Antonio La Regina

Antonio La Regina (geboren am 2. August 1989 in Trient, Italien) ist ein in Österreich lebender Regisseur, Filmproduzent, Moderator und Keynote-Speaker. Er ist Gründer der Wiener Filmproduktionsfirma Stilkraft Film e.U.[1][2][3]

Leben

La Regina wurde 1989 in Trient geboren und wuchs in Südtirol auf. Seine Familie hat italienische und österreichische Wurzeln, sein Vater war Carabinieri, seine Mutter stammt aus Lienz in Osttirol.[1][4] Nach der Matura entschied er sich für eine Offizierslaufbahn beim österreichischen Bundesheer und absolvierte die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt mit ausgezeichnetem Abschluss.[1][5] Im Rahmen seiner Ausbildung und Tätigkeit diente er international, unter anderem an der französischen Militärakademie Saint-Cyr, und war später stellvertretender Kompaniekommandant eines Fallschirmjägerverbandes in Klagenfurt.[1][5]

Am 13. Januar 2015 stürzte La Regina während einer Skitour am Weissseekopf in Oberkärnten etwa 150 Meter über felsiges Gelände ab und erlitt dabei schwere Verletzungen.[6][7][5] Er wurde in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt, verbrachte Monate im Rollstuhl und mehr als ein Jahr in Rehabilitation. Den Unfall beschreibt er als einschneidende Nahtoderfahrung, die sein weiteres Leben und seine berufliche Neuorientierung prägte.[6][5]

Nach der Rehabilitation wechselte La Regina in den Bildungs- und Medienbereich. Zunächst arbeitete er als Sprachlehrer und Dolmetscher an Einrichtungen des österreichischen Bundesheeres, unter anderem an der Landesverteidigungsakademie in Wien.[1][5] Später war er als Morning-Show-Moderator im österreichischen Privatradio, 88.6, tätig.[1]

2018 machte sich La Regina als Produzent selbständig und gründete 2021 in Wien die Filmproduktionsfirma Stilkraft Film e.U.[2][8][9] Als Regisseur und Filmproduzent arbeitet er seitdem vor allem an dokumentarischen Stoffen. Parallel steht er als Moderator von Veranstaltungen und als Keynote-Speaker auf der Bühne.[1][10]

Werk

Film und Dokumentarfilm

La Regina konzentriert sich in seiner filmischen Arbeit auf dokumentarische, semidokumentarische und sozialkritische Projekte mit biografischem und historischem Hintergrund.[8][1]

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Kinofilm „Der Wettkampf meines Lebens – Die Geschichte von Axel Mitbauer“. Der semidokumentarische Film erzählt die Flucht des ehemaligen DDR-Spitzenschwimmers Axel Mitbauer, der 1969 nach Wochen der Haft, Verhören und einem lebenslangen Sportverbot in einer Nacht rund 25 Kilometer durch die Ostsee schwimmt, um die Bundesrepublik Deutschland zu erreichen.[1][3] Der Film kombiniert Interviews mit Mitbauer und weiteren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen mit nachgestellten Szenen, die an Originalschauplätzen in Leipzig, Berlin-Hohenschönhausen und an der Ostseeküste gedreht wurden.[1]

La Regina wurde auf Mitbauers Geschichte im Zuge von Recherchen zur Berliner Mauer und zum Kalten Krieg aufmerksam und verfolgte das Projekt über mehrere Jahre. 2025 startete der Film in deutschen, österreichischen, Schweizer und südtiroler Kinos.[1][3]

Neben „Der Wettkampf meines Lebens – Die Geschichte von Axel Mitbauer“ entstanden weitere dokumentarische Arbeiten, darunter „Some lives in Altavilla“ (2022) und „Auf einem Stück Land in Österreich“ (2025). In diesen Projekten tritt La Regina jeweils als Regisseur, Autor und Produzent auf.[8]

Vortrag „Mein Glücksfall“

Seit 2023 verarbeitet La Regina seine eigene Unfallgeschichte in dem Motivationsvortrag „Mein Glücksfall“. Ausgangspunkt ist der Skitourenunfall am Weissseekopf im Januar 2015, bei dem er 150 Meter abstürzte und nur knapp überlebte.[6][7][5]

Der Vortrag verbindet die chronologische Schilderung des Unfalls, der Rettungsaktion und der langen Rehabilitation mit Originalaufnahmen seiner Helmkamera sowie weiteren Bild- und Videodokumenten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Führung in Extremsituationen, Teamarbeit im Rettungseinsatz, Resilienz und der Umgang mit persönlichen Krisen.[6][11]

„Mein Glücksfall“ wird in Österreich und der Schweiz in Theatern, Kinos und bei Unternehmensveranstaltungen gezeigt, unter anderem im Kolpingsaal in Lienz und im Filmtheater des Verkehrshauses der Schweiz in Luzern.[6][7][5]

Filmografie (Auswahl)

  • 2022: „Some lives in Altavilla“ (Dokumentarfilm, Regie, Drehbuch, Produktion)[8]
  • 2025: „Auf einem Stück Land in Österreich“ (Dokumentarfilm, Regie, Drehbuch, Produktion)[8]
  • 2025: „Der Wettkampf meines Lebens – Die Geschichte von Axel Mitbauer“ (Dokumentarfilm, Regie, Drehbuch, Produktion, Executive Producer)[8][3][1]

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l Wie das Unvorstellbare gelang: Die Axel-Mitbauer-Story. In: Die Presse. 9. Juni 2025, abgerufen am 18. November 2025.
  2. a b c Stilkraft Film. In: stilkraft-film.com. Abgerufen am 18. November 2025.
  3. a b c d e Der Wettkampf meines Lebens – Die Geschichte von Axel Mitbauer. In: Hollywood Megaplex. Abgerufen am 18. November 2025.
  4. „Der Wettkampf meines Lebens“ – Sondervorführung im Zentralkino. In: Wiener Neustädter Nachrichten. Abgerufen am 18. November 2025.
  5. a b c d e f g La Regina live im Verkehrshaus Luzern: Mein Glücksfall – Wie man abstürzt und wieder aufsteht. In: ticker.ch. 10. November 2025, abgerufen am 18. November 2025.
  6. a b c d e „Mein Glücksfall“: Antonio La Regina erzählt in Lienz seine Motivationsgeschichte. In: Osttirol heute. 16. Februar 2023, abgerufen am 18. November 2025.
  7. a b c Vortrag im Filmtheater: Mein Glücksfall. In: Schweiz Tourismus. Abgerufen am 18. November 2025.
  8. a b c d e f Antonio La Regina – Director and Executive Producer. In: FilmFreeway. Abgerufen am 18. November 2025.
  9. Impressum Stilkraft Film e.U. In: stilkraft-film.com. Abgerufen am 18. November 2025.
  10. a b Antonio La Regina – Regisseur, Produzent, Moderator. In: antoniolaregina.com. Abgerufen am 18. November 2025.
  11. Mein Glücksfall – Keynote für Firmen, Galas und Events. In: antoniolaregina.com. Abgerufen am 18. November 2025.