Aschbach (Gemeinde Mariazell)
| Aschbach (Rotte) Ortschaft Katastralgemeinde Aschbach | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Bruck-Mürzzuschlag (BM), Steiermark | |
| Gerichtsbezirk | Bruck an der Mur | |
| Pol. Gemeinde | Mariazell | |
| Koordinaten | 47° 40′ 11″ N, 15° 20′ 8″ O | |
| Höhe | 846 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 51 (1. Jän. 2025) | |
| Gebäudestand | 34 (31. Oktober 2011) | |
| Fläche d. KG | 171,32 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 8634 Mariazell | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 14364 | |
| Katastralgemeindenummer | 60401 | |
| der Hochofen | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk | ||
Aschbach ist eine Rotte, eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der österreichischen Stadtgemeinde Mariazell mit 51 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025[1]).
Geschichte
Der Hochofenstock ist eines der wenigen Zeugnisse der montanistischen Geschichte der Gemeinde Gußwerk, das sich noch in einem relativ guten baulichen Zustand befindet. Beim Hochofenstock in Aschbach handelt es sich um einen in Steinmauerwerk errichteten Turm mit einer annähernd quadratischen Grundrissform. Es ist dies der letzte Rest der Marienhütte, in der das beim Bergbau Sohlen ([2]) am Niederalpl gewonnene Erz verhüttet wurde.[3]
Nach der Auflassung des alten Hochofens am Niederalpl erbaute Anton Fischer, der Alleinbesitzer der Marienhütte, im Jahre 1850 die Marienhütte. Der neue Hochofen war 12,6 m hoch und hatte eine Tagesleistung von fünf bis sieben Tonnen Eisen. Im Hochofen war der Winderhitzer eingebaut. Das Gebläse wurde mit Wasserkraft angetrieben. Der Hochofen erzeugte Weißeisen und das Eisen für einfache Güsse des Eigenbedarfes. Der Hochofen in Aschbach wurde im Mai 1891 ausgeblasen.
In den 1990er-Jahren wurde er für damals 1,4 Millionen Schilling restauriert.
1908 wurde die Gemeinde von Aschbach auf Gußwerk umbenannt. 1983 wurde die Volksschule aus Mangel an Schülern aufgelassen.
Besondere Bauwerke
| Name | Standort | Beschreibung |
|---|---|---|
| Hochofenstock | bei Aschbach 15 | Der Hochofenstock ist der letzte noch sichtbare Rest der 1850 errichteten Marienhütte. Es handelt sich um einen annähernd quadratisch errichteten Turm aus Steinquadern, der bis 1891 in Betrieb war. |
| Ehem. Arbeiterwohnhaus | Aschbach 20 | Wohnhaus für die Arbeiter der Marienhütte. |
| Landhaus | Aschbach 22 | |
| Gasthof Bieber | Aschbach 9 | |
| Landsitz Familie Trauttenberg | Aschbach 2 |
Literatur
- Wihelm Schuster, Hans Jörg Köstler: Die letzten vier Jahrzehnte der Eisenhütten in bzw. bei Gusswerk und des Hochofenwerkes in Aschbach nach dessen Übernahme durch das Arär 1859. In: res montanarum 49/2010. Abgerufen am 6. Januar 2026.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bergbaurevier Sohlenalm. In: GeoSphere Austria. Abgerufen am 6. Januar 2026.
- ↑ Hochofenstock auf mariazell.at