August Wollemann

Ernst August Wollemann (* 3. November 1862 in Klein Rhüden; † 20. November 1920)[1] war ein deutscher Lehrer, Geologe und Paläontologe.[2]

Leben

August Wollemann ging auf die Große Schule in Wolfenbüttel. Er studierte Naturwissenschaften, Mathematik und Erdkunde in Tübingen, Berlin und Würzburg. In Würzburg wurde er im Dezember 1886 in Geologie promoviert. Am 7. Juni 1890 bestand er die Oberlehrerprüfung in Bonn, wo er von 1887 bis 1891 als Assistent am paläontologischen Institut der Universität arbeitete. Im Anschluss wurde er Assistent am geologisch-mineralogischen Institut der Universität Gießen. 1897 wurde er Oberlehrer an der städtischen Oberrealschule in Braunschweig.

Er veröffentlichte Geographiebücher und eine Monographie über die Fossilien der Kreide von Lüneburg und befasste sich mit fossilen Mollusken der Kreide (mit vielen Erstbeschreibungen). Er war korrespondierendes Mitglied der Preußischen Geologischen Landesanstalt (PGLA).

Wollemann war aktives Mitglied des Vereins für Naturwissenschaft in Braunschweig.

Schriften

  • Zur Kenntniss der Erzlagerstätte von Badenweiler und ihrer Nebengesteine. Dissertation Universität Würzburg 1887.
  • Die Bivalven und Gastropoden des deutschen und holläandischen Neocoms. Abhandlungen der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt (Neue Folge) 31, 1900 (180 Seiten).
  • Die Fauna der Lüneburger Kreide. Abhandlungen der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt (Neue Folge) 37, 1902, S. 1–129.
  • Die Bedeutung und Aussprache der wichtigsten schulgeographischen Namen, Braunschweig: Scholz, 1905.
  • Die Bivalven und Gastropoden des norddeutschen Gaults (Aptiens und Albiens). Jahrbuch der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt und Bergakademie zu Berlin 27, 1906, S. 259–300.
  • Nachtrag zu meinen Abhandlungen über die Bivalven und Gastropoden der Unteren Kreide Norddeutschlands. Jahrbuch der Königlich Preussischen Geologischen Landesanstalt und Bergakademie zu Berlin 29, 1908, S. 151–193.
  • Die Völkerkunde im Unterricht an den höheren Schulen, Braunschweig: A.Graff 1910.

Literatur

  • U. Wahnschaffe und P. Zimmermann (Bearb.): Album des Herzoglichen Gymnasiums (der Herzoglichen Grossen Schule) zu Wolfenbüttel 1801–1903. Zweite Ausgabe, Wolfenbüttel 1903, S. 126–127.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Archiv Geologie Iberg (Memento vom 2. April 2015 im Internet Archive)
  2. Biographie nach Sven Sachs, Jahn Hornung, Mike Reich: Mosasauriers from Germany. A brief history of the first 100 years of research, Netherland Journal of Geosciences Foundation - Geologie en Mijnbouw, 94, 2014, S. 11