Australian PGA Championship

BMW Australian PGA Championship
Text zum Bild: ehemaliges Logo (2020)
Informationen
Staat: Australien Australien
Tour(en): PGA Tour of Australasia
DP World Tour
veranstaltet seit: 1929
Austragungsort(e): Brisbane (seit 2021)
Course(s): Royal Queensland Golf Club
Länge in Yard: 7.085
Länge in Meter: 6.479
Par: 71
Spielform: Zählspiel
Preisgeld gesamt: 2.500.000 A$
Preisgeld für d. Sieger(in): 425.000 A$
normaler Termin (Monat): November–Dezember
Bestleistungen
Gesamtschlagzahl: (Name) (Jahr) 262 (Jediah Morgan) (2022)
unter Par: (Name) (Jahr) −22 (Peter Lonard) (2006)
−22 (Nick O’Hern) (2006)
−22 (Jediah Morgan) (2022)
häufigste(r) Sieger(in): Kel Nagle (6 Siege: 1949–1968)
Titelhalter(in)
Name: David Puig
Nationalität: Spanien Spanien
Titelhalter(in) seit: 2025

Die Australian PGA Championship (derzeitiger Sponsorname BMW Australian PGA Championship) ist ein professionelles Golfturnier, das jährlich in Australien ausgetragen wird. Es zählt zu den ältesten professionellen Golfturnieren des Landes und gehört zur PGA Tour of Australasia. Seit 2015 steht es (mit Ausnahme der COVID-Jahre) zudem auf dem Spielplan der DP World Tour (ehemals European Tour).[1]

Seit Beginn der Saison 2025 (November 2024) ist der deutsche Automobilhersteller BMW Titelsponsor des Turniers.[2]

Geschichte

Anfänge (1905–1963)

Der erste Vorläufer des Turniers geht auf das Jahr 1905 zurück, als der Australier Dan Soutar gewann.[1] In den ersten Jahrzehnten wurde das Turnier als reines Lochspiel-Event ausgetragen.[3]

Der Joe Kirkwood Cup, die heutige Trophäe des Turniers, wurde 1929 vom australischen Golfer Joe Kirkwood Sr. gestiftet. In jenem Jahr gewann Rufus Stewart die erste Austragung um diesen Pokal im Royal Adelaide Golf Club. Bis 1963 behielt das Turnier das Lochspiel-Format bei, wobei die Teilnehmerzahl auf die besten 16 Profis beschränkt war.[3][4]

Zählspiel-Ära (seit 1964)

Im Jahr 1964 wechselte das Format zum heute üblichen Zählspiel (Strokeplay) über 72 Löcher, um dem wachsenden Teilnehmerfeld gerecht zu werden. Lediglich 1973 kehrte man kurzzeitig zum Matchplay zurück.[3]

In den 1980er und 1990er Jahren gewann das Turnier international an Bedeutung. Legendäre Spieler wie Seve Ballesteros (Sieger 1981) und Greg Norman (Sieger 1984, 1985) trugen zur Popularität bei.[3] 1995 musste das Turnier aufgrund fehlender Sponsoren einmalig abgesagt werden.[5]

Moderne Ära und DP World Tour

Seit dem Jahr 2000 findet das Turnier fast ausschließlich in Queensland statt. Von 2002 bis 2011 war das Hyatt Coolum an der Sunshine Coast Austragungsort, gefolgt vom Royal Pines Resort an der Gold Coast (2013–2019).[3]

Um die internationale Relevanz zu steigern, war das Turnier von 2009 bis 2014 Teil der OneAsia Tour.[6] Seit 2015 ist es fester Bestandteil der DP World Tour, was dem Sieger eine Spielberechtigung für die europäische Tour garantiert.[7] Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde das Turnier 2020 abgesagt.[3] Die für Ende 2021 geplante Ausgabe wurde auf den Januar 2022 verschoben und als reines Event der PGA Tour of Australasia (ohne DP World Tour Status) ausgetragen.[8]

Seit der Saison 2023 (Austragung Ende 2022) ist das Turnier wieder auf dem Spielplan und dient häufig als Auftaktveranstaltung der neuen DP-World-Tour-Saison.

Austragungsorte

Das Turnier wurde auf verschiedenen Plätzen in ganz Australien gespielt, hat aber seit der Jahrtausendwende eine feste Heimat in Queensland gefunden:[3]

Siegerliste (Auswahl, seit 2017)

Hinweis: Die folgende Tabelle ist eine Auswahl jüngerer Austragungen; für die vollständige Liste siehe die offizielle Übersicht der PGA of Australia und von Golf Australia.[3]

Jahr Saison (DP World Tour) Sieger Nationalität Ergebnis Anmerkung
2025 2026 David Puig Spanien Spanien 266 (−18)
2024 2025 Elvis Smylie Australien Australien 199 (−14) Auf 54 Löcher verkürzt (Regen)[9]
2023 2024 Min Woo Lee Australien Australien 264 (−20)
2022 (Nov.) 2023 Cameron Smith Australien Australien 270 (−14) Dritter Sieg
2022 (Jan.) 2021 Jediah Morgan Australien Australien 262 (−22) Rekordvorsprung (11 Schläge); verschobenes Turnier von 2021[10]
2020 Kein Turnier Abgesagt wegen COVID-19
2019 2020 Adam Scott Australien Australien 275 (−13)
2018 2019 Cameron Smith Australien Australien 272 (−16) Titelverteidigung
2017 2018 Cameron Smith Australien Australien 270 (−18) Sieg im Playoff

Rekorde

  • Rekordsieger: Kel Nagle (6 Siege: 1949–1968), gefolgt von Bill Dunk (5 Siege).[3][11][12]
  • Niedrigster Score: 262 Schläge (−22) durch Jediah Morgan (Januar 2022, Royal Queensland).[10]
  • Größter Vorsprung: 11 Schläge (Jediah Morgan, Januar 2022).[10]

Einzelnachweise

  1. a b Australian PGA Championship History. In: ausgolf. Abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  2. BMW to extend global tournament roster in becoming title sponsor of the Australian PGA Championship. 3. Juli 2024, abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch, Pressemitteilung).
  3. a b c d e f g h i Past winners and history. In: golf.com.au. Golf Australia & PGA of Australia, abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  4. Big Golf Tournaments of the Year. In: Referee. Sydney, New South Wales 10. Juli 1929, S. 18 (englisch, gov.au [abgerufen am 1. Januar 2026]).
  5. SPORT Aust PGA directors cancel '95 title for want of sponsors, aim for '96. In: Canberra Times. Australian Capital Territory 17. August 1995, S. 20 (englisch, gov.au [abgerufen am 1. Januar 2026]).
  6. Fortinet Australian PGA Championship. In: ausgolf. Abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  7. History - BMW Australian PGA Championship 2026. In: europeantour.com. Abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  8. Australian PGA Championship postponed. 8. Dezember 2021, abgerufen am 1. Januar 2026.
  9. With this win: Elvis Smylie - BMW Australian PGA Championship. 24. November 2024, abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  10. a b c Tony Webeck: Morgan lays waste to field and Australian PGA history. In: pga.org.au. PGA of Australia, 16. Januar 2022, archiviert vom Original am 11. Dezember 2024; abgerufen am 1. Januar 2026 (englisch).
  11. golf.com.au listet nur 4 Siege, Zeitungsberichte bestätigen jedoch auch den Sieg 1966
  12. Don Lawrence: Dunk overcomes nerves to win. In: The Age. 14. November 1966, S. 12 (englisch, google.com).