Anneliese Ichenhäuser

Anneliese Ichenhäuser war eine deutsche Schriftstellerin des 20. Jahrhunderts, die vor allem für ihre Kinder- und Jugendliteratur sowie ihre Beiträge zu Geschichtslehrbüchern in der DDR bekannt wurde.

Leben

Sie war im 20. Jahrhundert als Autorin tätig und mit dem ebenfalls journalistisch tätigen Ernst Zeno Ichenhäuser verheiratet. Beide lebten mindestens eine Zeit lang in Berlin-Johannisthal.[1] Ein Porträt von Anneliese Ichenhäuser wurde vom Fotografen Abraham Pisarek (1901–1983) aufgenommen und befindet sich heute in der Sammlung der Deutschen Fotothek.[2]

Werk

Kinder- und Jugendliteratur

Anneliese Ichenhäusers bekanntestes Werk ist der Roman Der verborgene Schatz, der erstmals 1955 erschien. Das Buch wurde im Kinderbuchverlag Berlin veröffentlicht und war mit Illustrationen von Ernst Jazdzewski versehen. Das Werk wurde bis in die 1960er Jahre mehrfach neu aufgelegt.[3]

Beiträge zu Geschichtslehrbüchern

Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur trug Anneliese Ichenhäuser auch zu Bildungswerken bei. Sie verfasste einen Essay mit dem Titel Der Weg Fritz Heckerts, des großen deutschen Arbeiterfunktionärs, führte zu Wilhelm Pieck für das Geschichtslesebuch für das siebente Schuljahr.[4] Dieses Lehrbuch wurde 1955 vom Verlag Volk und Wissen herausgegeben und war Teil des Geschichtsunterrichts in der DDR.

Der Essay behandelte das Leben und Wirken von Fritz Heckert (1884–1936), einem deutschen KPD-Funktionär, sowie dessen Beziehung zu Wilhelm Pieck (1876–1960), dem ersten und einzigen Präsidenten der DDR.

Einzelnachweise

  1. Esther Zimmering: „Das Jüdische war fast verschwunden.“ Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 16. Juli 2025.
  2. Porträt der Schriftstellerin Anneliese Ichenhäuser. Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 16. Juli 2025.
  3. Der verborgene Schatz Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 16. Juli 2025.
  4. Autor - Ichenhäuser, Anneliese. In: Books.stoecker.eu. Abgerufen am 16. Juli 2025.