Arginin

Strukturformel
Strukturformel von L-Arginin, dem natürlich vorkommenden Enantiomer
Allgemeines
Freiname Arginin[1]
Andere Namen
Summenformel
  • C6H14N4O2 (Arginin)
  • C6H14N4O2·HCl (Arginin­hydrochlorid)
  • C6H14N4O2·HCl·H2O (Arginin­hydrochlorid·Hydrat)
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[3]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 200-811-1
ECHA-InfoCard 100.000.738
PubChem 6322
ChemSpider 6082
DrugBank DB00125
Wikidata Q173670
Arzneistoffangaben
ATC-Code
Eigenschaften
Molare Masse
  • 174,20 g·mol−1 (Arginin)
  • 210,66 g·mol−1 (Arginin­hydrochlorid)
  • 228,68 g·mol−1 (Arginin­hydrochlorid·Hydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,36–1,56 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

238 °C[3]

pKS-Wert
Löslichkeit

gut in Wasser (150 g·l−1 bei 20 °C)[3]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[5]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Toxikologische Daten

5110 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[3]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

L-Arginin ist eine proteinogene α-Aminosäure. Für den Menschen ist sie semi-essentiell. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort argentum (Silber) ab, da die Aminosäure zuerst als Silber-Salz isoliert werden konnte. Diese Aminosäure hat den höchsten Masseanteil an Stickstoff von allen proteinogenen Aminosäuren. Im Dreibuchstabencode wird L-Arginin mit Arg und im Einbuchstabencode als R abgekürzt, wobei R für Arginine aufgrund der phonetischen Ähnlichkeit zugeordnet wurde.[6]

Geschichte

L-Arginin wurde 1886 erstmals durch den deutschen Chemiker Ernst Schulze und seinen Doktoranden Ernst Steiger aus Lupinenkeimlingen isoliert.[7] 1894 gelang dann dem schwedischen Chemiker Sven Gustaf Hedin die Isolierung von Arginin aus tierischem Material durch die hydrolytische Spaltung von Hornsubstanz.[8] Durch einen Vergleich seines „tierischen“ Arginins mit ihm zur Verfügung gestellten Proben aus dem Labor Schulzes gelang Hedin der Nachweis der Übereinstimmung der beiden Substanzen.[9] Die Struktur Arginins wurde 1897 bestimmt.[10]

Biochemisch wurde 1932 der Arginin-abhängige Prozess des Harnstoffzyklus durch Hans Adolf Krebs und Kurt Henseleit aufgeklärt.

1998 erhielten die Wissenschaftler Robert F. Furchgott, Louis J. Ignarro und Ferid Murad für die Erforschung des Zusammenhangs von Arginin und dem körpereigenen sekundären Botenstoff Stickstoffmonoxid (Stickoxid, NO) den Nobelpreis für Medizin.

Biosynthese und Metabolismus

Neben der Aufnahme von Arginin über die Nahrung und der Rückgewinnung aus Proteinen spielt bei Säugetieren auch die De-Novo-Biosynthese eine Rolle. Umgesetzt wird Arginin vor allem als proteinogene Aminosäure in Proteinen. Weitere Umsetzungen sind posttranslationale Modifikationen in Proteinen (Arginylierung); die Übertragung von Amidinogruppen, insbesondere als Vorstufe zur Bildung von Kreatin und als Umsetzung zu Ornithin unter Freisetzung von Harnstoff; die Decarboxylierung zu Agmatin als Vorläufer von Polyaminen; die Umwandlung zu Citrullin unter Freisetzung von Stickstoffmonoxid sowie die Umwandlung in andere Aminosäuren (Prolin, Glutamat).[11]

De-Novo-Biosynthese und Harnstoffzyklus

Arginin ist semi-essentiell. Bei gesunden Erwachsenen ist die De-Novo-Biosynthese zur Versorgung mit Arginin ausreichend. In der frühen Entwicklung, bei diversen gesundheitlichen Problemen und insbesondere bei Problemen mit den zur Biosynthese notwendigen Enzymen ist die jedoch nicht der Fall. Bei Menschen wird im Dünndarm Glutaminsäure, Prolin oder Ornithin (aus Arginin im Harnstoffzyklus) mittels Carbamoylphosphat und Ornithin-Transcarbamylase zu Citrullin umgewandelt, was ein Schritt im Harnstoffzyklus ist.[11]

Im Harnstoffzyklus findet die Umsetzung von Ornithin mit Carbamoylphosphat durch Ornithin-Transcarbamoylase zu Citrullin in den Mitochondrien statt. Die weiteren Reaktionen finden im Cytosol statt. Citrullin und Aspartat werden durch die Argininosuccinat-Synthase zu Argininosuccinat umgesetzt. Dieses wird durch die Argininosuccinat-Lyase unter Abspaltung von Fumarat zu Arginin umgesetzt. Arginin kann wiederum durch Arginase unter Freisetzung von Harnstoff zu Ornithin umgesetzt werden, womit sich der Kreis schließt.[12]

