Arthur Krause (Lehrer)

Arthur Julius Krause (* 29. Januar 1882 in Leipzig; † 30. Oktober 1972 ebenda) war ein deutscher Gymnasiallehrer.[1][2][3] Er unterrichtete Mathematik und Physik in Leipzig.

Leben

Krause besuchte eine Leipziger Bürgerschule und kam 1892 in die Sexta des Städtischen Realgymnasiums. Ostern 1901 bestand er die Reifeprüfung. Er studierte an der Universität Leipzig Mathematik, Physik und Astronomie. Zum Rektorwechsel, am 31. Oktober 1904, wurde ihm, für eine Abhandlung zur geometrischen Optik, der 1. Preis der philosophischen Fakultät verliehen. Am 29. Mai 1905 bestand er die Staatsprüfung für das höhere Lehramt.[4]

Mit einer Doktorarbeit zur Kollektivmaßlehre wurde er am 24. Juli 1905 zum Dr. phil. promoviert.[5][6] Einer der beiden Gutachter war Heinrich Bruns.

Für das Probejahr wurde er durch Ministerialverordnung vom 15. Juni 1905 der städtischen Nikolaischule zu Leipzig zugewiesen, der ersten Bürgerschule Leipzigs, die sich gegenüber der Nikolaikirche befindet. Zusätzlich war er von 1905 bis Februar 1907 als Assistent an der Kgl. Universitätssternwarte Leipzig tätig.[2] Dort befasste er sich mit einem nach Theodor Brorsen benannten Kometen.[7] Im Jahr 1906 wurde er zunächst als nichtständiger Gymnasiallehrer an der Nikolaischule[4] angestellt, wo er später als Studienrat tätig war.[3]

Nach dem Leipziger Adressbuch von 1936 wohnte er als „Dr. phil., Prof., Studienrat“ in der Reitzenhainer Str. 189. 1943 war die Anschrift Wachauer Str. 7 II. Die Jahre 1944–1947 sind nicht nachgewiesen. Als er bereits im Pensionsalter war, war er für 1948 und 1949, wieder in der Wachauer Str. 7 wohnhaft und als „Schriftsteller“ verzeichnet.[1] Zu der Zeit war er im Pensionärsalter.

Für den ab 1917 in Leipzig ansässigen Hersteller von Globen Räth entwarf er sowohl Globen als auchHimmelsgloben.[8] 1952 gab er für die Volkshochschule Leipzig Anfängerkurse in astronomischen Beobachtungen.[9]

Werke

Signaturen in den Sammlungen vom Schulmuseum – Werkstatt für Schulgeschichte Leipzig

  • Die Sonne. Leipzig 1911.
  • Statistische Geographie – Tabellen aus allen Gebieten der physikalischen und politischen Erdkunde, über Verkehrswesen, Handel und Gewerbe, Heer und Marine. Leipzig 1914. [B15-1117-11785]
  • Finsternisse. Leipzig 1918.
  • Neuer Handels- und Verkehrsglobus, 1:38 600 000. Verlag Paul Räth, Leipzig 1920.
  • Die Sternwelt. Anleitung zu Himmelsbeobachtungen mit bloßem Auge, mit Fernglas und Fernrohr. Leipzig 1923.
  • Die Astrologie – Entwicklung, Aufbau und Kritik. Leipzig 1927.
  • Erde und Globus. Leipzig 1935.
  • Himmelskunde für Jedermann. Leipzig 1941–1958.
  • Erläuterung zu Räths Himmelsglobus. Leipzig 1952, 1958. [B32-545-27764]
  • Die Sonnenfinsternis vom 30. Juni 1954. In: Urania Universum. Band 1, 1955, S. 273–282.
  • Ein Blick umfasst die ganze Welt. In: Urania Universum. Band 3, 1957, S. 102–105.
    • Astronomía para todos. Barcelona 1960.
  • Der physikalische Erdglobus, 8. Auflage. Verlag Paul Räth, Leipzig 1961. [B32-574-41149]

Einzelnachweise

  1. a b Standesamt Leipzig Südost, Nr. 1521/1972 (Stadtarchiv Leipzig)
  2. a b Astronomie in Leipzig, S. 91
  3. a b Leipziger Lehrerverzeichnis von 1936
  4. a b Kösslers Lehrerlexikon
  5. Dissertation: Studien über das Verhalten der Taschenuhren [1]
  6. Promotionen aller Fakultäten von 1810 bis 1991 (Memento vom 3. April 2017 im Internet Archive)
  7. A. J. Krause: Definitive Bahnbestimmung des Kometen 1846 VII (Brorsen).
  8. Himmelsglobus von Prof. Dr. A. Krause. Wurzen, abgerufen am 27. November 2025
  9. Volkshochschule Leipzig (1952)