Aragaz

Aragaz
Aragaz mit seinen vier Gipfeln
Höhe 4090 m
Lage Aragazotn, Schirak, Armenien
Gebirge Armenisches Hochland
Schartenhöhe 2143 m
Koordinaten 40° 31′ 24″ N, 44° 11′ 36″ O
Typ Schichtvulkan
Alter des Gesteins Holozän
Besonderheiten höchster Berg Armeniens
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fd2

Der Aragaz (armenisch Արագած; auch Aragac, Alagyaz) ist ein erloschener Schichtvulkan und mit 4090 m die höchste Erhebung in Armenien.[1]

Geografie

Der Berg befindet sich an der Grenze der beiden Provinzen Aragazotn und Schirak nordwestlich der Hauptstadt Jerewan. Außer dem Hauptgipfel im Norden bilden der Westgipfel mit 4001 m, der Ostgipfel mit 3916 m und der Südgipfel mit 3879 m den gezackten Kraterrand, der nach dem Auseinanderbrechen im Jungpleistozän des ursprünglich wohl 10000 m hohen Berges übrig blieb.

Im Süden des Aragaz liegt Aschtarak, die Hauptstadt der Provinz Aragazotn. Nach dem alternativen armenischen Namen Alagyaz ist das Dorf Alagyaz im Nordosten benannt. Im Nordwesten liegt die Stadt Artik, im Südwesten die Stadt Talin.

Menschliche Nutzung

Der Aragaz ist in den Sommermonaten ein beliebtes Ziel für Bergwanderer. An seinem Südhang befindet sich seit 1946 das Observatorium Bjurakan.[2] Diese Sternwarte war eine der Hauptsternwarten der Sowjetunion.

Nahe dem Gipfel des Aragaz liegt auf 3200 m die Orgow-Station, eine Beobachtungsstation des Physikalischen Instituts Jerewan zur Erforschung kosmischer Teilchen. Auf ähnlicher Höhe liegt auch der Kari-See an den Hängen des Vulkans.

Am 28. Mai 2005 wurde am Fuße des Berges zum 90. Jahrestag des Endes des Völkermordes an den Armeniern und in Erinnerung an die kurzlebige Erste Republik eine 163 km lange und ununterbrochene Menschenkette, bestehend aus 200.000 Personen, um den Aragaz gebildet.[2]

Bilder

Commons: Aragaz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Artikel Aragaz in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D67233~2a%3D~2b%3DAragaz
  2. a b Tigrane Yegavian: Arménie : À l’ombre de la montagne sacrée (= Collection L’Âme des Peuples). Éditions Nevicata, Bruxelles 2015, ISBN 978-2-87523-071-3, S. 46 f.