Apidologie (Zeitschrift)
| Apidologie
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|---|---|
| Beschreibung | Internationale zoologische Fachzeitschrift zur Bienenforschung |
| Fachgebiet | Entomologie, Zoologie, Bienenforschung (Apoidea) |
| Sprache | Englisch |
| Verlag | Springer Nature (seit 2011) (Frankreich / Deutschland) |
| Erstausgabe | 1970 |
| Gründer | Friedrich Ruttner; Jean Louveaux |
| Erscheinungsweise | zweimonatlich |
| Impact Factor | 2,2 (2024)[1] |
| Weblink | www.springer.com/journal/13592 |
| Artikelarchiv | www.apidologie.org |
| ISSN (Print) | 0044-8435 |
| ISSN (online) | 1297-9678 |
| CODEN | APIDAB |
Apidologie ist eine internationale, begutachtete wissenschaftliche Fachzeitschrift auf dem Gebiet der Bienenforschung. Sie widmet sich der umfassenden Biologie der Insekten-Superfamilie Apoidea und veröffentlicht Originalarbeiten und Übersichtsartikel zur Biologie von Bienen (Apidae), einschließlich der Honigbiene (Apis mellifera) sowie anderer eusozialer und solitärer Bienenarten.
Geschichte
Apidologie entstand aus der Zusammenlegung der französischsprachigen Zeitschrift Annales de l’Abeille (INRA) und der deutschsprachigen Zeitschrift für Bienenforschung (Deutscher Imkerbund). Die Idee zur Fusion wurde 1968 in Oberursel zwischen Jean Louveaux (INRA) und Friedrich Ruttner (Institut für Bienenkunde Oberursel) entwickelt; 1970 erschien die erste Ausgabe der neuen Zeitschrift.[2]
Von Beginn an war Apidologie als internationale Zeitschrift konzipiert. In den Anfangsjahren wurden Beiträge in Französisch, Deutsch und Englisch veröffentlicht; seit 2001 ist Englisch die alleinige Publikationssprache. Die Zeitschrift ist die offizielle Publikation des französischen INRAE und des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.). Der Titel Apidologie ist gemeinsames Eigentum von INRA(E) und D.I.B. Die redaktionelle Arbeit erfolgt durch ein internationales Editorial Board ohne einzelnen Chefredakteur.[1]
Nach verschiedenen Verlagen (u. a. INRA-intern, Elsevier, EDP Sciences) wird Apidologie seit 2011 von Springer Nature publiziert.[1]
Inhalt und Ausrichtung
Apidologie veröffentlicht begutachtete Originalarbeiten und Übersichtsartikel zur Biologie der Apoidea im weiteren Sinn. Zu den thematischen Schwerpunkten zählen:
- Verhaltensbiologie und Neurobiologie
- Ökologie und Bestäubung
- Physiologie und Genetik
- Toxikologie und Pathologie (z. B. Parasiten und Krankheiten)
- Systematik, Evolution und Bienen-Pflanzen-Interaktionen
Die Zeitschrift begrüßt auch Beiträge zu Zucht, Nutzung und praktischen Anwendungen von Apoidea und ihren Produkten, sofern sie einen klaren Beitrag zum Verständnis der Bienenbiologie leisten. Bevorzugt werden hypothesengetriebene Studien; rein deskriptive Arbeiten von lokalem Interesse werden nicht angenommen. Neben regulären Ausgaben erscheinen regelmäßig thematische Sonderhefte („Special Issues“).[1]
Publikationspraxis
Die Zeitschrift verwendet ein internationales Peer-Review-Verfahren und erscheint im Hybridmodell (Subskription mit optionalem Open Access). Frühere Jahrgänge (einschließlich der Vorgängerzeitschriften) sind über institutionelle Archive zugänglich, neuere Ausgaben über die Plattform des Verlags.
In der Phase der Zusammenarbeit mit EDP Sciences (2001–2010) stieg der Impact-Faktor nach Angaben des Archivs von 1,384 (2000) auf 1,493 (2010), was die zunehmende internationale Sichtbarkeit widerspiegelte.[3] Nach Angaben des Verlags lag der Journal Impact Factor 2024 bei 2,2 und der 5-Jahres-Impact-Faktor bei 2,7; die mediane Zeit von Einreichung bis zur ersten Entscheidung wurde mit 36 Tagen angegeben, die Downloads lagen bei rund 500.000.[1]
Redaktion
Die redaktionelle Betreuung erfolgt durch ein internationales Editorial Board sowie ein International Scientific Board.
- Managing Editor: Marianne Peiffer (INRAE, Centre de recherche Grand Est-Nancy)[4]
Weitere Mitglieder des Editorial Board stammen aus Institutionen in Europa, Nordamerika und Südamerika, darunter Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Brasilien, den USA und weiteren Ländern.[4]
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e Springer Nature: Apidologie (Startseite, Overview & Journal metrics). https://www.springer.com/journal/13592
- ↑ Courant, C.; Koeniger, G.; Hartfelder, K. (2021): Apidologie 50 years. In: Apidologie 52, 35–44. https://doi.org/10.1007/s13592-020-00797-8
- ↑ Apidologie: Archiv- und Informationsseite. https://www.apidologie.org
- ↑ a b Springer Nature: Editorial board – Apidologie. https://link.springer.com/journal/13592/editorial-board