgemeinden, Erstnennung und Namensdeutung. Stadtgemeinde Zwettl-NÖ, abgerufen am 15. Juli 2009. Vgl. Elisabeth Schuster: Die Etymologie der niederösterreichischen Ortsnamen. Hrsg.: Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Wien (1989, 1990, 1994).
- ↑ a b Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens. 5. Band: Viertel Ober-Manhardsberg. Wien 1840, S. 276 f. (Volltext).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 215
- ↑ Historisches Ortslexikon Niederösterreich, 4. Teil. (PDF; 811 kB) Österreichische Akademie der Wissenschaften, S. 96, abgerufen am 19. Februar 2019.