Aus dem Böhmerwald

Aus dem Böhmerwald op. 68 (Ze Šumavy) ist ein Zyklus des tschechischen Komponisten Antonín Dvořák.

Hintergrund

Angeregt durch seinen Verleger Fritz Simrock begann Antonín Dvořák in September 1883 mit seinem neuen Zyklus für Klavier zu vier Händen. Inspiriert wurde er durch Šumava, einem ausgedehnten Gebirge und Walde in Südböhmen. Hier ging er mit Freunden wie Leoš Janáček. Die Librettistin Marie Červinková-Riegrová unterstützte den Komponisten bei der Namensgebung der einzelnen sechs Teile. Formal mit einer Dreiteiligkeit (ABA) relativ schlicht gehalten, stand hierbei der Ausdruck und die Stimmung im Vordergrund. Der Komponist bearbeitete später den bezauberndsten Teil des Zyklus, „Waldesruh“, für Cello und Klavier oder mit Orchesterbegleitung. Die ersten drei Teile des Zyklus wurden am 23. April 1884 in Prag uraufgeführt, wobei der Komponist selbst zusammen mit Karel Kovařovic am Klavier spielte. Sie wurden im selben Jahr von Simrock veröffentlicht.

Die Titel lauten:

  • In der Spinnstube (Na přástkách) (Allegro molto, D-Dur)
  • Am schwarzen See (U Černého jezera) (Lento, Fis-Dur)
  • Hexensabbat (Noc filipojakubská) (Molto vivace, B-Dur)
  • Auf der Wache (Na čekání) (Allegro comodo, F-Dur)
  • Waldesruh (Klid) (Lento e molto cantabile, Des-Dur)
  • Aus unruhigen Zeiten (Z bouřlivých dob) (Allegro con fuoco, a-Moll)