António Teixeira (Komponist)
António Teixeira (getauft am 14. Mai 1707 in Lissabon; † 20. November 1774 ebenda) war ein portugiesischer Cembalist, Komponist, Organist und ein Meister des Seminario real de Muzica.[1]
Leben
Teixeira war ein Sohn von Manoel Teixeira und dessen Frau Vicencia (geborene da Silva). Er verbrachte dank eines Stipendiums von König Johann V. ab 1717 mehrjähriges Studium in Rom. Musikalische Studien machte er in dieser Zeit bei Giuseppe Ottavio Pitoni. Am 11. Juni 1728 kehrte er in seine Geburtsstadt zurück. Teixeira wurde später auch zum Priester geweiht und zum Vorsänger der königlichen Kapelle (portugiesisch capellão cantor) an der Kathedrale der portugiesischen Hauptstadt und zum offiziellen Prüfer für Chorgesänge der Diözese Lissabon ernannt «examinador dos ordinandos em cantochão em todo o patriarchado» ernannt.[2]
Der Musikbiograf José Mazza bestätigte, dass Teixeira sieben Opern komponierte. Diese waren in Form von Singspielen mit zum Teil gesprochenen Texten gehalten, sie entstanden zwischen 1733 und 1739 und wurden im Theater der Bairro Alto (Oberstadt) Lissabons aufgeführt. Von Teixeira stammt die erste komische Oper eines portugiesischen Komponisten. Für die örtliche Aristokratie komponierte er zahlreiche festliche Kantaten. Teixeira arbeitete mit António José da Silva (1705–1739) zusammen, bis dieser auf dem Scheiterhaufen der Inquisition verbrannt wurde.
Teixeiras Sakralmusik befindet sich größtenteils in den Archiven der Lissaboner Kathedrale. Sein bekanntestes Werk ist ein 20-stimmiges Te Deum von 1734 und ein weiteres für neun Stimmen.
Werke
Neben zahlreichen Messen, Motetten, Misereres und Instrumentalwerken schuf er:
- Te Deum, (1734)
- Lamentations du prophète Jérémie
- Gli Sposi Fortunati, Kantate (1732, wurde während des Karnevals 1733 gesungen)
- Cantata für 3 Stimmen
- Duo für Sopran, Streicher und Cembalo (Manuskript in der Bibliothek von Évora)
- Concertata con violini, Obuè, Flauti, Trombe, e Corni da Caccia
- Gloria, Fama, Virtú, Rezitative und Arien für Sopran, Alt, Tenor (Manuskript in der Nationalbibliothek von Lissabon)
Literatur
- Manuel Carlos de Brito: Opera in Portugal in the Eighteenth Century. Cambridge University Press, Cambridge 2007, ISBN 978-0-521-03643-6, S. 6–7, 21, 129–132, 170 (englisch, books.google.de).
- Manuel Carlos De Brito: Teixeira, António. In: Grove Music Online. Oxford University Press, 2001, doi:10.1093/gmo/9781561592630.article.27628 (Zugangsbeschränkt).
Weblinks
- António Teixeira discogs.com
Einzelnachweise
- ↑ Antonio Teixeira. In: José Mazza: Diccionario Biographico de Musicos Portuguezes. Mit einem Vorwort und Anmerkungen von Pater José Augusto Alegria. Typografie von Editorial Império, Lda. Lissabon 1944 (portugiesisch, Volltext [Wikisource]).
- ↑ David Cranmer: Teixeira, António. In: Laurenz Lütteken (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. (Artikelanfang, mgg-online.com).