Anton Rosing

Hans Anton Rosing (* 14. August 1828 in Fredrikstad; † 29. März 1867 in Ås)[1] war ein norwegischer Chemiker, der als Aufklärer auf dem Gebiet der Chemie bekannt ist.[2][3]

Leben

Nach seinem Studium an der Dänemarks Technische Universität kehrte er nach Norwegen zurück und arbeitete ab 1852 im Christiania Gasværk. 1854 erhielt er ein Stipendium für ein Studium der Landwirtschaft, nachdem das Storting die Gründung einer nationalen Hochschule für dieses Fach beschlossen hatte. Rosing studierte Chemie an der Forstliche Lehranstalt Tharandt (heute Teil der Technische Universität Dresden) und traf dort seinen norwegischen Kommilitonen Peter Christen Asbjørnsen, der Forstwirtschaft studierte.

Ab 1856 war Rosing in Paris, wo er einige Artikel veröffentlichte, und 1858 reiste er weiter nach Edinburgh, wo er an einer Lebensmittelvergiftung erkrankte.

Ab 1861 lehrte er Physik und Chemie an der neu gegründeten Norges landbrukshøgskole in Ås. Er initiierte die ersten Boden- und Futteranalysen, die zu den Vorläufern der späteren staatlichen Kontrollstationen wurden. Für seine Prototypen von Fischmehl, Keksen und Milchpulver erhielt er vier Medaillen.

Er heiratete im Jahr 1865 seine Cousine Hedevig Rosing und starb vier Jahre später. Seine Frau veröffentlichte 1869 eine Biographie,[4] im selben Jahr schrieb auch sein enger Freund Asbjørnsen eine Biografie.[5]

Er ist mit seiner Frau auf dem Vår Frelsers Gravlund in Oslo begraben.[6]

Karriere

  • Polyteknisk Forening i København, medstifter 1845
  • Den Polytekniske Forening i Kristiania, medstifter 1852
  • Polyteknisk Tidsskrift medstifter 1854
  • Société Chimique de Paris (nå Société Chimique de France), medstifter 1857
  • Bulletin de la Société chimique de France, medstifter 1857
  • Norsk Landmandsbog, stifter og redaktør 1865–67[7]

Einzelnachweise

  1. Thorbjørn Johan Sander: Anton Rosing. In: Norsk biografisk leksikon. 12. August 2025 (snl.no [abgerufen am 14. Oktober 2025]).
  2. Anton Rosing, biografi. (norwegisch).
  3. Rosing, Anton. (norwegisch).
  4. Hedevig Rosing: Ungdomstid og Reiseliv. Udvalg af Anton Rosings Breve og Optegnelser. Hrsg.: Dybwad. 1869 (norwegisch, nb.no).
  5. P. Chr. Asbjørnsen: Anton Rosing, biographie. Christiania 1869 (norwegisch, nb.no).
  6. Agriculturchemiker Anton Rossing. 31. Oktober 2017, archiviert vom Original am 2. Juli 2019; (norwegisch).
  7. Anton Rosing: Norsk Landmandsbog. Hrsg.: Dybwad. 1865 (norwegisch, nb.no).