Dies dient unter anderem der Ausscheidung von Stickstoff. Aus Ammoniak und Kohlenstoffdioxid wird Carbamoylphosphat gebildet, dass in den Zyklus eintritt. Das Kohlenstoff- und das Stickstoffatom finden sich am Ende im Harnstoff wieder, das zweite Stickstoffatom stammt aus Aspartat. Der Harnstoff entsteht in der Leber und wird über das Blut in die Niere transportiert und dann im Urin ausgeschieden, wo der Harnstoff etwa 90 % des Stickstoffs ausmacht.[12] Die Ausscheidung von Stickstoff in Form von Harnstoff findet sich bei Säugetieren, während bei Fischen meist direkt Ammonium ausgeschieden wird und bei Reptilien und Vögeln Harnsäure.[13]

Die De-Novo-Biosynthese von Arginin beim Menschen geht von Glutamin aus. Dieses wird zu Glutaminsäure deaminiert und dann weiter zu Glutamat-5-semialdehyd umgesetzt. Durch Transaminierung von einem zweiten Glutaminsäuremolekül entsteht daraus Ornithin, das in den Harnstoffzyklus eintritt.[14] In Bakterien verläuft die Biosynthese über acetylierte Intermediate. Glutamat wird zu N-Acetylglutamat acetyliert, dann über N-Acetylglutamylphosphat und N-Acetylglutamatsemialdehyd zu N-Acetylornithin umgesetzt. Entfernung der Acetylgruppe ergibt Ornithin, das in den Harnstoffzyklus eintritt. Die Deacetylierung ist entweder durch einfache Hydrolyse möglich (mit Acetylornithinase) oder durch Übertragung der Acetylgruppe auf Glutaminsäure unter Rückgewinnung von N-Acetylglutamat. Die Acetylierung dient vermutlich der Trennung der Biosynthesewege von Arginin und Prolin, da das nichtacetylierte Glutamat-5-semialdehyd leicht zu Pyrrolin-5-carbonsäure cyclisiert.[15] Der Biosyntheseweg zu Ornithin als Vorläufer des Arginins über N-Acetylglutamat mit Rückgewinnung der Acetylgruppe kommt neben vielen Bakterien auch bei Pflanzen und Pilzen vor, aber nicht bei Tieren. Arginin entsteht aus dem Ornithin dann über den Harnstoffzyklus.[16]

Energiespeicher

Durch Phosphorylierung von Arginin entsteht Argininphosphat, dass als Energiereserve bei Lebewesen dient. Es kann seine Phosphatgruppe auf Adenosindiphosphat übertragen, was eine sehr schnelle Rückgewinnung von Adenosintriphosphat (ATP) ermöglicht. Man spricht von einem Phosphagen. Argininphosphat kommt in dieser Funktion vor allem in Wirbellosen vor, in Säugetieren kommt stattdessen Kreatinphosphat zum Einsatz.[17] Zeitweise wurde sogar angenommen, dass Wirbellose immer Argininphosphat und Wirbeltiere immer Kreatinphosphat nutzen. Später hat sich jedoch herausgestellt, dass beide Varianten bei den Wirbellosen vorkommen, bei Stachelhäutern sogar beide zusammen, und dass es noch weitere Phosphagene gibt.[18]

Bei Mollusken dient die Umsetzung von Arginin mit Pyruvat außerdem der Rückgewinnung von verbrauchtem NAD+ in der Glycolyse. Die Glycolyse und gleichzeitige Nutzung von Argininphosphat dient der anaeroben Energiegewinnung. Dabei kann ATP für die schnelle Fortbewegung über eine kurze Dauer gewonnen werden. Bei den Wirbeltieren und vielen Wirbellosen funktioniert die Rückgewinnung von NAD+ bei der Glycolyse über die Umsetzung von Pyruvat zu Lactat, während bei Mollusken und einigen anderen Taxa der Wirbellosen zusätzlich oder sogar ausschließlich Pyruvat mit Aminosäuren (Arginin, Alanin, Glycin) zu Opinen umgesetzt wird. Bei vielen Muscheln und Schnecken und insbesondere bei Kopffüßern ist dies die Bildung von Octopin aus Pyruvat und Arginin, unter anderem bei Octopus octopodia, in dem das Octopin erstmals entdeckt wurde.[14]

Auch Kreatin als Energiespeicher benötigt für die Biosynthese Arginin. Arginin und Glycin werden durch die Arginin:Glycin-Amidinotransferase zu Ornithin und Guanidinoessigsäure umgesetzt. Letzteres wird durch die Guanidinoacetat-Methyltransferase mit S-Adenosylmethionin zum Kreatin methyliert.[19] Bei Menschen wird etwa 20–30 % des täglich verfügbaren Arginins in Kreatin umgewandelt. ATP wird in großen Mengen gebraucht, weist aber durch negative Ladungen eine geringe Diffusion auf. Kreatinphosphat kann aus Adenosintriphosphat und Kreatin gebildet werden und andererseits wieder Adenosindiphosphat zu Adenosintriphosphat umsetzen. Deshalb werden Energieäquivalente in vielen Säugetierzellen mittels Kreatinphosphat von den Mitochondrien ins Cytosol überführt.[13]

