Auguste de Caulaincourt
August Johann Gabriel de Caulaincourt (franz.: Auguste-Jean-Gabriel de Caulaincourt, * 16. September 1777 in Caulaincourt; † 7. September 1812 bei Borodino) war ein französischer Divisionsgeneral.
Leben
De Caulaincourt entstammt einer alten Familie aus der Picardie. Seine Eltern waren Louis-Gabriel de Caulaincourt (15. November 1740 – 27. Oktober 1808), der am 24. April 1808 zum Comte de l’Empire ernannt wurde[1] und dessen Ehefrau Anne-Joséphine (geborene de Barandier de la Chaussé d’Eu; 1751–1830). Er folgte seinem Bruder Armand (1773–1827) in die französische Armee.
Am 23. Januar 1792 kam er als Seconde-Lieutenant in ein Kürassierregiment und wurde am 21. Januar 1796 Lieutenant im Ersten Regiment Karabinier, am 28. Februar 1796 kam er als Hauptmann in das Erste Dragoner-Regiment. Er nahm am Rheinfeldzug teil und kämpfte bei Stockach. Am 25. März 1799 zeichnet er sich im Gefecht bei Mulhenthal aus. Im Gefecht am St. Gothard wird er durch eine Lanze verwundet. Am Ende des Feldzuges wurde er zum Eskadronschef ernannt. Er kam nach Italien, wo er am 14. Juni 1800 bei Marengo kämpfte und verwundet wurde. Im Jahr 1804 wurde er Oberst und Adjutant des Marschalls Berthier. 1806 kam er als Oberstallmeister zum König von Holland Louis Bonaparte. Das Wetter in Holland tat seiner Gesundheit aber nicht gut und so wurde er als Minister-Plenipotentiaris nach Neapel geschickt. 1808 kehrte er zur Armee zurück und wurde zum Brigadegeneral ernannt. Er kam zur Armee nach Spanien und eroberte am 3. Juli 1808 Cuenca. 1809 wurde er Divisionsgeneral und danach Kommandeur aller Dragoner-Regimenter in Spanien. 1810 wurde er verwundet und musste sich in Paris erholen.
Im russischen Krieg von 1812 befehligte er einige Zeit das große Hauptquartier. In der Schlacht bei Borodino wurde er nach dem Tod Montbruns Kommandeur von dessen Kavalleriekorps. Bei dem Angriff auf die „Große Schanze“, eine entscheidende Stelle des Schlachtfeldes, griff mit seinen Schwadronen eine starke Batterie an. Er fiel jedoch kurz nachdem sie die Stellung eingenommen hatten.[2]
Literatur
- Hippolyte Bellangé: Die Generale der französischen Republik und des Kaiserreichs. C. B. Lorck, 1847, S. 406 (books.google.de).
- Caulaincourt (Auguste Jean Gabriel de). In: Karel Johan Reinier van Harderwijk (Hrsg.): Biographisch woordenboek der Nederlanden. Teil 3: C – Cys. J. J. van Brederode, Haarlem 1858, S. 276–277 (niederländisch, digitale-sammlungen.de, dbnl.org).
- J. Wackie Eysten: Caulaincourt (Auguste Jean Gabriël de). In: Petrus Johannes Blok, Philipp Christiaan Molhuysen (Hrsg.): Nieuw Nederlandsch Biografisch Woordenboek. Teil 3. N. Israel, Amsterdam 1974, Sp. 214 (niederländisch, knaw.nl / dbnl.org – Erstausgabe: A. W. Sijthoff, Leiden 1914, unveränderter Nachdruck).
Einzelnachweise
- ↑ Émile Campardon: Liste des membres de la noblesse impériale. S. 40 (französisch, books.google.de).
- ↑ Caulaincourt (Auguste Jean Gabriel de). In: Karel Johan Reinier van Harderwijk (Hrsg.): Biographisch woordenboek der Nederlanden. Teil 3: C – Cys. J. J. van Brederode, Haarlem 1858, S. 276–277 (niederländisch, digitale-sammlungen.de, dbnl.org – Hier ist fälschlich der 7. September 1813 als Todestag angegeben).