Anton Neudörffer
Anton Neudörffer (von Neudegg) (* 5. März 1571 in Nürnberg; † 28. April 1628 in Regensburg) war ein deutscher Schreib- und Rechenmeister.
Leben und Werk
Neudörffers Eltern waren der Nürnberger Schreib- und Rechenmeister Johann Neudörffer der Jüngere (* 22. Februar 1543 in Nürnberg; † 1. November 1581 in Nürnberg) und dessen erste Ehefrau Susanna Widemann (* in Augsburg als Tochter von Caspar und Anna Widemann; † 12. März 1581 in Nürnberg). Seine Großeltern väterlicherseits waren der Nürnberger Schreib- und Rechenmeister Johann Neudörffer der Ältere und dessen zweite Ehefrau Katharina Nathan.[1] Anton Neudörffers älterer Bruder war der Nürnberger Stadtphysikus Johann III Neudörffer (* 18. August 1567 in Nürnberg; † 27. Oktober 1639 in Nürnberg).[2] Ein Neffe von Anton Neudörffer war der Korporal Johann IV Neudörffer (* 30. August 1600; † 25. Mai 1639), der älteste Sohn von Johann III Neudörffer.[3]
Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete Anton Neudörffers Vater am 26. Juli 1581 ein zweites Mal, nämlich Justina Hentz (* 28. Februar 1556 in Nürnberg; † 18. Mai 1615 in Nürnberg). Kurz darauf starb er selbst. Seine Witwe verehelichte sich am 21. Januar 1583 in Nürnberg mit Konrad Schiller.[4]
Anton Neudörffer hatte seinen Großvater nicht mehr gekannt. Er bekam seine Ausbildung zunächst von seinem Vater. Nach dem frühen Tod seiner Eltern wuchs er bei seinen Stiefeltern auf und wurde vom Nürnberger Rechenmeister Adam Strobel († 2. November 1604),[5] einem Schüler seines Großvaters, weiter unterrichtet. 1591 ging er nach Köln, um beim Lautenspieler Adrian Denss[6] Französisch zu lernen, und nach Antwerpen, um die Aritmétique von Valentin Mennher[7] ins Deutsche zu übersetzen. Nach einer Italienreise ließ er sich in Nürnberg als Schreib- und Rechenmeister nieder.[8]
Neudörffer heiratete am 18. April 1597 Anna Elisabeth Glöckner, Tochter des Doktors beider Rechte Heinrich Glöckner aus Speyer. Zeitnah wird er seine Schreib- und Rechenschule in Nürnberg eröffnet haben. Jetzt wurde er auch als Autor produktiv:[9]
- 1598 Schreibmeisterbuch in brillanten Farben auf Pergament
- 1599 Künstliche vnd Ordentliche Anweyßung der gantzen Practic
- 1600 Verzeichnuß etlicher Teutschen vnd Lateinischen Gebetlein
- 1601 dem Rat der Stadt Nürnberg gewidmete Schreibkunst in zwei Teilen.
1601 veröffentlichte der St. Galler Esaias Weber (* 3. Januar 1566; † 20. November 1610) mit seiner Arithmetica ein weitreichendes Plagiat von Neudörffers Practic (1599), allerdings mit selbst verfassten Lösungswegen zu den Aufgaben.[10]
1603/1604 steuerte Neudörffer die Aufgabe CXIV (Lösung mit kubischer Gleichung) zu Johannes Faulhabers Arithmetischem Cubicossischem Lustgarten bei.[11]
Am 13. August 1607 erhob ihn Kaiser Rudolf II. in den rittermäßigen Reichsadelsstand mit dem Prädikat ‘’von Neudegg’’ (das keinem speziellen Ort zugeordnet werden kann). Die seinem Großvater verliehenen Privilegien (Freiheiten) samt dem Hofpfalzgrafenamt (comes palatinus) wurden auf ihn ausgedehnt. Dessen 1543 erteiltes und am 19. Juni 1555 gebessertes Wappen wurde durch einen Spangenhelm weiter gebessert.[12]
Am 5. April 1609 gab Neudörffer das Nürnberger Bürgerrecht auf und zog mit seiner Frau nach Regensburg. Gründe für diese Entscheidung sind nicht bekannt.[13] In Regensburg trat er nicht mit einer Rechenschule in Erscheinung, sondern lebte offenbar von seinem Vermögen und der Kreditvergabe.[14]
1616 brachte Neudörffer sein Rechenbuch Practic in erweiterter Form mit dem neuen Titel Arithmetic heraus (s. u. ‚Details‘).