Bildung von Stickstoffmonoxid

L-Arginin ist beim Menschen und bei vielen anderen Tieren die alleinige Vorstufe von Stickstoffmonoxid (NO), einem der kleinsten Botenstoffe im menschlichen Körper. Durch NO-Synthasen (Stickstoffmonoxid-Synthasen) entstehen aus L-Arginin der Endothelium-derived relaxing Factor (EDRF), der als NO identifiziert wurde. EDRF führt physiologisch zu einer Gefäßerweiterung, indem das NO in die Muskelschicht der Gefäße diffundiert. Es aktiviert dort die lösliche Guanylatcyclase und führt so zur Erschlaffung der glatten Muskulatur und zum Nachlassen des Gefäßtonus. Studien zeigen, dass Arginin über diese Gefäßerweiterung einen erhöhten Blutdruck signifikant senken kann.[20]

Agmatin und Polyamine

Die Decarboxylierung von Arginin durch Arginindecarboxylase ergibt Agmatin, das als Neuromodulator wirkt und einen alternativen Vorläufer für die Synthese von Polyaminen darstellt. Letztere sind bei Säugetieren essentiell für verschiedene posttranslationale Modifikationen, unter anderem an Histonen.[13] Agmatin kann zu N-Carbamoylputrescin und dann zu Putrescin umgewandelt werden. Alternativ entsteht letzteres durch Decarboxylierung von Ornithin. Putrescin kann zunächst zu Spermidin und dann zu Spermin, den anderen Polyaminen, umgesetzt werden.[21] Wie viel Putrescin jeweils aus Agmatin und aus Ornithin entsteht, ist nicht im Detail bekannt.[13]

Diverse pflanzliche Alkaloide wie Nicotin und die Tropanalkaloide Cocain, Hyoscyamin und Scopolamin werden in Pflanzen aus Putrescin gebildet. Dieses entsteht meist aus Ornithin, kann aber auch aus Arginin gebildet werden.[22] Auch Homospermidin als Vorläufer der Pyrrolizidinalkaloide (zum Beispiel Senecionin) wird aus Arginin oder Ornithin über Putrescin gebildet.[23]

Auch bei Bakterien können sowohl Arginin als auch Ornithin in Putrescin umgewandelt werden. Welcher Weg auftritt, hängt davon ab, ob Arginin in Ornithin umgewandelt oder anderweitig verwertet wird und wieviel Arginin verfügbar ist. Prokaryoten, die über Arginin-Decarboxylase verfügen sind unter anderem Enterobakterien, Mycobakterien sowie Vertreter von Aeromonas und Pseudomonas.[24]

Weitere abgeleitete Verbindungen

Arginin kann von Säugetieren über Glutamin-5-semialdehyd und Pyrrolin-5-carbonsäure zu Prolin umgewandelt werden.[13] Auch bei Bakterien kommt die Umwandlung von Arginin in andere Aminosäuren vor, so können Vertreter der Gattung Bacillus Arginin über Ornithin zu Prolin oder Glutaminsäure umwandeln.[25]

Die Solanum-Alkaloide (aus der Pflanzenfamilie Nachtschattengewächse) und Veratrum-Alkaloide (Gattung Veratrum) werden aus Cholesterol biosynthetisiert. Stickstoff wird durch Transaminierung aus Arginin eingeführt.[26]

Cyanophycin ist ein Polymer mit einer Kette aus Asparaginsäure-Einheiten mit Arginin als Seitenketten. Es wird von Cyanobakterien und anderen Bakterien entweder direkt aus Arginin und Asparaginsäure gebildet oder aus dem entsprechenden Dipeptid, β-Aspartylarginin, und dient als Speicherform für Stickstoff.[27]

Vargulin ist ein Luciferin, das von Muschelkrebsen aus Arginin, Tryptophan und Isoleucin gebildet wird und der Erzeugung von Biolumineszenz in Form von blauem Licht dient. Bei der Biolumineszenz entsteht durch Reaktion eines Luciferins mit einer Luciferase ein energetisch angeregtes Molekül als Produkt, das Licht freisetzt. Vargulin kommt in den Gattungen Vargula und Cypridina vor, sowie bei einigen Arten von Fischen, die sich von Muschelkrebsen ernähren und die Verbindung über die Nahrung aufnehmen.[28]

Energetische Verwertung

Verschiedene Bakterien können Arginin energetisch verwerten. Dabei wird es zuerst durch Arginin-Deiminase zu Citrullin umgesetzt, dann durch Ornithin-Transcarbamylase zu Ornithin und Carbamoylphosphat. Durch den Abbau des Carbamoylphosphats mittelsCarbamatkinase zu Ammoniumhydrogencarbonat kann ein Molekül ATP aus ADP gewonnen werden. Diverse Prokaryoten nutzen Arginin als ausschließliche Energiequelle. Dazu gehören beispielsweise Vertretern von Mycoplasma, Bacillus, Spirochaeta, Vertreter der zu den Archaeen gehörenden Halobakterien, sowie Streptococcus faecalis und Pseudomonas aeruginosa. Der dabei genutzte Reaktionsweg kommt aber auch Vertretern von Aeromonas und Spiroplasma, anderen Vertretern von Pseudomonas, sowie Clostridien und Cyanobakterien vor. Viele Bakterien, die diesen Reaktionsweg nutzen, scheiden große Mengen Ornithin aus, was darauf hindeutet, dass nur die Guanidinogruppe genutzt wird. Bei einigen Bakterien kann Arginin auch als ausschließliche Stickstoffquelle dienen, zum Beispiel Aeromonas formicans oder Bacillus licheniformis.[29] Ein weiterer Abbauweg für Arginin, der beispielsweise in diversen Arten von Pseudomonas vorkommt, nutzt Arginin-Succinyltransferase. In diesem Reaktionsweg wird das Kohlenstoffatom der Arginin-Guanidinogruppe in Kohlenstoffdioxid umgewandelt und NADH gewonnen.[30]

