August Meyer (Oberst)
August Meyer (* 22. November 1777 in Anderten; † 12. April 1853 in Karlsruhe) war ein großherzoglich badischer Oberst[1] und Direktor des badischen Kadetteninstituts.
Leben
Er ging in hannoverische Dienste und kämpfte 1793 bis 1796 während des Ersten Koalitionskrieges in der holländischen Artillerie. Anschließend kam er zur fachlichen Ausbildung auf die Artillerieschule in Hannover. Als Kurhannover 1803 von den Franzosen besetzt wurden, wechselte er als Leutnant in badische Dienste. Dort kam er als Lehrer in die neu gegründete Schule für Offiziere und Unteroffiziere. Er unterrichtete Artilleriewissenschaft und Mathematik. Seine umfassenden Kenntnisse im Bereich der Ingenieurwissenschaften fielen auf und wurden im Feld benötigt. Im Vierten Koalitionskrieg verließ er die Artillerie und wurde als Ingenieur-Offizier in den Generalstab versetzt. Er war an vielen Kämpfen der Napoleonischen Kriege beteiligt. 1814 wurde er zum Major befördert.
Nach dem Krieg kehrte er als Lehrer der militärwissenschaftlichen Fächer und Mathematik zurück. Aber 1816 kam er in den Generalquartiermeisterstab und 1820 wurde er dann Direktor des neu gegründeten Kadetteninstituts. 1832 wurde das Institut geschlossen; Meyer kam als Oberst in die Militär-Studien-Kommission und war von 1835 bis 1837 deren Präses. Er wurde wegen Kränklichkeit pensioniert und starb 1853 in Karlsruhe.
1814 wurde er mit dem Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden ausgezeichnet.[2] 1834 erhielt er das Kommandeurskreuz 2. Klasse des Zähriger Löwenordens, der 1837 noch mit dem Eichenlaub dekoriert wurde.[3]
Literatur
- Friedrich von Weech, Badische Biographien, Band 2, S. 77f
- Bernhard von Poten, Geschichte des Militär-Erziehungs- und Bildungswesens in den Landen deutscher Zunge, S. 22