Am 1. Mai 1620 wurde ihm und seinem Bruder Johann III der Reichsadelsstand zusammen mit einer weiteren Wappenbesserung (Vierung) verliehen. Das Prädikat von Neudegg und die Hofpfalzgrafenwürde wurden auf Johann III ausgedehnt.[15]
Am 16. Mai 1616 wurde Neudörffers erste Ehefrau Anna Elisabeth in Regensburg bestattet. Acht Jahre später ging er seine zweite Ehe ein: am 26. April 1624 mit der Lebküchnerstochter Margareta Aufhamer (* 1. März 1598).[16] Am 26. April 1628 kam die Tochter Susanna Catharina auf die Welt, die schon am 17. August 1634 zu Grabe getragen wurde.[17] Kurz nach der Geburt seiner Tochter starb Neudörffer in Regensburg und wurde am 28. April 1628 bestattet.[18] Seine Witwe Margareta verheiratete sich am 2. März 1630 mit dem Regensburger Ratsherrn Georg Dimpfel.[19]
Details zu Neudörffers Rechenbüchern
Die Künstliche vnd Ordentliche Anweyßung der gantzen Practic besteht aus 12 Kapiteln („Buechlein“) und enthält damals gängige Themen: Mengen, Preise, Bruchrechnung, Dreisatz („Regula de tri“), Warenrechnung („Haushaltung“), Währungen („Wechsel“), Mengen (Maß-, Gewichts- und Gebinde-Einheiten: „Hantierung“), Umgekehrter Dreisatz („Regula conversa“), Fünfsatz („Regula quinque“), Gewinn und Verlust, Warentransport, Zins („Wucher“), Warentausch („Stich“), Kaufmannsgesellschaften, Faktoreien, Edelmetalle, Münzlegierungen. Neudörffer verwendete keine mathematischen Symbole (Operatoren) und keine Gleichungen mit einer Unbekannten, also keine Algebra.[20] Die Aufgabensammlung ist umfangreich; bei jeder Aufgabe ist aber nur das Ergebnis ohne Lösungsweg angegeben. Deshalb ist das Rechenbuch nicht zum Selbststudium geeignet, sondern setzt den kostenpflichtigen Unterricht bei einem Rechenmeister voraus.
