Arnold Albrecht (Politiker)
Johann August Arnold Albrecht (geboren 7. Dezember 1773 in Hildesheim; gestorben 15. Februar 1844 ebenda) war ein deutscher Jurist und erster Hildesheimer Bürgermeister.[1]
Leben
Arnold Albrecht wurde als Mitglied der seit dem 15. Jahrhundert in Höxter nachweisbaren sogenannten „Hübschen Familie“ Albrecht während der Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover im Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg geboren. Am 17. Oktober 1792 schrieb er sich als Student an der Georg-August-Universität in Göttingen ein und wurde schon gut drei Jahre später zum hochfürstlichen Hildesheimer Regierungsadvokaten ernannt. Während der Koalitionskriege gegen die Truppen von Napoleon Bonaparte wirkte er ab November 1802 als Königlich Preußischer Regierungs-Referendar bei der Hildesheimer Regierungsdeputation, ab dem 21. August 1805 als Stadtgerichts-Assessor.[1]
Nach der Besetzung Hildesheims durch die französische Armee übernahm er die Aufgaben eines Königlich Westphälischen Tribunalrichters, bevor er nach der Gründung des Königreichs Hannover am 29. April 1815 zum Königlich Hannoverschen Justizrat ernannt wurde. Ebenfalls ab 1815 und durchgehend bis 1843 wirkte Albrecht sowohl als erster Bürgermeister der Stadt Hildesheim als auch als Direktor des Hildesheimer Stadtgerichts.[1]
Unterdessen hatte Arnold Albrecht am 10. Juli 1818 in Hildesheim Sophie Antoinette Baumeister (Sophie Antoinette Karoline Baumeister; geboren 20. Januar 1793 in Hildesheim; gestorben 9. September 1875 ebenda) geheiratet, Tochter des hochfürstlich Hildesheimischen Kommerzienrats August Wilhelm Baumeister. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor; der spätere Landrat Arnold Albrecht (Karl Wilhelm Arnold Albrecht; 1821–1886), der später in Berlin tätige Kaufmann Hermann Arnold (Hermann Karl Philipp Arnold; 1824–1876) sowie der spätere Jurist und Politiker Siegfried Wilhelm Albrecht (1826–1896).[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d Bernhard Koerner (Hrsg.): Genealogisches Handbuch Bürgerlicher Familien, ein deutsches Geschlechterbuch, Druck und Verlag von C. A. Starke, Görlitz 1910, passim, v. a. S. 58; Google-Books