Auferstehungskirche (Heidelberg)
Die Auferstehungskirche ist eine evangelische Kirche im Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund. Die Kirche wurde 1949/50 nach Plänen von Hermann Hampe und Hans-Joachim Maurer errichtet und steht unter Denkmalschutz.[1]
Geschichte
Die Siedlung Pfaffengrund wurde ab 1919 angelegt. 1924/1925 errichtete die evangelische Gesamtkirchengemeinde Heidelberg ein Gemeindehaus als Gegenstück zum Schulhaus (heutige Stauffenberg-Schule), das zunächst auch für Gottesdienste genutzt wurde.[2] 1936, zeitgleich mit den Planungen für die katholische Kirche, begannen die Vorbereitungen für einen Kirchenbau. 1938 erstellte Hermann Hampe mit Hans-Joachim Maurer einen Entwurf, der wegen des Zweiten Weltkriegs erst 1949/50 in wenig veränderter Form umgesetzt wurde. Ursprünglich sollte die Kirche in der Achse von der Schule zum Gemeindehaus liegen, sie wurde jedoch versetzt auf dem nördlich anschließenden Grundstück gebaut.[1] Am 18. April 1949 wurde der Grundstein gelegt, am 12. März 1950 wurden die Glocken geweiht, am 10. April erfolgte die Einweihung durch Landesbischof Julius Bender.[3]
Beschreibung
Die Kirche ist von einer Grünanlage mit ummauertem Vorhof umgeben. Der Bau in strengen, sachlichen Formen mit eingezogenem Chor ist am traditionellen Schema der dreischiffigen, flachgedeckten Basilika orientiert. Mit dem hohen, seitlich eingestellten Chorturm hebt er sich deutlich vom Notkirchenprogramm dieser Zeit ab. Noch während der Bauzeit wurde der Turm um 3 Meter erhöht. Während der Backsteinbau außen hell verputzt ist, zeigt der Innenraum den dunklen Backstein mit weißer Ausfugung als Sichtmauerwerk. Der Raum wird von einer dunklen Holzbalkendecke überspannt. Gemauerte Pfeiler mit Werksteinquadern trennen die seitenschiffartigen Korridore vom Hauptraum. Ein romanisch inspirierter Triumphbogen trennt den Chor ab, in dem sich ein großes hölzernes Altarkreuz befindet, das mit der Darstellung von Lichtstrahlen an die österliche Sonne erinnert. Das runde Glasfenster an der Westseite wurde von Markus von Gosen entworfen und zeigt das Weihnachtsgeschehen.[1]
Literatur
- Hans Gercke: Kirchen in Heidelberg. Schnell und Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2413-8, S. 88–89.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c Kulturdenkmale der Bau- und Kunstdenkmalpflege in Baden-Württemberg im Geoportal Baden-Württemberg
- ↑ Unser Stadtteil. Stadtteilverein Heidelberg-Pfaffengrund e.V., abgerufen am 23. Dezember 2025
- ↑ Zeittafel zur Heidelberger Geschichte ab 1945. Heidelberger Geschichtsverein, abgerufen am 23. Dezember 2025
Koordinaten: 49° 24′ 4″ N, 8° 38′ 55,4″ O