1616 erweiterte Neudörffer sein Rechenbuch unter dem neuen Titel Arithmetica um zwei Kapitel: die „Schwarze Münze[21] in Bayern und Schwaben“ und die „Regel helcataim oder positionum in 199 Exempeln“.[22]
In der Editio quarta von 1627 erschien erstmals ein „Appendix“ („Fragmenta“) mit 86 Aufgaben aus Neudörffers geplanter, aber nie gedruckter Grosser Arithmetic.[23] In der postumen Editio quinta von 1634 kamen von der Hand des Verlegers nochmals 22 „Zugab-Exempel“ („Recreationis exempla“) daraus hinzu.[24] Eine wertvolle, sonst nirgends dokumentierte Sammlung von weiteren 285 gelösten Aufgaben aus der Grossen Arithmetic überlieferte der Regensburger Rechenmeister Georg Wendler (er musste auf irgendeine Weise Zugang zu einem Manuskript bekommen haben) in seiner Handschrift Analysis vel Resolutio.[25] Er löste dort auch alle Aufgaben aus den Abschnitten „Helcataim“, „Appendix“ und „Zugab-Exempel“ des gedruckten Rechenbuchs.[26] Der auf diese Weise überlieferte Bestand der Grossen Arithmetic bildet eine Fundgrube mit teilweise sehr originellen und anspruchsvollen Aufgaben.[27]
Neudörffer stellte am Ende von drei Ausgaben seines Rechenbuchs ein Wortrechnungsrätsel[28] ohne Lösung: 1599[29], 1616[30], 1627[31]. Ein viertes, kleineres Rätsel aus der Grossen Arithmetic ist nur von Georg Wendler handschriftlich überliefert.[32]
Postume Veröffentlichungen
Anton Neudörffers zweiteilige Schreibkunst wurde 1631 von seinem Neffen Johann IV Neudörffer mit einem zusätzlichen Appendix erneut herausgegeben.[33]
1666 und 1695 veröffentlichte der Basler Jacob Meyer (* 21. August 1614; † 21. Juni 1678) Teile von Neudörffers Rechenbuch unter dem Titel Arithmetica practica mit Angabe von eigenen Lösungswegen.[34]
Werke
Schreibkunst
- Schreibmeisterbuch. Nürnberg 1598. Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 9635 (Online). Unter dem Titel Prachtvolles Schreibmeister-Manuskript auf Pergament von Anton Neudörffer, komplett, 1598 datiert und mit einer Fülle figürlichen Dekors bereichert in: Eberhard König, Heribert Tenschert (Hg.): Leuchtendes Mittelalter. VI. 44 Manuskripte vom 14. bis zum frühen 17. Jahrhundert aus Frankreich, Flandern, England, Spanien, den Niederlanden, Italien und Deutschland. Katalog XXXI. Heribert Tenschert, Rotthalmünster: 1993/1994, S. 310–319.
- Schreibkunst Das erste Theil. Jnn Welchem die künstliche Außtheilung des gantzen Kils Temperierung vnd Proportionierung desselben auch wie man die Feder recht fassen sol. Nachmals der Grund des zierlichen Teutschen Schreibenß vfs klerlichst angezeigt vnd angewisen das ein anfangender gar leichtlich daraus schreiben lernen kan. Mit angehengten 29. newen schönen Versal Alphabethen der gleichen niemals gsehen worden. Paul Kaufmann, Nürnberg: 1601 (Online) (das Werk ist eine korrigierte und vermehrte Version des Gesprechbuchleins von Antons Großvater Johann Neudörffer dem Älteren[35]); neu hg. von Anton Neudörffers Neffen, Johann IV Neudörffer, gedruckt von Simon Halbmayer, Nürnberg 1631.[36]
- Das ander Theil, der Schreibkunst. Begreifft in sich Neun vnd zwaintzig schöne Teutsche Versal Alphabet allerley manier, die einer Seins gefallens, sowol die Lateinischen neben den beigefüegten zierungen gebrauchen kann. Selbstverlag, Nürnberg 1601; neu hg. von Johann IV Neudörffer, gedruckt von Simon Halbmayer, Nürnberg 1631; zusätzlich ein Appendix hg. von Johann IV Neudörffer, gedruckt von Johann Pfann, Nürnberg 1631 (Online).[37]
- Verzeichnuß etlicher Teutschen vnd Lateinischen Gebetlein/ so zu sonderlichen Zeiten vnd Stunden deß Tags/ in Scola Neudorfferiana, von der Jugend gesprochen werden. Paul Kauffmann, Nürnberg 1599.
