Ariadne (Schiff, 1902)
| Die Ariadne vor dem Ersten Weltkrieg
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Die Ariadne, auch HMS Ariadne, war ein Geschützter Kreuzer der Diadem-Klasse der britischen Royal Navy, der von 1902 bis 1917 in Dienst stand. In der Venezuela-Krise war sie das Flaggschiff von Vizeadmiral Archibald Lucius Douglas (1842–1913). Im Ersten Weltkrieg wurde sie zum Minenkreuzer umgebaut und 1917 durch UC 65 versenkt.
Geschichte
Die Einheiten der Diadem-Klasse wurden als Handelsstörer konstruiert und dienten vorzugsweise auf außereuropäischen Auslandsstationen.
Die Ariadne war nach ihrer Fertigstellung zuerst Teil der Reserve und diente ab 1902 als Flaggschiff von Vizeadmiral Sir Archibald Lucius Douglas, dem Commander-in-chief der North America and West Indies Station. Ab Dezember 1902 wurde die Ariadne im Zuge der Venezuela-Krise in der Seeblockade Venezuelas eingesetzt und operierte von Port of Spain in der britischen Kolonie Trinidad und Tobago aus. An Kampfhandlungen war sie nicht beteiligt.
1913 wurde sie als Schulschiff für Heizer umgebaut. Im Ersten Weltkrieg wurde sie 1917 zum Minenleger umgebaut. Am 26. Juli 1917 wurde sie mit 400 Seeminen an Bord bei Beachy Head durch das Unterseeboot UC-65 unter der Führung von Otto Steinbrinck torpediert und kenterte, nachdem ein zweiter Torpedo das Schiff traf. Ein Großteil der Besatzung konnte durch Hilfsschiffe wie Fischdampfer gerettet werden. 38 Besatzungsmitglieder fielen. Aufgrund ihrer Funktion als Minenleger war die Besatzung stark reduziert worden.
Die Abbrucharbeiten am Wrack begannen in den frühen 1920er Jahren wurden mit Unterbrechungen bis in die 1980er Jahre fortgeführt. Reste des Wracks sollen bis in die Gegenwart verstreut vorhanden sein, unter denen sich eventuell auch noch nicht explodierte Seeminen befinden.
Literatur
- B. Weyer (Hg.): Taschenbuch der Kriegsflotten, XV. Jahrgang 1914, München (J. F. Lehmann´s Verlag) 1914, Reprint Koblenz (Bernard & Graefe Verlag) 1983, S. 40f., 208, 370.
- Kontreadmiral z. D. Scheder-Bieschin: Die Blockade von Venezuela 1902/03. Ein Gedenkblatt nach 25 Jahren, in: Marine-Rundschau, Nr. 32, 1927, S. 542–558.