Asphalt-Cowboys
| Fernsehserie | |
| Titel | Asphalt-Cowboys |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahre | seit 2012 |
| Episoden | 116 in 14 Staffeln |
| Produktionsunternehmen | Preview Production GbR |
| Erstausstrahlung | 16. Okt. 2012 auf DMAX |
Asphalt-Cowboys ist eine Doku-Reihe des Senders DMAX, die sich mit dem Leben von Fernfahrern befasst. Hauptdarsteller der ersten Stunde waren Andreas Schubert, Marten Nottelmann und Piet Hackmann. Als Sprecher fungierte der Sänger Gunter Gabriel, der dann, nach seinem Tod, ab der 7. Staffel durch Gunter Schoß ersetzt wurde.[1] Head-Autoren sowie Producer der Sendung waren Till Schönecker (Staffel 1-2), Sonja Valesca Büker (Staffel 3-11) und Julia Bauer (seit Staffel 12).
Ausstrahlung
Die Serie startete am 16. Oktober 2012 auf dem deutschen Sender DMAX. Bislang wurden 116 Episoden in vierzehn Staffeln ausgestrahlt.
Gezeigt wird der Alltag von Fernfahrern mit ihren LKW in episodischen Filmen, in Folgen zu je 45 Minuten Länge.
Anfangs wurden die Fuhrunternehmer Andreas Schubert vom Tegernsee und Marten Nottelmann aus Dithmarschen sowie „Beton-Kutscher“ und Musiker Piet Hackmann aus dem Emsland auf ihren Touren begleitet. Nach und nach kamen weitere Fahrer hinzu und andere verließen das Format.
Fahrer
Gezeigt wurde der Alltag des LKW-Fahrers anhand von Alltagssituationen. Hier wurden gleich Rollenbilder geprägt.
- Andreas Schubert, der Spediteur mit besonderer Vorliebe für Italien-Touren und Scania-V8-Showtrucks. Durch seine markanten Sprüche, Regierungskritik und seiner „Verachtung“ für alles, was keinen V8-Motor hat, polarisierte Schubert sehr stark.
- Marten Nottelmann, zu Beginn der Serie ein junger Familienvater und Spediteur, der die Firma von Vater Otto übernommen hatte und mit diesem zeitweise auch gemeinsam Touren fuhr.
- Piet Hackmann, ein Fahrer alter Schule, der seit 1979 hinterm Steuer sitzt, fiel nicht nur durch sein Erscheinungsbild (sehr lange Haare und Cowboystiefel) auf, sondern auch durch seine Vorliebe zur Musik. Durch diese verband ihn während der Dreharbeiten eine besondere Freundschaft zu Sprecher Gunter Gabriel.
Im Laufe der Sendung kamen immer wieder neue Fahrer hinzu, z. B.
- Thorsten Eckert, selbstständiger Holzfahrer aus der Rhön.
- Mike Cohnen, genannt Big Mike, angestellter Fahrer aus Witten, der zuerst einen Actros MP3 fuhr und später einen Renault-T-Showtruck, aufgebaut von der Firma Dietrich in Wenden-Gerlingen. Freund von Daniel Schewe.
- Daniel Schewe, Spediteur aus Hagen und Schweden- bzw. Nordeuropaspezialist der Serie. Zu Beginn seiner Zeit im Fernsehen fuhr er einmal pro Woche selbst mit dem LKW nach Schweden. Im Rahmen der Serie unternahm er eine dreiwöchige Tour nach Israel. Mittlerweile führt er zusammen mit seinem Bruder eine Spedition.
- Monika Mast, später verheiratete Notter, aus dem Schwarzwald, erste Frau bei den Asphalt-Cowboys. Erst angestellte Fahrerin, später selbstständig.
- Florian Steinhäuser aus dem Rheinland. Zunächst angestellt für eine österreichische Großspedition und regelmäßig im Vereinigten Königreich unterwegs, später mit einem Tankauflieger im deutschen Nahverkehr.
- Dieter Lynen, Inhaber einer führenden, auf Transporte nach Mallorca spezialisierten Spedition mit Hauptsitz in Aldenhoven bei Aachen.
- Marc Panzer, Spediteur aus Ratingen.
- Joe Flege, Hamburger Fahrer, der vor Jahren nach Winnipeg in Kanada auswanderte und als selbstständiger Owner operator durch Nordamerika fährt.
- Christina Scheib, selbstständige Fahrerin vom Tegernsee.
- Jens Lindner, angestellter Fahrer aus Leisnig in Sachsen, der zunächst mit einem Planenauflieger Möbel im Nahverkehr fuhr und später auf Silofahrzeuge, ebenfalls im Nahverkehr, umstieg.
- Matthias Hölzle, genannt Tschumbbl, angestellter Fahrer, der erst im Kühler-Fernverkehr fuhr und nach einem Speditionswechsel auch auf Schubboden umstieg.
Außerdem wurden zeitweise besondere Fahrten, wie beispielsweise ein Sachspendentransport nach Litauen durch einen Verein aus Hamm oder ein Zirkusumzug von Köln nach Düsseldorf, näher beleuchtet.
Kritik
Obwohl klar als Reality-TV und Unterhaltung gekennzeichnet, geriet das Format über die Jahre immer wieder in die Kritik. Hierbei bemängelten gerade fachkundige Zuschauer die starken Unterschiede zwischen Realität und Fernsehen. So wurde bemängelt, dass zwar angedeutet wird, wenn es bei einem Kunden Probleme gibt, was dies jedoch für den Arbeitstag bedeutet, wurde fast nie thematisiert.
Auch das Verhalten der Fahrer stand oft in der Kritik. Hier vor allem, dass besonders in den frühen Staffeln der Serie häufig ohne Gurt gefahren wurde, dass ohne Schuhe gefahren wurde oder Darsteller Piet Hackmann seine Beine beim Fahren auf der Fahrertür „ausruhte“.
Auch Spediteure äußerten ihr Unverständnis, wenn in Folgen beispielsweise 60 Kilometer Umweg gefahren wurde, nur um einen Lieblingsplatz zu sehen. Hier wurde bemängelt, dass dieser Umweg offensichtlich vom DMAX bezahlt wurde, da ein solcher sonst nicht rentabel sei. Ähnliche Kritik gab es bei anderen Formaten, wie z. B. den Trucker Babes.
Spin-Offs
Als Spin-Offs der Serie entstanden die Formate Asphalt-Cowboys: Polen sowie Asphalt-Cowboys – Ladies on Tour. Anlässlich des Todes von Andreas Schubert im Juli 2020 zeigte DMAX eine Spezialfolge Asphalt-Cowboys: Für Schubi.
DVD-Veröffentlichung
Die ersten vier Staffeln wurden auf DVD veröffentlicht.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ lifePR (c) 2002-2021: On the road again: Neue Folgen der "Asphalt-Cowboys" exklusiv auf DMAX, Discovery Communications Deutschland GmbH & Co. KG, Pressemitteilung - lifePR. Abgerufen am 17. Juni 2021 (deutsch).