Avani (Distrikt Kolar)
| Avani ಆವನಿ | ||
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| Staat: | Indien | |
| Bundesstaat: | Karnataka | |
| Distrikt: | Kolar | |
| Lage: | 13° 7′ N, 78° 20′ O | |
| Höhe: | 850 m | |
| Einwohner: | 3.077 (2011)[1] | |
| Avani – Ramalingeshwara-Tempel | ||
Avani (Kannada: ಆವನಿ) ist ein historisch bedeutsamer Ort mit rund 3500 Einwohnern im Distrikt Kolar im indischen Bundesstaat Karnataka.
Lage und Klima
Avani liegt ca. 30 km östlich von Kolar im Südosten Karnatakas auf dem Dekkan-Plateau in einer Höhe von ca. 850 m; nächstgrößere Stadt ist Mulabagilu (anglisiert Mulbagal, ca. 12 km nordöstlich). Das Klima ist meist warm; Regen (ca. 750–850 mm/Jahr) fällt fast nur in den sommerlichen Monsunmonaten.
Bevölkerung
Nahezu alle Einwohner sind Hindus; im Bezirk (mandal) wird mehrheitlich Kannada gesprochen.
Wirtschaft
Die Umgebung von Avani ist in hohem Maße landwirtschaftlich orientiert.
Geschichte
Das Gebiet um Avani gehörte im frühen Mittelalter zum Herrschaftsgebiet der Chalukyas von Badami und der Rashtrakutas; die älteste hier gefundene Inschrift stammt vom Ende des 4. Jahrhunderts. Die Tempel werden der hier im 10. Jahrhundert herrschenden Nolamba-Dynastie zugeschrieben.
Sehenswürdigkeiten
- Bedeutendste Sehenswürdigkeit von Avani ist die Ende des 10. Jahrhunderts entstandene und aus vier größeren und zwei kleineren Tempeln bestehende Gruppe des Ramalingeshwara-Tempelkomplexes. Die vier größeren Tempel sind den Hindu-Göttern Rama, Lakshmana, Bharata und Shatrughna geweiht. Jeder Tempel besteht aus einer maximal zwei Quadratmeter großen fensterlosen Cella (garbhagriha) und einer offenen oder geschlossenen Vorhalle (mandapa). Die unteren Partien aller Tempel sind gegliedert, aber weitgehend undekoriert; der horizontal mehrfach gestufte und in einer Art massiver „Schirmkuppel“ mit aufruhendem Kugelstab endende Turmaufbau (vimana) entspricht dem südindischen Dravida-Stil.
- Auf einem Granithügel beim Ort steht ein dem – im Ramayana und im Mahabharata kurz erwähnten – Bärenkömig Jambavat, einem Begleiter Ramas, geweihter Tempel. Auch die Göttinnen Sita und Parvati werden hier verehrt. Gemäß einer lokalen Überlieferung soll sich der Dichter Valmiki hier eine Zeit lang aufgehalten haben. Sita soll ihre Zwillingssöhne Lava und Kusha hier geboren haben.