Anton Zagler

Anton Zagler (* 12. Oktober 1913 in Puchbach bei Köflach; † 31. August 1969 in Graz) war ein österreichischer Bergwerksarbeiter, Betriebsrat und Politiker (SPÖ).

Vom 4. Juni 1959 bis zu seinem Tod gehörte er dem Steiermärkischen Landtag in drei Gesetzgebungsperioden an.

Leben und Wirken

Anton Zagler wurde am 12. Oktober 1913 als Sohn des Bergarbeiters Matthäus Zagler (* 20. September 1877 in Unterwald bei Ligist; † 19. Jänner 1926 in Puchbach bei Köflach)[1] und dessen Ehefrau Johanna (geborene Jauk; * 21. Mai 1876 in Puchbach bei Köflach; † 23. Dezember 1940 in Tregist)[2] in Puchbach bei Köflach geboren und am 15. Oktober 1913 auf den Namen Anton getauft.[3] Seine Eltern hatten am 10. November 1901 geheiratet.[4] Am 27. Mai 1923 wurde Zagler, der mit mehreren Geschwistern aufwuchs und im Alter von zwölf Jahren seinen Vater verlor,[1] in Graz gefirmt.[3]

Nach dem erfolgreichen Schulabschluss wurde Anton Zagler als Bergarbeiter im weststeirischen Kohlenrevier tätig und war solcher bis zu seiner Einberufung in den Kriegsdienst beschäftigt. Am 27. Mai 1939 heiratete er standesamtlich in Lankowitz und einen Tag später kirchlich in der Pfarre Maria Lankowitz die aus Kärnten stammende Juliana Monsberger (* 10. Februar 1916 in Untergösel; † 16. Jänner 1995 in Köflach)[5].[3] Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann er seine politische Karriere und war über mehrere Jahre hinweg Gemeinderat von Köflach. Ebenfalls erst nach Kriegsende wurde er 1948 zum Betriebsratsobmann des Bergbaus Piberstein gewählt und stieg im Laufe der Jahre stieg er zum Zentralbetriebsratsobmann der GKB-Betriebe auf. Rund um den Jahreswechsel 1966/67 zog Zagler in den Aufsichtsrat der GKB ein.[6]

Nachdem der bisherige Mandatar Otto Rösch aufgrund seiner dienstlichen Übersiedelung nach Niederösterreich mit Schreiben vom 22. Mai 1959 sein Mandat als Abgeordneter des Steiermärkischen Landtages zurückgelegt hatte, folgte ihm Zagler in der 34. Sitzung der IV. Gesetzgebungsperiode am 4. Juni 1959 als Nachrücker nach.[7] Noch in derselben Sitzung wurde Zagler anstelle Röschs als Ersatzmitglied in den Finanzausschuss gewählt und zudem Ersatzmitglied des Kontrollausschusses, nachdem Adalbert Sebastian als ordentliches Mitglied an Röschs Stelle aufgerückt war.[7] Andere Ausschüsse, in denen Otto Rösch ordentliches Mitglied bzw. Ersatzmitglied war, wurden durch andere Abgeordnete besetzt.[7]

Mit seinem Tod am 31. August 1969 schied der damals 55-Jährige nach drei Gesetzgebungsperioden (IV., V. und VI.) aus dem Steiermärkischen Landtag aus, in dem er unter anderem dem Fürsorge- und dem Kontrollausschuss angehörte und als Ersatzmitglied im Verkehrs- und volkswirtschaftlichen Ausschuss sowie im Finanz- und Landeskulturausschuss tätig war. Darüber hinaus fungierte er einige Zeit auch als Ordner im Hohen Haus und setzte sich während seiner Zeit als Abgeordneter stets für den steirischen Bergbau ein. Aus dem Wahlkreis „Mittel- und Untersteier“ folgte ihm der ebenfalls bei der GKB tätige Karl Klancnik als Nachrücker nach.

In der Katastralgemeinde Pichling bei Köflach erinnert heute die Anton-Zagler-Straße an den früh verstorbenen Bergwerksarbeiter, Zentralbetriebsratsobmann und Landespolitiker.

Einzelnachweise

  1. a b Sterbebuch Maria Lankowitz, tom. IV, fol. 351 (Faksimile), abgerufen am 13. Oktober 2025
  2. Taufbuch Köflach, tom. XI, fol. 330 (Faksimile), abgerufen am 13. Oktober 2025
  3. a b c Taufbuch Maria Lankowitz, tom. VI, fol. 141 (Faksimile), abgerufen am 13. Oktober 2025
  4. Trauungsbuch Köflach, tom. XII, fol. 70 (Faksimile), abgerufen am 13. Oktober 2025
  5. Taufbuch St. Gertraud im Lavanttal, tom. VII, fol. 37 (Faksimile), abgerufen am 13. Oktober 2025
  6. Stenographischer Bericht – 18. Sitzung des Steiermärkischen Landtages – VI. Gesetzgebungsperiode – 3. Dezember 1966, abgerufen am 13. Oktober 2025
  7. a b c Stenographischer Bericht – 34. Sitzung des Steiermärkischen Landtages – IV. Gesetzgebungsperiode – 4. Juni 1959, abgerufen am 13. Oktober 2025