Rechenbücher
- Künstliche vnd Ordentliche Anweyßung der gantzen Practic. Paul Kauffmann Nürnberg 1599 (Online); Abraham Wagenmann Nürnberg 1613. Nachdrucke: Erasmus Kempfer, Frankfurt am Main 1624 und 1631; Anton Humm, Frankfurt am Main 1653. Die Motivation für diese drei Nachdrucke ist unklar, da mit der Arithmetic seit 1616 eine verbesserte Version vorlag.[38]
- Kunst: vnd ordentliche Anweisung inn die Arithmetic, als Mutter viler Kuensten/ auff die jetzige new vnd geschwinde manier/ wie nicht weniger außerleßne Exempel in 12 Buechlein verfaßt. Vnd Ist dem hochloeblichen Bayer: vnd Schwaben Land zu Ehrn das 13. Buechlein beygefuegt/ welchem wegen der Maß vnd Muentz/ etlich schoene sonderliche Inventiones einverleibt. Deßgleichen die Sinnreiche vnd beruehmbte Regel Helcatain. Alles durch Antonium Newdoerffern von Newdegg/ Roem: Kays: Maj: Diener &c. Georg Leopold Fuhrmann, Nürnberg 1616 (Online); Editio IIII, Simon Halbmayer, Nürnberg 1627 (Online); Editio V, Jeremias Dümler, Nürnberg 1634.[39]
- Grosse Arithmetic. Teile erhalten in Georg Wendler: Analysis vel resolutio (Cgm 3789); s. anschließend unter ‚Bearbeitungen‘.
Zeitgenössische Bearbeitungen zu Neudörffers Practic und Arithmetic
- Sebastian Kurtz: Resolutio. Baur, Nürnberg 1604 (Online).[40]
- Jacob Meyer: Arithmetica practica. Herren Antonj Newdoerffers seel. des beruehmten Rechenmeisters in Nuernberg Nutzliche und Sinnreiche Auffgaben/ in der Rechen=kunst/ Nach der newen/ kurtzen und behenden manier Practiciert vnd deutlich erklaert durch Jacob Meyern. Johann Rudolph Genath, Basel 1666 (Online) und 1695.
- Johann Conrad Redlich: Aufflösung Etlicher schöner Polygonalischer, wie auch Quadrat- und Cubicossischer Exempla. Kempffer, Frankfurt am Main 1656 (Online).[41]
- Esaias Weber: Arithmetica Oder Rechenbuch: Darinnen die fürnembsten Regeln gründlich gelehrt/ vnd mit allerley schönen/ vnd nutzlichen Exempeln allen Kauff/ vnd Handelsleuthen gar dienstlich/ auff mancherley Gewicht/ vnd Müntzsorten/ erkläret werden. Der Loblichen Gewerbstatt S. Gallen/ als seinem geliebten Vatterlandt/ Wie auch der New Reformirten Schul allda/ Durch Esajam Webern Sanctogallensem in leichter ordnung zu gutem beschriben/ vnd in Truck verfertiget. Georg Straub, St. Gallen 1601 und 1650.
- Georg Wendler: Analysis vel resolutio. [Nürnberg/Regensburg um 1645 bis um 1663], München, Bayerische Staatsbibliothek, Cgm 3789 (Online).
- Georg Wendler: Neudörffers „Arithmetic“ [Bearbeitung von Aufgaben]. Herrn Anthonij Neudörffers Modist Schreib: und Rechenmeister Inspector Examinator Visitator der Teutschen Schreib: und Rechen Schulen in Nurnberg Kunstreiche Helcataim Apendix Zugab und künstliche bschluß Exempla […]. In: Georg Wendler: Analysis vel resolutio. 1r–120r.
- Georg Wendler: Neudörffers „Grosse Arithmetic“ [Bearbeitung von Aufgaben]. Herrn Anthonij Neudörffers Modist Schreib: und Rechenmeister Inspector Examinator Visitator der Teutschen Schreib: und Rechen Schulen in Nurnberg […] absonderlicher auffgaben und kunst Exempla seiner grossen Arithmetic, Dergleichen niemals gesehen auch in druck nicht kommen sind, nach Geomet: Cossischen Arithmetischen aufgaben, und Künstlichen Regeln. In: Georg Wendler: Analysis vel resolutio. 120v–215r, Titel 1r.
