August Heinrich Stabenow
August Heinrich Stabenow (* 26. Januar 1841 in Schleswig; † 29. Oktober 1894) war ein preußischer Kommunalbeamter. Er war in den Jahren 1882 bis 1890 Bürgermeister der Bürgermeisterei Bensberg, heute Stadtteil von Bergisch Gladbach, in Nachfolge von Carl Hugo Adalbert Mund.[1][2]
Leben
August Heinrich Sophus Stabenow wurde als Sohn des Kaufmanns Carl August Stabenow (1808 bis 1883) und seiner Ehefrau Maria Caroline, geb. Petersen, verwitwete Martens (1800 bis 1882) in Schleswig, im damals dänischen Herzogtum Schleswig, geboren.[3]
Nach einer Tätigkeit als Buchhändler besuchte er 1864 die Königlich Dänische Infanterie-Kadetten-Akademie in Kopenhagen und wurde am 30. Mai 1864 zum Leutnant ernannt. 1865 trat er in die preußische Armee ein, der er bis 1879 als Offizier angehörte. Anschließend wurde er preußischer Zivilbeamter und in diesem Rahmen ab dem 1. Juni 1882 (11. Juli 1883) zum kommissarischen (definitiven) Bürgermeister von Bensberg ernannt.[4][5][6] Dieses Amt hatte er bis März 1890 inne. Er verzog danach nach Volberg (heute Hoffnungsthal). August Stabenow starb am 29. Oktober 1894 und wurde am 1. November in Volberg beerdigt.[7][8][9]
Familie
August Stabenow heiratete am 30. September 1874 in Köln-Deutz Margarethe Bruhn (geboren 1842) und nach deren Tod Maria Theresia Hubertine Tutt (1849–1935) im August 1883 in Bensberg.[10][11] 1918 wurde Bürgermeisterin a.D. Stabenow geb. Tutt in Bensberg für ihre langjährigen Verdienste für den Bensberger Frauen-Verein die Rote Kreuzmedaille verliehen.[12]
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Weiterführende Informationen | Archive in Nordrhein Westfalen. Abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Von den Bürgermeistern der Gemeinde Bensberg. In: Rechtsrheinischer Anzeiger (Beilage zum Kölner Lokal-Anzeiger). 9. Februar 1929, abgerufen am 10. Januar 2026.
- ↑ Stammbaum August Heinrich Sophus Stabenow auf FamilySearch, abgerufen am 10. Januar 2026
- ↑ Ernennung von Leutnant a.D. Stabenow zum kommissarischen Bürgermeister von Bensberg zu, 1. Juli 1882. In: Bensberg-Gladbacher Anzeiger. 24. Juni 1882, abgerufen am 10. Januar 2026.
- ↑ Ernennung von Leutnant a.D. Stabenow zum definitiven Bürgermeister von Bensberg zum 11.7.1883. In: Bensberg-Gladbacher Anzeiger. 18. Juli 1883, abgerufen am 10. Januar 2026.
- ↑ Reserveofficers-Aspirantskolen for Infanteriet 1864. In: Danish Genealogical Society (Hrsg.): Danskernes Historie Online. Nielsen und Lydiche, Kopenhagen 1904 (slaegtsbibliotek.dk [PDF]).
- ↑ Bürgermeister a.D. Stabenow verlegte am 1.7. seine Wohnung nach Hoffnungsthal. In: Bensberg-Gladbacher Anzeiger. 18. Juli 1894, abgerufen am 10. Januar 2026.
- ↑ Auktion zum Mobiliar der Wohnung Stabenow in Bensberg, 9.4.1890. Bensberg-Gladbacher Anzeiger, 2. April 1890, abgerufen am 10. Januar 2026.
- ↑ Todesanzeige August Stabenow, 29.10.1894. In: Bensberg-Gladbachr Anzeiger. 31. Oktober 1894, abgerufen am 10. Januar 2026.
- ↑ Stammbaum August Heinrich Stabenow. In: FamilySearch. Abgerufen am 7. Januar 2026.
- ↑ Stammbaum August Heinrich Stabenow auf Ancestry
- ↑ Rote Kreuzmedaille für Frau Bürgermeister a.D. Stabenow, 5.10.1918. In: Bensberger Volkszeitung. 5. Oktober 1918, abgerufen am 10. Januar 2026.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Carl Hugo Adalbert Mund | Bürgermeister von Bensberg 1882–1890 | Karl Joseph Rausch |