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Arginin ist eine α-Aminosäure, die in ihrer Seitenkette eine hydrophile, basisch reagierende Guanidinogruppe enthält. Diese liegt im sauren, neutralen und schwach basischen Milieu protoniert vor, wobei die positive Ladung zwischen den Aminogruppen delokalisiert ist. Gemeinsam mit L-Lysin und L-Histidin gehört L-Arginin zur Gruppe der basischen Aminosäuren oder Hexonbasen.

Arginin liegt im neutralen pH-Bereich überwiegend als „inneres Salz“ bzw. Zwitterion vor, da die α-Aminogruppe und die Guanidinogruppe protoniert vorliegen, wogegen die Carboxygruppe deprotoniert vorliegt. In diesem Zustand trägt Arginin eine positive Netto-Ladung.[31] Die Guanidinogruppe ist eine sehr starke Base, da sie in ihrer protonierten Form als Guanidinium-Ion delokalisierte π-Elektronen besitzt. Sie liegt erst über einem pH-Wert von 12,1 mehrheitlich deprotoniert vor. Die Guanidingruppe des Arginins kann mit dem Sakaguchi-Test nachgewiesen werden.

Der isoelektrische Punkt, bei dem Arginin keine Netto-Ladung trägt und somit im elektrischen Feld nicht wandert, liegt bei pH 10,8.[32] Bei diesem pH-Wert besitzt Arginin auch seine geringste Löslichkeit in Wasser.

Freies L-Arginin hat einen bitteren Geschmack.[33]

Enantiomere

Arginin besitzt ein Stereozentrum, somit existieren zwei chirale Enantiomere.

In den Proteinen kommt ausschließlich L-Arginin [Synonym: (S)-Arginin] peptidisch gebunden vor. Enantiomer dazu ist das spiegelbildliche D-Arginin [Synonym: (R)-Arginin], das in Proteinen nicht vorkommt. Racemisches Arginin [Synonyma: DL-Arginin und (RS)-Arginin] besitzt geringe Bedeutung.

Wenn in Texten oder in der wissenschaftlichen Literatur „Arginin“ ohne weiteren Namenszusatz (Präfix) erwähnt wird, ist L-Arginin gemeint.

Enantiomere von Arginin
Name L-Arginin D-Arginin
Andere Namen (S)-Arginin
Arginin (INN)
(R)-Arginin
Strukturformel
CAS-Nummer 74-79-3 157-06-2
7200-25-1 (Racemat)
EG-Nummer 200-811-1 205-866-5
230-571-3 (Racemat)
ECHA-Infocard 100.000.738 100.005.334
100.027.793 (Racemat)
PubChem 6322 71070
232 (Racemat)
DrugBank DB00125 DB04027
− (Racemat)
FL-Nummer 17.003
Wikidata Q173670 Q27076987
Q27104032 (Racemat)

Industrielle Herstellungsverfahren

Für die Herstellung von L-Arginin gibt es zwei Verfahren:[34]

Das dabei erhaltene L-Arginin kann ggf. in einem weiteren Produktionsschritt durch Umsetzung mit Salzsäure in das stabilere L-Arginin-Hydrochlorid umgewandelt werden.

Biologische Funktionen

In Pflanzen-Keimlingen und Speicherzellen dient L-Arginin als Reservoir für organischen Stickstoff. Durch Decarboxylierung kann L-Arginin in Agmatin und weiter in Polyamine umgewandelt werden, die in der Zelle essentielle Funktionen bei der Stabilisierung von DNA, RNA und Membranen haben.

Arginin antagonisiert die gefährlichen Wirkungen von asymmetrischem Dimethylarginin (ADMA) auf die Blutgefäße. ADMA entkoppelt die Stickstoffmonoxid-Bildung, wodurch eine endotheliale Dysfunktion mit nitrosativem und oxidativem Stress ausgelöst wird.[35][36][37][38][39][40][41]

Arginin ist eine häufige Aminosäure in Histonen und trägt häufig posttranslationale Modifikationen.[42] Arginineinheiten spielen eine wichtige Rolle bei der Bindung der DNA an Histone in den Nukleosomen. DNA ist durch die Phosphatgruppen an der Außenseite stark negativ geladen. Histone sind durch die enthaltenen basischen Aminosäuren (Lysin und Arginin) stark positiv geladen. Durch die Ausbildung von Salzbrücken wird die Interaktion von DNA und Histonen bei der Bildung von Nuleosomen stabilisiert.[43]

