Arend Diedrich von der Pahlen

Arend Diedrich von der Pahlen Freiherr von Astrau (* 1. Januar 1707 in Reval; † 23. März 1753 ebenda) war ein deutsch-baltischer Grundbesitzer aus dem Adelsgeschlecht der von der Pahlen und Herr auf Palmse, Kattentack und Aunack[1].

Die Eltern Arend Diedrichs von der Pahlen waren Arend Diderik I. von der Pahlen (1675–1710) und dessen Ehepartnerin Margareta Charlotta geborene Wachtmeister af Björk (1683–1712). Sein jüngerer Bruder war Fritz von der Pahlen (* 19. Mai 1704). Aus diesem Grund wurde Arend Diedrich auch als Diedrich II. bezeichnet.

Nachdem von der Pahlen im Sommer 1723 Estland verlassen hatte, begann er ein Studium an der Universität Halle. Hier interessierte er sich vor allem für Architektur, mathematische Fächer und Ingenieurwissenschaften. Von dort wechselte er auf Empfehlung seines Professors nach Kassel, wo er sehr viele praktische Kenntnisse zum Stand des Bauwesens erwarb.[2] Anfang August 1727 kehrte er auf seinen Grundbesitz in Estland zurück und entfaltete auf dem Gut Palms eine rege Bau- und Modernisierungstätigkeit. Er gilt als der Begründer der umfangreichen Pahlenschen Bibliothek von Palmse.

Familie

Er war seit 1728 verheiratet mit Magdalena Elisabeth von Derfelden (1710–1793), ihre Kinder waren:

  • Margaretha Wilhelmina Charlotta von der Pahlen (1729–1747)
  • Magnus Christopher Freiherr von der Pahlen (1732–1757)
  • Anna Wilhelmine von der Pahlen (1734–1799)
  • Helena Frederica von der Pahlen (1735–1805)
  • Sophie Catharina Dorothea von der Pahlen (1737–1768)
  • Arend Diedrich von der Pahlen (1738–1778)
  • der spätere Kaiserlich-russische Armeerat und Geheimrat Hans Freiherr von der Pahlen (1740–1817), sein Nachfolger als Herr auf Palmse.
  • Augusta Luisa von der Pahlen (1743–1801).
  • Peter von der Pahlen (1745–1826), russischer Außenminister und Teilnehmer an der Verschwörung gegen Zar Paul I.
  • Magdalena Charlotte von der Pahlen (1749–1824).

Literatur

  • Ants Hein, Palmse – Palms. Ein Herrenhof in Estland, Hattorpe, Eesti Entsüklopeediakirjastus 1996, ISBN 5-89900-042-2;
  • W. von Hueck, Die Herkunft der ritterschaftlichen Geschlechter in Wierland zu schwedischer Zeit. Material zu einer Gütergeschichte Estlands, Mainz 1972, S. 107;
  • Susanna Murel, Palmse Pahlenid raamatupeeglis – põgus pilguheit mõisahärra raamatukokku, SA Virumaa Muuseumid TOIMETISED 2017;
  • P. von Ungern-Sternberg, Die Revision von J. 1586 und die Befragung von J. 1589. Ein Betrag ziur Gütergeschichte Estlands. Beiträge zur Kunde Est-, Liv- und Kurlands, Band VIII, Reval 1915, S. 46ff.
  • Otto Magnus von Stackelberg, Genealogisches Handbuch der estländischen Ritterschaft, Bd.: 1, Görlitz, 1931;

Quellen

  1. Quelle: Archivlink (Memento vom 9. Oktober 2006 im Internet Archive) (PDF-Dokument)
  2. Quellen: Hein, Ants: Palmse, Tallinn 1996, S. 21