Audi BKK

Audi BKK
Sozialversicherung Gesetzliche Krankenversicherung
Kassenart Betriebskrankenkasse
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründung 1894
Zuständigkeit Deutschland Deutschland
Sitz Ingolstadt
Vorstand Anja Schramm (Vorsitz),
Dirk Lauenstein
Verwaltungsrat Jörg Schlagbauer,
Wolfgang Fueter[1]
Aufsichtsbehörde Bundesamt für Soziale Sicherung
Versicherte 800.000[2]
Geschäftsstellen 28
Mitarbeiter rund 900[2]
Website www.audibkk.de

Die Audi BKK ist eine Betriebskrankenkasse mit Sitz in Ingolstadt. Sie ist seit dem 1. April 2010 für ganz Deutschland geöffnet.

Struktur

Die Audi BKK mit rund 900 Mitarbeitenden und etwa 800.000 Versicherten (Stand beides: April 2025)[3] verfügt über 28 Geschäftsstellen an allen Produktionsstandorten der Marken Volkswagen, Audi und MAN Truck & Bus sowie in Neuburg an der Donau, Singen (Hohentwiel), Helmstedt, Gifhorn, Neumarkt i.d.OPf., Augsburg, Ebern, Coburg, Nürnberg, München, Neunkirchen (Siegerland) und Eichstätt.[2][4]

Entwicklung

Im Jahr 2010 fusionierte die Audi Betriebskrankenkasse, heute kurz Audi BKK, mit der BKK FTE. Die Versichertenzahl stieg um rund 100.000 auf 359.000. In der Folge konnte die Audi BKK weiterhin hohe Versichertenzuwächse verzeichnen. Im Jahr 2012 stieg die Zahl der Versicherten durch Fusion mit der BKK MAN und MTU München von bereits 452.000 auf 515.000. 2019 sind mehr als 715.000 Menschen bei der Audi BKK versichert.

Finanzen

Der Zusatzbeitragssatz beträgt im Kalenderjahr 2025 2,40 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens. Im Dezember 2025 gab die Körperschaft öffentlichen Rechts bekannt, dass dieser ab Januar 2026 auf 2,6 Prozent steigen wird.[5]

Im Kalenderjahr 2024 standen den Einnahmen (Grundzuweisungen aus dem Gesundheitsfonds, dem Zusatzbeitrag und sonstigen Einnahmen) in Höhe von 2.677.550.637,97 Euro, Ausgaben in Höhe von 2.834.672.517,40 Euro gegenüber. Die Kasse erwirtschaftete somit ein Defizit in Höhe von 157 Millionen Euro. Das Kassenvermögen je Versicherten verringerte sich innerhalb eines Geschäftsjahres von 242,70 Euro (31. Dezember 2023) auf 32,86 Euro (31. Dezember 2024).[6]

Geschichte

Die Geschichte der heutigen Audi BKK ist eng mit der industriellen Entwicklung der Audi AG verbunden und hat daher ihren Ursprung bereits im Jahre 1894:

Jahr Ereignis
1894 bis 1914 Gründung der Fabrik-Krankenkasse der Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik, später Umbenennung in Betriebskrankenkasse NSU Motorenwerke AG
1972 Umbenennung in Audi NSU
1978 Umbenennung in Betriebskrankenkasse Audi NSU Auto Union AG Werk Neckarsulm
1990 Umbenennung in Audi Betriebskrankenkasse Neckarsulm; Gründung einer zweiten Audi Betriebskrankenkasse in Ingolstadt
2000 Fusion der beiden Audi Betriebskrankenkassen zur einheitlichen Audi Betriebskrankenkasse, Ingolstadt
2003 Aufnahme der BKK Hosokawa-Alpine, Augsburg
2004 Aufnahme der BKK Eberle, Augsburg
1. Januar 2006 Aufnahme der BKK der Alcan Singen GmbH, Singen
1. April 2010 Aufnahme der BKK FTE, Wolfsburg
19. Januar 2011 Rückwirkend zum 1. April 2010 wird der Name verkürzt auf nur:[7] Audi BKK
1. Januar 2012 Aufnahme der BKK MAN und MTU München
2019 Jubiläum 125 Jahre Audi BKK
1. Januar 2023 Aufnahme der betriebsbezogenen BKK Stadt Augsburg, Augsburg

Einzelnachweise

  1. [1] In: audibkk.de. Abgerufen am 13. Dezember 2023.
  2. a b c Im Wandel der Zeit: die Audi BKK und ihre Historie In: audibkk.de. Abgerufen am 4. April 2025.
  3. Historie. Abgerufen am 4. April 2025.
  4. Service-Center der Audi BKK in Eichstätt eröffnet, auf www.audibkk.de (Memento vom 15. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 26. Oktober 2015.
  5. Um 0,2 Prozent: Audi-BKK in Ingolstadt hebt Zusatzbeitrag für 2026 an. 16. Dezember 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.
  6. Geschäftsbericht. Abgerufen am 16. Dezember 2025.
  7. @1@2Vorlage:Toter Link/www.audibkk.deÖffentliche Bekanntmachung (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2018. Suche in Webarchiven) auf www.audibkk.de (PDF)

Koordinaten: 48° 44′ 48,7″ N, 11° 28′ 34,5″ O