Axel Müller (Musiker)

Axel Müller (* 1978 in Wickede-Wimbern) ist ein deutscher Saxophonist und Multiinstrumentalist (Saxophone, Klarinetten, Querflöten, Gitarren, Bass, Irish Whistle, Duduk und Gesang).

Musikalische Laufbahn

Axel Müller wuchs in Sundern/Sauerland auf und erlernte nach der Blockflöte an der Musikschule Sauerland zuerst die klassische Klarinette, um später in der Schulbigband des Franz-Stock-Gymnasiums in Arnsberg-Neheim auf das Tenorsaxophon zu wechseln. Gleichzeitig schrieb er erste Songs für seine Rock-Band „Solid Cold Turkey“, mit welcher er als Sänger und Gitarrist kurz nach seinem Abitur am städtischen Gymnasium Sundern einen Indie-Plattenvertrag bekam (PP Records, Kreuztal). Mit der ersten EP-Veröffentlichung „This is“ (VÖ 1999) spielte die Band u. a. als Vorgruppe für BAP oder Fury in the Slaughterhouse und gewann diverse Local Hero Wettbewerbe in NRW.

Im Jahr 1999 begann Müller ein Jura-Studium an der Universität Münster, um sich dann nach zwei Semestern für eine professionelle Musikerlaufbahn zu entscheiden. Er studierte 2000–2004 Jazz und Popularmusik (Hauptfach Saxophon, Nebenfach Pädagogik) an der Musikhochschule Mannheim und schloss sein Studium 2004 mit Diplom ab.

Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Session-Saxophonist, Orchestermusiker und Theaterkomponist (Stage Entertainment Stuttgart, Nationaltheater Mannheim, Schlossfestspiele Ettlingen, Stadttheater Heilbronn, Stadttheater Pforzheim, Schauspielhaus Salzburg, Theater des Kindes Linz uvm) und Dozent (städtische Musikschulen Buchen/Odenwald und Speyer) und spielte in diversen Jazz und Big-Band-Projekten.

2004/2005 gründete Müller die Musikgruppen „Blassportgruppe“ und „The Les Clöchards“, bei welchen er sowohl Musiker als auch Manager/Booker in Erscheinung trat. Mit der „Blassportgruppe“ war Axel an 4 Album-Releases beteiligt: „Vitamin BSG“ (Sounds Like Fun 2006), „Superblau“ (EP 2008), „Steil“ (Jazzhaus Records 2010), „Back in Blech“ (Connector Records 2013). Axel verließ die Band 2015.

Mit „The Les Clöchards“ tourte Axel von 2005 bis 2018 durch umfangreich durch Deutschland, Österreich, Frankreich, Polen, England, Schottland und Benelux und veröffentlichte fünf Alben: „Fearless & Dirty“ (2005), „Dirty but Nice“ (2007), „Nice Ör Never“ (2008). „Never Don’t Not“ (2013), „Not for Sail“ (2016). Axel verließ das Projekt 2019.

Seit der 1. Staffel (2014) von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX) ist Müller als Saxophonist, Flötist und Klarinettist Teil der Band „Groschs 11“, welche im Rahmen des Fernsehformats bis heute etwa 600 Titel mit vielen Sängern produziert hat.

Seit 2015 ist Müller Mitglied der Gregor Meyle Band und tritt dort an Saxophonen, Klarinetten, Flöten, Gitarren und Bass in Erscheinung. Müller ist an den Releases „Leichtigkeit des Seins“ (Meylemusic/Tonpool 2016), „Live 2015“ (Meylemusic/Tonpool 2016), „Hätt auch anders kommen können“ (Meylemusic/Tonpool 2018), „Absolut live“ (Meylemusic/Tonpool 2019), „Individualität“ (Meylemusic/Tonpool 2025) beteiligt gewesen.

Seit 2018 ist Müller Saxophonist, Gitarrist, Flötist und Klarinettist bei „Niedeckens BAP“ und auf den Releases „Live und Deutlich“ (Universal Music 2019), „Alles Fliesst“ (Universal Music 2020) und „Zeitreise / Live im Sartory“ (Universal Music 2025) vertreten.

Müller hat als Arrangeur und Studiomusiker an vielen Bläserarrangements/Recordings u. a. für Montez, Milow, Mark Forster, Sido, Clueso, Sasha, Söhne Mannheims, Mine, Urlaub in Polen, Michael Patrick Kelly, Christina Stürmer mitgewirkt.

Als Sideman/Hired Gun ist Müller u. a. für/mit Max Giesinger, Max Mutzke, Tedros Teclebrhan, den Heavytones, Friedrich Liechtenstein, Jazzanova, Howard Carpendale, Nena aufgetreten.

Axel Müller lebt als freischaffender Musiker in Mannheim.