Arbeitsgruppe Lobotomie
| Arbeitsgruppe Lobotomie | |
|---|---|
| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | München, Deutschland |
| Genre(s) | Elektro-Rock, Neue Deutsche Härte |
| Aktive Jahre | seit 2020 |
| Website | www.aglobotomie.de |
| Gründungsmitglieder | |
| Bakunin Eisner | |
| Aktuelle Besetzung | |
Gesang, Gitarre, Programmierung |
Bakunin Eisner |
Gesang |
Luna Tick |
Gitarre |
Loð Brók |
Tanz |
Regina |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gitarre |
Marcus |
Gesang |
Fräulein G. |
Gesang |
Genossin Gesang |
Gesang |
Althena |
Bass |
Bruder Bass |
Arbeitsgruppe Lobotomie (auch kurz AGL) ist eine deutsche Musikgruppe aus München. Ihr Stil bewegt sich zwischen Elektro-Rock, Metal und der Neuen Deutschen Härte. Die Band verbindet harte elektronische Klänge mit gesellschaftskritischen Texten und einer auffälligen visuellen Ästhetik. Live wird die Bühnenshow stets von einer Ballerina begleitet.
Geschichte
Gegründet wurde die Arbeitsgruppe Lobotomie im Jahr 2020. Erste öffentliche Auftritte fanden nach der Corona-Pandemie in der Münchener Musik- und Alternativszene statt.[1] Die Band trat in verschiedenen Clubs und auf Festivals auf, unter anderem im Münchener Kulturzentrum Backstage.[2]
Auf dem Benefizfestival „Rock um zu helfen“ für die Deutsche Krebshilfe trat die AGL im Jahr 2024 neben Bands wie die Apokalyptischen Reiter, Megaherz, Heldmaschine und Chaoseum auf.[3]
Im Jahr 2021 veröffentlichte die Arbeitsgruppe Lobotomie ihr erstes Album Ein Spiegel der Gesellschaft, gefolgt von Unerhört! im Jahr 2023 und Etikettenschwindel im Jahr 2024.[4][5]
Alle Alben erschienen bei dem Label Legwespenprodukte.[6]
Stil und Konzept
Die Musik der Band kombiniert Elemente aus elektronischer Musik, Rock und Metal. Charakteristisch sind treibende Beats, harte Gitarrenriffs und der Wechsel zwischen männlichem und weiblichem Gesang.[1]
Thematisch beschäftigen sich die Texte mit sozialen und politischen Fragen, häufig in satirischer Form. Die Musiker selbst bezeichnen ihren Stil als „Satirischen Bewegungs-Metal“.[7]
Visuell arbeitet die Band mit einer Ästhetik, die an die 1920er und 1930er Jahre erinnert. Diese soll laut eigener Aussage Parallelen zwischen der damaligen gesellschaftlichen Lage und der Gegenwart aufzeigen.[8]
Die Band kann der Neuen Deutschen Härte und verwandten Crossover-Genres zugeordnet werden. Durch ihre Kombination aus elektronischer Musik, Metal-Elementen und sozialkritischen Inhalten nimmt sie innerhalb der deutschsprachigen Musiklandschaft eine Sonderrolle ein.[1]
Rezeption und Kontroversen
In der Musik- und Subkulturszene wurde die Band kontrovers diskutiert. Kritiker weisen darauf hin, dass die visuelle Gestaltung mit Uniform- und Symbol-Ästhetik Assoziationen an faschistische Darstellungsformen hervorrufen könne.[9] Die Band weist diese Vorwürfe zurück und erklärt, dass die Verwendung historischer Symbolik bewusst gewählt sei, um auf gesellschaftliche Gefahren und wiederkehrende politische Mechanismen hinzuweisen.[8] Ziel sei es, zum Nachdenken über aktuelle Entwicklungen anzuregen, nicht, diese Ästhetik zu verherrlichen.[9]
Live-Aktivitäten
Die Arbeitsgruppe Lobotomie tritt regelmäßig in Clubs und auf Festivals auf. Ihre Live-Performances beinhalten neben Musik auch Tanz- und Theater-Elemente sowie eine ausgeprägte Bühnenästhetik.[7][2]
Diskografie
Alben
Weblinks
- Offizielle Website
- Arbeitsgruppe Lobotomie bei Facebook
- Arbeitsgruppe Lobotomie bei Discogs
- Legwespenprodukte
Einzelnachweise
- ↑ a b c Bandliste.de: Arbeitsgruppe Lobotomie
- ↑ a b Livegigs.de: Konzertankündigung Arbeitsgruppe Lobotomie
- ↑ Rock, um zu Helfen 2024 - Alle Infos zum Line-Up, Aftermovie. Abgerufen am 14. Dezember 2025.
- ↑ a b Apple Music: Ein Spiegel der Gesellschaft
- ↑ a b Apple Music: Etikettenschwindel
- ↑ Legwespenprodukte. Abgerufen am 27. Oktober 2025.
- ↑ a b Schwarzes-München.de: Konzertbeschreibung
- ↑ a b Amboss-Magazin: Interview Klarstellungsharmonika
- ↑ a b Spontis.de: Nazi-Chic – immer noch Provokation?
- ↑ „Unerhört!“ von Arbeitsgruppe Lobotomie bei Apple Music. 24. Februar 2023, abgerufen am 27. Oktober 2025 (deutsch).