Physiologischer Bedarf bei Menschen und Quellen

Der Mensch kann innerhalb des Harnstoffzyklus Arginin selbst synthetisieren, allerdings sind die entstehenden Mengen nicht ausreichend, um den Bedarf vor allem bei heranwachsenden Menschen vollständig zu decken. Daher ist L-Arginin für Kinder essentiell. Aber auch bei Erwachsenen wird der Bedarf an L-Arginin durch die körpereigene Produktion oft nicht ausreichend abgedeckt. Besonders in der Wachstumsphase, durch Stress, bei diversen Krankheiten (z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, erektile Dysfunktion, Gefäßerkrankungen) oder nach Unfällen übersteigt der Bedarf an Arginin die vom menschlichen Organismus produzierte Menge.[35][36] Auch im Alter steigt der Bedarf an L-Arginin stark an, da der endogene Gegenspieler, das asymmetrische Dimethylarginin (ADMA), um den Faktor 4 ansteigt und damit 40-fach erhöhte Argininkonzentrationen zur Neutralisierung der gefährlichen Effekte dieses Sterblichkeitsfaktors benötigt werden.[35][36][37][38][39][40] Diese Mengen können nur durch eine diätetische Zufuhr gedeckt werden. Entscheidend für den Bedarf an L-Arginin sind daher auch Faktoren wie oxidativer und nitrosativer Stress sowie die ADMA-Spiegel und damit das L-Arginin-ADMA-Verhältnis.[35][41]

Bei einer Proteinzufuhr von etwa 70–90 g/Tag ergibt sich eine rechnerische tägliche Argininzufuhr von ca. 1–5 g/Tag.[35][44]

L-Arginin ist weit verbreitet. Die folgenden Beispiele geben einen Überblick über Arginingehalte und beziehen sich jeweils auf 100 g des Lebensmittels, zusätzlich ist der prozentuale Anteil von gebundenem Arginin am Gesamtprotein angegeben.[45]

Lebensmittel Protein Arginin Anteil
Buchweizenkörner 13,25 g 0 982 mg 0 7,4 %
Erbsen, getrocknet 24,55 g 2188 mg 0 8,9 %
Erdnuss, geröstet 23,68 g 2832 mg 11,9 %
Hähnchenbrustfilet, roh 21,23 g 1436 mg 0 6,8 %
Hühnerei 12,57 g 0 820 mg 0 6,5 %
Kuhmilch, 3,7 % Fett 0 3,28 g 0 119 mg 0 3,6 %
Kürbiskerne 30,23 g 5353 mg 17,7 %
Lachs, roh 20,42 g 1221 mg 0 6,0 %
Mais-Vollkornmehl 0 6,93 g 0 345 mg 0 5,0 %
Pinienkerne 13,69 g 2413 mg 17,6 %
Reis, ungeschält 0 7,94 g 0 602 mg 0 7,6 %
Schweinefleisch, roh 20,95 g 1394 mg 0 6,7 %
Walnüsse 15,23 g 2278 mg 15,0 %
Weizen-Vollkornmehl 13,70 g 0 642 mg 0 4,7 %

Alle diese Nahrungsmittel enthalten praktisch ausschließlich chemisch gebundenes L-Arginin als Proteinbestandteil, jedoch kein freies L-Arginin.

Verwendung

Medizin

L-Arginin wird zur Behandlung einer schweren metabolischen Alkalose verwendet. In der Kinderheilkunde ist L-Arginin auch zur Behandlung eines durch eine schwere angeborene Stoffwechselstörung bedingten erhöhten Ammoniakgehaltes im Blut (Hyperammonämie) angezeigt. Diagnostisch wird L-Arginin zur Abklärung eines Wachstumshormonmangels bei Minderwuchs eingesetzt.

Als (semi)essentielle Aminosäure ist L-Arginin obligatorischer Bestandteil einer parenteralen Ernährung. In Elektrolyt-Konzentraten zum Zusatz zu Infusionslösungen und in peroralen Diätetika wird L-Arginin ebenfalls eingesetzt.[46]

Pharmazeutisch verwendet wird meistens das L-Arginin-Hydrochlorid.

Arginin wird auch als Zusatz in fluoridhaltiger Zahnpasta untersucht, da es ein oralgesundheitsförderndes Potenzial entfaltet. So wirkt es der Kariesentstehung an verschiedenen Ansatzpunkten (Zahnhartgewebe und bakterieller Biofilm) entgegen. Die Daten basieren aber auf einer begrenzten Anzahl an Studien mit hohem Verzerrungsrisiko. Die tragende Rolle des Fluorids bleibt bestehen.[47]

Nahrungsergänzung

Arginin wird als Nahrungsergänzungsmittel bei unzureichender Zufuhr oder erhöhtem Bedarf als diätetisches Lebensmittel, insbesondere als Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke, gemäß Diätverordnung für verschiedene Krankheitszustände wie erektile Dysfunktion, Arteriosklerose im Frühstadium, Funktionsstörungen der Blutgefäß-Innenwand (endotheliale Dysfunktion) und Bluthochdruck vermarktet.[35][39][40] Ob bei Patienten mit bestehender Herzschwäche die Einnahme von Arginin die körperliche Belastbarkeit oder die Lebensqualität verbessert, bleibt offen – die Ergebnisse einer kleinen, placebokontrollierten Studie verneinen dies.[48]

