Arbeitsgruppe Auslandslehrkräfte

Die Arbeitsgruppe Auslandslehrkräfte (AGAL) der bundesdeutschen Bildungsgewerkschaft Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kümmert sich um die Rechte und Belange von Lehrern aus der Bundesrepublik, die im Ausland tätig sind und Unterstützung in verschiedenen Bereichen benötigen.

Aufgaben

Die AGAL bietet Auslandslehrern aus den deutschen Bundesländern Unterstützung in verschiedenen Bereichen. Dazu gehören Informationen zu Arbeitsverträgen, Tarifen und Arbeitsbedingungen im Ausland, Beratung bei rechtlichen Fragen sowie Hilfe bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen.

Die AGAL macht gewerkschaftliche Lobbyarbeit für Lehrkräfte im Auslandsschulwesen. Sie bereitet politische Stellungnahmen vor und ist im Dialog mit Regierungsstellen, Institutionen und Verbänden wie dem Auswärtigen Amt, der Zentralstelle für Auslandsschulwesen oder dem Weltverband Deutscher Auslandsschulen.[1]

Die Arbeitsgruppe organisiert auch regelmäßige Treffen, Konferenzen und Fortbildungen für Auslandslehrer, um einen Austausch von Erfahrungen und Informationen zu ermöglichen. Sie vertritt die Interessen der Auslandslehrer gegenüber politischen Institutionen und anderen Akteuren.[2][3]

Zusammenarbeit mit anderen Akteuren

Sie gehört mit dem Auswärtigen Amt, der Kultusministerkonferenz, dem Weltverband der Auslandsschulen, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) und dem Verband der Auslandslehrer zu den Akteuren des bundesdeutschen Auslandsschulwesens.[4]

Während die AGAL als gewerkschaftliche Teilorganisation innerhalb der GEW agiert, ist der Verband Deutscher Lehrkräfte im Ausland (VdLiA) eine eigenständige, parteipolitisch und konfessionell neutrale Interessensvertretung, gegründet bereits 1954.[5] Er steht im Sinne seiner satzungsgemäßen Ziele den aktiven, ehemaligen oder zukünftigen Auslandslehrkräften zur Seite – etwa durch Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und politische Lobbyarbeit.[6] AGAL und VDLiA nehmen regelmäßig an Veranstaltungen des Weltverbands deutscher Auslandsschulen (WDA) teil.[7]

Die Kultusministerkonferenz arbeitet über ihren Bund-Länder-Ausschuss für die Schulen im Ausland mit der ZfA, die Teil des Auswärtigen Amtes ist, zusammen, aber auch mit den Interessenverbänden der Auslandslehrer, AGAL und VdLiA und dem WDA, der die Interessen der Schulträger der Auslandsschulen vertritt.[8]

Einzelnachweise

  1. Über uns: Viele Jahre Auslandserfahrung in der AGAL. In: GEW - Die Bildungsgewerkschaft. 22. Mai 2015, abgerufen am 24. August 2025.
  2. Arbeitsgruppe Auslandslehrkräfte und Über uns: Viele Jahre Auslandserfahrung in der AGAL. In: GEW - Die Bildungsgewerkschaft. 22. Mai 2015, abgerufen am 24. August 2025.
  3. Im Ausland arbeiten. In: GEW - Die Bildungsgewerkschaft. 4. November 2015, abgerufen am 24. August 2025.
  4. Akteure im Auslandsschulwesen. In: GEW - Die Bildungsgewerkschaft. 4. November 2015, abgerufen am 24. August 2025.
  5. VdLiA: Home. Abgerufen am 24. August 2025.
  6. Verband Deutscher Lehrer im Ausland (VDLiA). Abgerufen am 24. August 2025.
  7. Marianne Sallinger: WDA im Austausch mit AGAL zu den Deutschen Auslandsschulen. In: Weltverband Deutscher Auslandsschulen e.V. 24. Oktober 2023, abgerufen am 24. August 2025.
  8. Verantwortung für die Auslandsschulen. Abgerufen am 24. August 2025.