Literatur
- Johann Gabriel Doppelmayr: Historische Nachricht Von den Nürnbergischen Mathematicis und Künstlern. Nürnberg 1730 (Digitalisat).
- Rudolf Haller: Anton Neudörffer: Leben und Werk. In: Rudolf Haller, Alfred Holl et al. (Hg.): Anton Neudörffer und seine „Grosse Arithmetic“. 2020, Bd. 1, S. 7–74.
- Rudolf Haller: Eine postume Edition von 1653 von Anton Neudörffers „Practic“. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Die Entwicklung der Mathematik in der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 29). Annaberg-Buchholz 2020, ISBN 978-3-944217-40-6, S. 245–246.
- Rudolf Haller: Ist das die Editio tertia von Anton Neudörffers „Practic“?. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Die Entwicklung der Mathematik in der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 29). Annaberg-Buchholz 2020, ISBN 978-3-944217-40-6, S. 239–244.
- Rudolf Haller: Wer war „Adrian Dennsten“? In: Rainer Gebhardt: 500 Jahre erstes Rechenbuch von Adam Ries (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 28). Annaberg-Buchholz 2018, ISBN 978-3-944217-33-8, S. 66–76.
- Rudolf Haller: Anton Neudörffer. In: Edith Feistner, Alfred Holl (Hg.): Erzählen und Rechnen in der frühen Neuzeit. Interdisziplinäre Blicke auf Regensburger Rechenbücher (= Regensburger Studien zur Literatur und Kultur des Mittelalters, Bd. 1). Lit-Verlag, Berlin/Münster 2016, ISBN 978-3-643-13172-0, S. 259–278.
- Rudolf Haller: Die Entdeckung der „Grossen Arithmetic“ Anton Neudörffers. In: Jahrbuch des Adam-Ries-Bundes, Bd. 6. Annaberg-Buchholz 2015, ISBN 978-3-944217-17-8, S. 67–70.
- Rudolf Haller: Wieder eine neue Edition von Anton Neudörffers „Practic“. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Kaufmanns-Rechenbücher und mathematische Schriften der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 22) Annaberg-Buchholz 2011, ISBN 978-3-930430-94-9, S. 353–354.
- Rudolf Haller: Zwei Testamente des Nürnberger Schreib- und Rechenmeisters Anton Neudörffer. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg (MVGN) 96 (2009), S. 107–124.
- Rudolf Haller: Anton Neudörffers Rätsel, gelöst mit Hilfe von Sebastian Kurz und Johann Conrad Redlich. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Visier- und Rechenbücher der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 19) Annaberg-Buchholz 2008, ISBN 978-3-930430-78-9, S. 265–274.
- Rudolf Haller: Zur Vita des Anton Neudörffer. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Visier- und Rechenbücher der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 19). Annaberg-Buchholz 2008, ISBN 978-3-930430-78-9, S. 103–120.
- Rudolf Haller: Anton Neudörffer – Durch die Mathematik geadelt. In: Katja Margarethe Mieth, Rainer Gebhardt (Hg.): Schatzkammer der Rechenkunst. Historische Rechenbücher im Adam-Ries-Museum (= Sächsische Museen fundus, Bd. 4; Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 20). Janos Stekovics, Adam-Ries-Bund, Dößel, Annaberg-Buchholz 2008, ISBN 978-3-930430-82-6, S. 218–226.
- Rudolf Haller: Ein weiteres Exemplar von Anton Neudörffers „Practic“, ihm beigebunden Gebete aus seiner Rechenschule. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Visier- und Rechenbücher der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 19) Annaberg-Buchholz 2008, ISBN 978-3-930430-78-9, S. 441–446.
