Annika Bruhn
| Annika Bruhn | ||||||||||||||||
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| Persönliche Informationen | ||||||||||||||||
| Name: | Annika Bruhn | |||||||||||||||
| Nation: | Deutschland | |||||||||||||||
| Schwimmstil(e): | Freistil | |||||||||||||||
| Verein: | Neckarsulmer Sport-Union | |||||||||||||||
| Geburtstag: | 5. Oktober 1992 (33 Jahre) | |||||||||||||||
| Geburtsort: | Karlsruhe | |||||||||||||||
| Größe: | 1,83 m | |||||||||||||||
| Gewicht: | 69 kg | |||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||
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Medaillen
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Annika Bruhn (* 5. Oktober 1992 in Karlsruhe) ist eine ehemalige deutsche Schwimmerin und dreifache Olympiateilnehmerin (2012–2021).
Werdegang
Bruhn startete für den SV Bietigheim und die SG Neckar/Enz und wurde von Reiner Tylinski trainiert. Ihren ersten Einsatz bei einer internationalen Meisterschaft hatte die Freistil-Spezialistin bei den Kurzbahneuropameisterschaften 2010, wo sie im Vorlauf ausschied und in der Gesamtwertung der Zeiten 16. wurde.
Bei den Deutschen Meisterschaften 2012 wurde sie über 200 Meter Freistil Vierte und qualifizierte sich für die 4 × 200-m-Freistilstaffel bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London. Dort belegte sie mit der Staffel in der Besetzung Silke Lippok, Theresa Michalak, Bruhn und Daniela Schreiber in 7:58.93 Minuten den elften Platz.
Ihren ersten Titelgewinn konnte sie, für den SV Bietigheim startend, bei den Deutschen Meisterschaften 2014 über 200 m Freistil in 1:59,16 min feiern; dabei verwies sie die Meisterin über 400 m Johanna Friedrich (1:59,16) sowie Sarah Köhler (1:59,45) auf die Plätze. Im Jahr darauf kam Bruhn, nun für die SSG Saar Max Ritter, zu drei Titeln: Über 100 m Freistil siegte sie in 54,87 s, über 200 m in 1:58,55 min und mit dem Verein in der 4-mal-200-Meter-Staffel mit neuer deutscher Rekordzeit in 8:07,89 min.
Im selben Jahr gehörte sie auch dem DSV-Kader für die Weltmeisterschaften 2015 in Kasan an. Dort gewann sie die Bronzemedaille mit der 4 × 100 m Lagen Mixedstaffel.[1]
Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro nahm Bruhn am Wettbewerb über die 4 × 200-m-Freistilstaffel teil und erreichte dort Rang 12. Über 200 m Freistil belegte sie Rang 20 mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:58,48 min. 2018 wurde Bruhn in Glasgow bei der erstmalig im Rahmen einer Europameisterschaft ausgetragenen 4 × 200 m Freistil-Mixed-Staffel Europameisterin und gewann Bronze mit der 4 × 200-m-Freistilstaffel der Frauen.[2]
Drei Jahre später schwamm sie im Vorlauf der 2021 ausgetragenen Olympischen Spiele in Tokio 1:57,15 min, schied aber im Halbfinale als 14. aus.[3] Bruhn nahm in Tokio auch an vier Staffelwettbewerben teil. Die 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel der Frauen mit Isabel Gose, Leonie Kullmann, Marie Pietruschka und Annika Bruhn erreichte als einzige Staffel das Finale und belegte den sechsten Platz.[4][5]
Am 17. Oktober 2022 gab sie ihren Rücktritt vom Schwimmsport bekannt.[6] Die Ingersheimer Schwimmerin nimmt seit dem für den VfL Sindelfingen an Mannschaftsmeisterschaften teil und gibt hier ihre Erfahrung an den Nachwuchs weiter.[7]
Persönliches
Annika Bruhn ist die Nichte des früheren deutschen Meisters über 200 m Brust Jürgen Bruhn (1979/1980).[8] Sie machte 2012 das Abitur und studierte Prävention und Gesundheitsmanagement.[9]
Weblinks
- Bruhn auf der Website des Deutschen Olympischen Sportbundes
- Bruhn auf der Website des Deutschen Schwimm-Verbandes Annika Bruhn (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2020. Suche in Webarchiven)
- Porträt auf der Website der ARD
- Resultatübersicht bei Bikala
- Annika Bruhn in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ Deutsche Mixed-Staffel gewinnt WM-Bronze. Abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Mixed-Staffel gewinnt sensationell Gold. 3. Januar 2019, abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ 200 Meter Freistil 2020 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 31. März 2023.
- ↑ Svea Ziegenhagen: 4x200m-Freistilstaffel zieht ins Finale. In: Swim+More. 28. Juli 2021, abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ 4-mal-200-Meter-Freistilstaffel 2020 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 31. März 2023.
- ↑ Jule Radeck: Annika Bruhn verabschiedet sich vom Leistungssport. In: SWIM.DE. 17. Oktober 2022, abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Daniel Haug: Ingersheimer Schwimmerin - Aus dem Wasser an den Schreibtisch. Bietigheimer Zeitung, 27. Oktober 2022, abgerufen am 22. August 2024.
- ↑ Die Sieger: Der kreative Taktiker, die Leaderin und eine Rekord-Staffel – Schwimmabteilung der Sport-Union Neckarsulm e.V. Abgerufen am 14. November 2025.
- ↑ Team Paris: Team Paris: Athleten / Annika Bruhn. Abgerufen am 14. November 2025.