Für die Verwendung gesundheitsbezogener Angaben (health claims), die hingegen den Beitrag von L-Arginin auf gesunde Menschen zur Unterstützung des Kreislaufsystems (Aufrechterhaltung einer normalen Durchblutung, eines gesunden Blutdrucks und der Hämatopoese), zur Unterstützung und Verbesserung der Erektion sowie zur Kräftigung der Muskeln und zur Bereitstellung von Stickoxid im Stoffwechsel betreffen, liegen nach wissenschaftlicher Beurteilung durch die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)[49] keine zugelassenen Gesundheitsversprechen vor.[50]

Aufgrund der gefäßerweiternden Funktion findet Arginin im Bodybuilding als sogenanntes „Pump-Supplement“ Anwendung. Weiterhin führt das NO zur Hemmung der Thrombozytenaggregation und -adhäsion. Dadurch wird die Bereitschaft für thrombotische Veränderungen an Gefäßplaque-Rupturen herabgesetzt, dem häufigsten Grund für zerebrale Insulte (Schlaganfall). Es wird angenommen, dass Arginin die unterdrückte Immunantwort bei schweren Verletzungen, Mangelernährung, Sepsis und nach Operationen positiv beeinflussen kann. Bei zusätzlicher Gabe werden eine verbesserte zelluläre Immunantwort, eine Abnahme verletzungsbedingter Funktionsstörungen der T-Zellen und eine verstärkte Phagozytose beobachtet. Zusätzlich wird die Ausbildung der endothelialen Dysfunktion (gestörten Gefäßfunktion) verhindert.[51][52]