- Rudolf Haller: Anton Neudörffer und Esajas Weber. In: Ulrich Reich, Magdalena Hykšová (Hg.): Wanderschaft in der Mathematik. Tagung zur Geschichte der Mathematik in Rummelsberg bei Nürnberg (= Algorismus, Heft 53). Dr. Erwin Rauner, Augsburg 2006, ISBN 978-3936905-15-1, S. 120–129.
- Rudolf Haller: Die Editionen von Anton Neudörffers „Practic“ und Esajas Webers Raubzug. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Arithmetische und algebraische Schriften der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 17). Annaberg-Buchholz 2005, ISBN 3-930430-68-1, S. 245–274.
- Rudolf Haller: Anton Neudörffers „Künstliche vnd Ordentliche Anweyßung der gantzen Practic“ von 1599. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Verfasser und Herausgeber mathematischer Texte der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 14). Annaberg-Buchholz 2002, ISBN 3-930430-50-9, S. 163–182.
- Rudolf Haller, Alfred Holl (Hg.), Yvonne Stry, Alexander Groß: Anton Neudörffer (Nürnberg 1571-1628 Regensburg) und seine „Grosse Arithmetic“ (= Regensburger Studien zur Literatur und Kultur des Mittelalters, Bd. 5). Lit-Verlag, Berlin/Münster 2020, ISBN 978-3-643-14770-7 (Edition von Georg Wendler: Analysis vel resolutio, Bayerische Staatsbibliothek München, Cgm 3789, fol. 121r–215r). Digitale Edition der Aufgabenstellungen (Online).
- Rudolf Haller, Alfred Holl: Zwei Rätsel aus Anton Neudörffers „Grosser Arithmetic“. In: Rainer Gebhardt (Hg.): Rechenmeister und Mathematiker der frühen Neuzeit (= Schriften des Adam-Ries-Bundes, Bd. 25). Annaberg-Buchholz 2017, ISBN 978-3-944217-27-7, S. 91–102.
- Alfred Holl: Sprachliche Schwierigkeiten beim Verständnis frühneuzeitlicher Textaufgaben anhand von Beispielen aus Anton Neudörffers ungedruckter „Grosser Arithmetic“. In: Christa Binder (Hg.): Vernachlässigte Teile der Mathematik und ihre Geschichte (XIV. Österreichisches Symposion zur Geschichte der Mathematik). Miesenbach 2018 (Online), S. 198–205.
- Alfred Holl, Yvonne Stry: Edition der „Grossen Arithmetic“ von Anton Neudörffer (1571–1628) nach einer Handschrift von Georg Wendler (1619–1688): Transkriptionsprinzipien und Lösungskommentare. In: Hans Fischer, Tilman Sauer, Ysette Weiss (Hg.): Exkursionen in die Geschichte der Mathematik und ihres Unterrichts (= Schriften zur Geschichte der Mathematik und ihrer Didaktik, Bd. 8). WTM-Verlag, Münster 2021, ISBN 978-3-95987-185-3, S. 150–160.
- Adolf Jaeger: Stellung und Tätigkeit der Schreib- und Rechenmeister (Modisten) in Nürnberg im ausgehenden Mittelalter und zur Zeit der Renaissance. Dissertation, Typoskript. Erlangen: Universität 1925.
- Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon oder Beschreibung aller nürnbergischen Gelehrten beyderley Geschlechtes nach ihrem Leben, Verdiensten und Schriften. 4 Bände, Schüpfel, Nürnberg/Altdorf 1755–1758 (vier von Christian Conrad Nopitsch verfasste Supplementbände erschienen 1802–1808).
Weblinks
- Literatur von und über Anton Neudörffer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Schriften von Anton Neudörffer in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise
- ↑ Haller, Holl: Anton Neudörffer. 2020, Bd. 1, S. 110–111, 113–115, 121−122, 180–191.
- ↑ Haller, Holl: Anton Neudörffer. 2020, Bd. 1, S. 119–120, 192−196.
