Arbeiter-Schwimm-Verein Wien

ASV Wien
Name Arbeiter-Schwimm-Verein Wien
Vereinsfarben rot und blau
Gründung 12. September 1909 in Wien
ZVR-Zahl 867301252
Dachverband ASKÖ
Website asv-wien.at

Der Arbeiter-Schwimm-Verein Wien, Eigenschreibweise Arbeiter Schwimm Verein Wien, kurz ASV Wien, ist ein österreichischer Schwimmsportverein aus Wien.

1909 gegründet, damals noch als Arbeiterschwimmverein, war er einst der größte Sportverein Österreichs. Der ASV Wien führte im Laufe seiner bewegten Geschichte verschiedenste Sektionen, machte den Schwimmsport über die Landesgrenzen Wiens populär, erteilte Unterricht, veranstaltete Wettkämpfe und zeichnete für die Schaffung des Arbeiterstrandbades verantwortlich.[1]

Aktuell gliedert sich der ASV Wien in die vier Sektionen: Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen und Sportbad.

Geschichte

In der Arbeiter Zeitung wurde vom Leipziger Max Kurze per Inserat Mitglieder für einen Schwimmverein gesucht. Der Verein wurde am 12. September 1909 in der Kreitnergasse 29 in Ottakring gegründet, erster Obmann wurde Johann Swoboda, sein Stellvertreter Franz Porsche. Die Schwimmübungen wurden ab dem 2. November 1909 im Margaretenbad veranstaltet. Als Naturbad wurde dem Verein 1910 die Hahninsel beim Gänsehäufel zugesprochen und 1911 wieder weggenommen. 1912 eröffnete das Arbeiterstrandbad, bei dem Vereinsmitglieder beim Bau beteiligt waren. 1913 bot der Verein im Wilhelminenbad in Ottakring seine Schwimmübungen an.[2]

1919 wurde eine Leichtathletiksektion gegründet. Auf Initiative von ASV-Mitgliedern wurde der Verband der Arbeiter- und Soldatensportvereine Österreichs gegründet. 1924 siedelten sich der ASV Wien, der Wiener Arbeiter-Turnverein und der Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich (ASKÖ), früher VAS, am Margarethengürtel an.

Im Amalienbad, das 1926 eröffnet wurde, und im Jörgerbad fand um den 1. Mai 1945 die Meisterschaften des Vereins statt. In der Chronik wird 1929 ein Handballspiel gegen Nord Wien erwähnt. Im Februar 1934 werden alle Arbeitersportvereine aufgelöst. Die früheren Vereinsmitglieder des ASV Wien treffen sich unter dem Namen Bewegung XVII im Jörgerbad und in der Hernalser Sportschule.

Im September 1945 wird das Vereinsleben wieder aufgenommen und ein kostenloser Schwimmunterricht im Margarethenbad angeboten. Das völlig zerstörte Arbeiterstrandbad wurde vom ASV Wien übernommen. Im Dezember 1945 organisierte der Verein die ersten Wiener Meisterschaften nach dem Krieg im Margarethenbad.

Wasserball

Unter dem Namen ASV Ströck Wien stellt der Verein sowohl in der Damen- als auch in der Herren-Wasserball-Bundesliga ein Team und betreut erfolgreich zahlreiche Nachwuchsteams.

Die Vereinsfarben sind rot und blau, die Heimspiele werden im Amalienbad ausgetragen.

Erfolge
  • 7 × Österreichischer Meister (Männer): 1983, 1984, 2005, 2006, 2020, 2024, 2025
  • 7 × Österreichischer Meister (Damen): 2004, 2010, 2011, 2013, 2015, 2023, 2025

Einzelnachweise

  1. Turnen, Sport und Spiel. In: Arbeiter-Zeitung, 11. Dezember 1927, S. 12 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/aze
  2. ASV Wien, Geschichte. Arbeiter-Schwimm-Verein Wien, abgerufen am 26. September 2025.