Literatur

  • Jeremy M. Berg, John L. Tymoczko, Lubert Stryer: Biochemie. 6. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2007, ISBN 978-3-8274-1800-5.
  • Donald Voet, Judith G. Voet: Biochemistry. 3. Auflage. John Wiley & Sons, New York 2004, ISBN 0-471-19350-X.
  • Bruce Alberts, Alexander Johnson, Peter Walter, Julian Lewis, Martin Raff, Keith Roberts: Molecular Biology of the Cell. 5. Auflage. Taylor & Francis, 2007, ISBN 978-0-8153-4106-2.
Commons: Arginin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Arginin – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. INN Recommended List 06. In: who.int. 9. November 1966, abgerufen am 20. August 2024 (englisch).
  2. Eintrag zu ARGININE in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 28. Dezember 2020.
  3. a b c d e Datenblatt Arginin (PDF) bei Carl Roth, abgerufen am 13. März 2010.
  4. a b c K.-J. Teresa u. a.: Nickel Ion Complexes of Amino Acids and Peptides. In: Metal Ions in Life Sciences. Band 2: Nickel and Its Surprising Impact in Nature. John Wiley & Sons, 2007, ISBN 978-0-470-01671-8, S. 67; doi:10.1002/9780470028131.ch3.
  5. Eintrag zu Arginin in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 29. Dezember 2024. (JavaScript erforderlich)
  6. IUPAC-IUB Commission on Biochemical Nomenclature A One-Letter Notation for Amino Acid Sequences. In: Journal of Biological Chemistry. 243. Jahrgang, Nr. 13, 10. Juli 1968, S. 3557–3559, doi:10.1016/S0021-9258(19)34176-6 (englisch, jbc.org [PDF]).
  7. E. Schulze, E. Steiger: Ueber einen neuen stickstoffhaltigen Bestandtheil der Keimlinge von Lupinus luteus. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. Band 19, Nr. 1, 1886, S. 1177–1180, doi:10.1002/cber.188601901266.
  8. S. G. Hedin: Ueber ein neues Spaltungsproduct des Hornsubstanzes. In: Zeitschrift für physiologische Chemie. Band 20, Nr. 1–2, 1895, S. 186–192, doi:10.1515/bchm1.1895.20.1-2.186.
  9. Sabine Hansen: Entdeckung der Aminosäuren. Berlin 2015 (arginium.de (Memento vom 15. Juni 2016 im Internet Archive)).
  10. Alexander Ströhle: Arginin bei Atherosklerose. In: Deutsche Apothekerzeitung. 24. Mai 2012, abgerufen am 19. Februar 2023.
  11. a b Sidney M Morris: Arginine Metabolism Revisited. In: The Journal of Nutrition. Band 146, Nr. 12, Dezember 2016, S. 2579S–2586S, doi:10.3945/jn.115.226621.
  12. a b Richard A. Harvey (Ph D.), Richard A. Harvey, Denise R. Ferrier: Biochemistry. Lippincott Williams & Wilkins, 2011, ISBN 978-1-60831-412-6, S. 253–255 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  13. a b c d e Tak Shun Fung, Keun Woo Ryu, Craig B Thompson: Arginine: at the crossroads of nitrogen metabolism. In: The EMBO Journal. Band 44, Nr. 5, 7. Februar 2025, S. 1275–1293, doi:10.1038/s44318-025-00379-3, PMID 39920310, PMC 11876448 (freier Volltext).
  14. a b Peter W. Hochachka: Mollusca: Metabolic Biochemistry and Molecular Biomechanics. Academic Press, 2014, ISBN 978-1-4832-7603-8, S. 108–110 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  15. R Cunin, N Glansdorff, A Piérard, V Stalon: Biosynthesis and metabolism of arginine in bacteria. In: Microbiological Reviews. Band 50, Nr. 3, September 1986, S. 315–317, doi:10.1128/mr.50.3.314-352.1986, PMID 3534538, PMC 373073 (freier Volltext).
  16. Robert D. Slocum: Genes, enzymes and regulation of arginine biosynthesis in plants. In: Plant Physiology and Biochemistry. Band 43, Nr. 8, August 2005, S. 729–745, doi:10.1016/j.plaphy.2005.06.007 (elsevier.com [abgerufen am 17. Januar 2026]).
  17. Christopher Walsh: The Chemical Biology of Nitrogen. Royal Society of Chemistry, 2021, ISBN 978-1-83916-392-0, S. 375 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  18. S. N. Lyzlova, V. E. Stefanov: Phosphagenkinases. CRC Press, 1990, ISBN 978-0-8493-6467-9, S. 25 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  19. A. Humm: Crystal structure and mechanism of human L-arginine:glycine amidinotransferase: a mitochondrial enzyme involved in creatine biosynthesis. In: The EMBO Journal. Band 16, Nr. 12, 15. Juni 1997, S. 3373–3385, doi:10.1093/emboj/16.12.3373, PMID 9218780, PMC 1169963 (freier Volltext).
  20. J. Y. Dong, L. Q. Qin, Z. Zhang, Y. Zhao, J. Wang, F. Arigoni, W. Zhang: Effect of oral L-arginine supplementation on blood pressure: A meta-analysis of randomized, double-blind, placebo-controlled trials. In: Am Heart. Band 162, 2011, S. 959–965, doi:10.1016/j.ahj.2011.09.012.
  21. H Tapiero, G Mathé, P Couvreur, K.D Tew: I. Arginine. In: Biomedicine & Pharmacotherapy. Band 56, Nr. 9, November 2002, S. 439–445, doi:10.1016/S0753-3322(02)00284-6.
  22. Comprehensive Natural Products II: Chemistry and Biology. Elsevier, 2010, ISBN 978-0-08-045382-8, S. 647–649 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  23. Tadeusz Aniszewski: Alkaloids: Chemistry, Biology, Ecology, and Applications. Elsevier, 2015, ISBN 978-0-444-59462-4, S. 116 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  24. R Cunin, N Glansdorff, A Piérard, V Stalon: Biosynthesis and metabolism of arginine in bacteria. In: Microbiological Reviews. Band 50, Nr. 3, September 1986, S. 333–335, doi:10.1128/mr.50.3.314-352.1986, PMID 3534538, PMC 373073 (freier Volltext).
  25. R Cunin, N Glansdorff, A Piérard, V Stalon: Biosynthesis and metabolism of arginine in bacteria. In: Microbiological Reviews. Band 50, Nr. 3, September 1986, S. 328–330, doi:10.1128/mr.50.3.314-352.1986, PMID 3534538, PMC 373073 (freier Volltext).
  26. Bratati De: Chemical Diversity of Plant Specialized Metabolites: A Biosynthetic Approach. Royal Society of Chemistry, 2023, ISBN 978-1-83767-148-9, 4.6.6.3 "Steroidal Alkaloids", S. 51–52 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  27. Itai Sharon, Donald Hilvert, T. Martin Schmeing: Cyanophycin and its biosynthesis: not hot but very cool. In: Natural Product Reports. Band 40, Nr. 9, 2023, S. 1479–1497, doi:10.1039/D2NP00092J.