- ↑ Haller, Holl: Anton Neudörffer. 2020, Bd. 1, S. 124.
- ↑ Haller, Holl: Anton Neudörffer. 2020, Bd. 1, S. 113–115.
- ↑ Biographie von Adam Strobel in der Datenbank der Nürnberger Rechenmeister der Astronomischen Gesellschaft in der Metropolregion Nürnberg e.V.
- ↑ Niederländische Wikipedia und Haller: Wer war „Adrian Dennsten“?. 2018.
- ↑ Vgl. den ausführlicheren Artikel in der französischen Wikipedia.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 10.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 16–19, 45–54; Haller: Ein weiteres Exemplar von Anton Neudörffers „Practic“, ihm beigebunden Gebete aus seiner Rechenschule. 2008.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 34; Haller: Die Editionen von Anton Neudörffers „Practic“ und Esajas Webers Raubzug. 2005; Haller: Anton Neudörffer und Esajas Weber. 2006.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 55.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 11–13, 25–26.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 27.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 29, 45.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 31.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 38–39.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 43, 45.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 43.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 45; Haller, Holl: Anton Neudörffer. 2020, Bd. 1, S. 121–122, 199.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 50–55, und sehr detailliert in Haller: Anton Neudörffers „Practic“ von 1599. 2002.
- ↑ Vgl. Schwarzpfennig.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 33, 56–58.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 35, 59–60, 70–73 .
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 63–64.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 70–73.
- ↑ Überblick in Haller, Holl: Anton Neudörffer. 2020, Bd. 1, S. 265.
- ↑ Ediert in Haller, Holl: Anton Neudörffer. 2020, Bd. 2.
- ↑ Bei diesem damals sehr beliebten Aufgabentyp sind – auf beliebig komplexe Art – Zahlen zu bestimmen, die Buchstaben codieren, aus denen sich ein Lösungswort oder -satz ergibt.
- ↑ Lösung „Deus adiutor meus“ in Kurtz: Resolutio. 1604, fol. g ii r – g iii v, und in Haller: Anton Neudörffers Rätsel. 2008.
- ↑ Lösung „Bona dei honoranda“ in Redlich: Aufflösung. 1656, S. 27–34; auf Redlich aufbauend in Wendler: Analysis vel Resolutio, fol. 73r–75r, und in Haller: Anton Neudörffers Rätsel. 2008.
- ↑ Lösung „Laurentius“ in Wendler: Analysis vel Resolutio, fol. 111v–113r, und in Haller, Holl: Zwei Rätsel. 2017.
- ↑ Lösung „Strasburg“ in Wendler: Analysis vel Resolutio, fol. 127r, und in Haller, Holl: Zwei Rätsel. 2017.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 61–62.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 66–69.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 49.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 61–62.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 61–62.
- ↑ Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 58, 62–63, 65; Haller: Wieder eine neue Edition von Anton Neudörffers „Practic“. 2011; Haller: Eine postume Edition von 1653. 2020.
- ↑ Welche Ausgabe als zweite oder dritte Auflage von Practic bzw. Arithmetic galt, ist unklar. Editio princeps ist auf jeden Fall die Practic von 1599. Diese wird 1613 in „zum dritten mahl corrigierter“ Form nachgedruckt (vielleicht Editio II). Die Arithmetic von 1616 ist eine Erweiterung der Practic (vielleicht Editio III). Explizite Auflagenzählungen erscheinen erst mit der Editio IIII 1627 und der Editio V 1634. Vgl. Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 32–35; Haller: Ist das die editio tertia. 2020.
- ↑ Kurtz widmete sein Werk Anton Neudörffer und löste auf fol. g ii r – g iii v Neudörffers Wortrechnungsrätsel von 1599. Vgl. Haller: Anton Neudörffer. 2020, S. 16.
- ↑ Vgl. den Artikel über Sebastian Kurtz.