Arthur Aeschbacher

Arthur Aeschbacher (* 3. April 1923 in Genf; † 10. Oktober 2020 in Paris) war ein Schweizer Maler und Grafiker.[1]

Leben

Arthur Aeschbacher wurde 1923 in Genf geboren. Von 1941 bis 1944 erhielt er seine künstlerische Ausbildung an der École des Beaux-Arts in Genf. 1948 zog er nach Paris, wo er bis 1950 an der Académie Julian studierte. Er blieb dauerhaft in Paris ansässig. Arthur Aeschbacher arbeitete zunächst in Öl, wandte sich jedoch ab etwa 1959 den Affichisten des Nouveau Réalisme zu.[1]

Werk

Arthur Aeschbacher wurde vor allem durch seine Collagen „éclatés d’affiches déchirées“ bekannt, die eine bildhafte, der Malerei angenäherte Wirkung erzielen. In seinen späteren Arbeiten verwendete er häufig Buchstaben als dominierende Bildelemente und integrierte ungewöhnliche Materialien, wie beispielsweise Rollos, in „Store-Surface“ (1973). In seinen Werken sind Anregungen durch kubistische Collagen sowie durch Josef Albers erkennbar. Neben Malerei und Collagen gestaltete Aeschbacher auch Lithografien und Tapisserien, darunter Pas un nuage (1965). Seine Arbeiten befinden sich unter anderem im Musée National d’Art Moderne in Paris sowie im Cabinet des Estampes der Bibliothèque Nationale.[2]

Arthur Aeschbacher stellte regelmäßig aus, darunter in Paris (1951 Galerie L’Étoile Scellée, 1958 Galerie C. Allendy, 1961 Galerie M. Dupuis, 1965 Galerie P. Facchetti, 1973 Galerie Germain), in Brüssel (1975 Galerie J. Damase) und in Vaduz (1976 Centre d’Art et de Communication). Er war außerdem an zahlreichen Gruppenausstellungen beteiligt, darunter 1964 im Musée des Arts Décoratifs (50 ans de collage), 1972 im Grand Palais (31 artistes suisses), 1976 im Musée d’Art Moderne (Boîtes) sowie 1978 in Rennes und in Malmö.[1]

Literatur

  • Aldo Catena: Le marché de Paris, Turin, 1966.
  • Jean Peignot: Opus International, Paris, 1974.
  • Jean-Baptiste Lebrun: XXe Siècle, Paris, 1975.
  • Alain Jouffroy: Rétrospective. 15 ans de collages éclatés, Brüssel, 1975.
  • LZSK: Lexikon der zeitgenössischen Schweizer Künstler, Zürich, 1981.
  • Katalog: L’Estampe contemporaine à la Bibliothèque Nationale, Paris, 1973.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris, 2006.

Einzelnachweise

  1. a b c Emmanuel Bénézit: : Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris 2006.
  2. 10px: Arthur Aeschbacher • Galerie Klaus Braun Stuttgart. In: Galerie Klaus Braun Stuttgart. 19. Dezember 2023, abgerufen am 7. Dezember 2025 (britisches Englisch).