  28. Comprehensive Biomedical Physics. Newnes, 2014, ISBN 978-0-444-53633-4, S. 4–5 (google.de [abgerufen am 15. Januar 2026]).
  29. R Cunin, N Glansdorff, A Piérard, V Stalon: Biosynthesis and metabolism of arginine in bacteria. In: Microbiological Reviews. Band 50, Nr. 3, September 1986, S. 330–331, doi:10.1128/mr.50.3.314-352.1986, PMID 3534538, PMC 373073 (freier Volltext).
  30. R Cunin, N Glansdorff, A Piérard, V Stalon: Biosynthesis and metabolism of arginine in bacteria. In: Microbiological Reviews. Band 50, Nr. 3, September 1986, S. 332–333, doi:10.1128/mr.50.3.314-352.1986, PMID 3534538, PMC 373073 (freier Volltext).
  31. Hans-Dieter Jakubke, Hans Jeschkeit: Aminosäuren, Peptide, Proteine. Verlag Chemie, 1982, ISBN 3-527-25892-2, S. 42.
  32. Allinger, Cava, de Jongh, Johnson, Lebel, Stevens: Organische Chemie. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1980, ISBN 3-11-004594-X, S. 1129.
  33. W. Ternes, A. Täufel, L. Tunger, M. Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4. Auflage. Behr’s Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2, S. 62–63.
  34. Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 1: A–Cl. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1979, ISBN 3-440-04511-0, S. 263–264.
  35. a b c d e f A. Ströhle, A. Hahn: Arginin bei Atherosklerose: Diätetische Maßnahmen bei Atherosklerose – Stellenwert von L-Arginin. In: Deutsche Apotheker Zeitung. Teil 1: Band 20, 2012, S. 97–102 (online, freier Volltext) und Teil 2: Band 21, S. 74–83 (online, freier Volltext).
  36. a b c I. Seljeflot, B. B. Nilsson, A. S. Westheim, V. Bratseth, H. Arnesen: The L-arginine-asymmetric dimethylarginine ratio is strongly related to the severity of chronic heart failure. No effects of exercise training. In: J. Cardiac. Fail. Band 17, 2011, S. 135–142, doi:10.1016/j.cardfail.2010.09.003.
  37. a b M. Anderssohn, M. Rosenberg, E. Schwedhelm, C. Zugck, M. Lutz, N. Lüneburg, N. Frey, R. H. Böger: The L-Arginine-asymmetric dimethylarginine ratio is an independent predictor of mortality in dilated cardiomyopathy. In: J. Card. Fail. Band 18, Nr. 12, 2012, S. 904–911, doi:10.1016/j.cardfail.2012.10.011.
  38. a b F. Pizzarelli, R. Maas, P. Dattolo, G. Tripepi, S. Michelassi, G. D’Arrigo, M. Mieth, S. Bandinelli, L. Ferrucci, C. Zoccali: Asymmetric dimethylarginine predicts survival in the elderly. In: Age. Band 35, Nr. 6, 2013, S. 2465–2475, PMC 3824988 (freier Volltext).
  39. a b c S. M. Bode-Böger, J. Muke, A. Surdacki, G. Brabant, R. H. Böger, J. C. Frölich: Oral L-arginine improves endothelial function in healthy individuals older than 70 years. In: Vasc. Med. Band 8, 2003, S. 77–81, doi:10.1191/1358863x03vm474oa (freier Volltext).
  40. a b c K. Jung, O. Petrowicz: L-Arginin und Folsäure bei Arteriosklerose. Ergebnisse einer prospektiven, multizentrischen Verzehrsstudie. In: Perfusion. Band 21, 2008, S. 148–156.
  41. a b K. Sydow, R. H. Böger: Reloaded: ADMA and oxidative stress are responsible for endothelial dysfunction in hyperhomocyst(e)inaemia: effects of L-arginine and B vitamins. In: Cardiovasc. Res. 2012, doi:10.1093/cvr/cvs205.
  42. Brian C. Smith, John M. Denu: Chemical mechanisms of histone lysine and arginine modifications. In: Biochimica et Biophysica Acta (BBA) - Gene Regulatory Mechanisms. Band 1789, Nr. 1, Januar 2009, S. 45–57, doi:10.1016/j.bbagrm.2008.06.005, PMID 18603028, PMC 2642981 (freier Volltext).
  43. Sachiko Ichimura, Kazuei Mita, Mitsuo Zama: Essential role of arginine residues in the folding of deoxyribonucleic acid into nucleosome cores. In: Biochemistry. Band 21, Nr. 21, 12. Oktober 1982, S. 5329–5334, doi:10.1021/bi00264a032.
  44. A. Hahn: Nahrungsergänzungsmittel und ergänzende bilanzierte Diäten. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2006, S. 295.
  45. Nährstoffdatenbank des US-Landwirtschaftsministeriums, 22. Ausgabe.
  46. S. Ebel, H. J. Roth (Hrsg.): Lexikon der Pharmazie. Georg Thieme Verlag, 1987, ISBN 3-13-672201-9, S. 56.
  47. Ulrich Schiffner: Arginin: Welchen Stellenwert hat es in der Kariesprävention? In: Oralprophylaxe & Kinderzahnheilkunde. Band 45, Juni 2023, S. 68–71, doi:10.1007/s44190-023-0653-6.
  48. Iris Hinneburg: Arginin: Schutz von Herz und Kreislauf nicht belegt. In: Medizin transparent. 30. Juni 2020, abgerufen am 13. Juli 2020.
  49. Carlo Agostoni et al.: Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to L arginine and “immune system functions” (ID 455, 1713), growth or maintenance of muscle mass (ID 456, 1712, 4681), normal red blood cell formation (ID 456, 664, 1443, 1712), maintenance of normal blood pressure (ID 664, 1443), improvement of endothelium-dependent vasodilation (ID 664, 1443, 4680), “physical performance and condition” (ID 1820), “système nerveux” (ID 608), maintenance of normal erectile function (ID 649, 4682), contribution to normal spermatogenesis (ID 650, 4682), “function of the intestinal tract” (ID 740), and maintenance of normal ammonia clearance (ID 4683) pursuant to Article 13(1) of Regulation (EC) No 1924/2006. In: EFSA Journal. Band 9, Nr. 4, 2011, S. 2051–2081, doi:10.2903/j.efsa.2011.2051 (englisch, freier Volltext).
  50. Arginin - eine Aminosäure mit Potenz? In: Verbraucherzentrale. 1. Februar 2022, abgerufen am 19. Februar 2023.
  51. U. Landmesser u. a.: Endothelial function: a critical determinant in atherosclerosis? In: Circulation. 109 (21 Suppl 1), 2004, S. II27–II33. PMID 15173060; PDF (freier Volltextzugriff, engl.).
  52. P. Fürst, H.-K. Biesalki u. a.: Ernährungsmedizin. Thieme-Verlag, Stuttgart 2004, S. 94–95, doi:10.1055/b-001-36.