Anna Weidenholzer
Anna Weidenholzer (* 21. Jänner 1984 in Linz)[1] ist eine österreichische Schriftstellerin.
Leben und Werk
Weidenholzer studierte Vergleichende Literaturwissenschaft in Wien und Breslau und schloss ihr Studium mit einer Arbeit zur Interkulturellen Literatur aus Bosnien-Herzegowina ab.[2] Sie arbeitete als Chronikjournalistin der Oberösterreichischen Nachrichten und ist seit 2010 freischaffende Schriftstellerin.[3][4]
Mit ihrem ersten Buch Der Platz des Hundes (2010) war sie 2011 Teilnehmerin am Europäischen Festival des Debütromans in Kiel.[5] Ihr Roman Der Winter tut den Fischen gut war 2013 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2016 stand ihr Roman Weshalb die Herren Seesterne tragen auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.[6]
Im Jänner 2023 wurde bekanntgegeben, dass Anna Weidenholzer Co-Kuratorin beim Literaturfest Salzburg wird.[7]
Sie lebt seit 2003 in Wien. Ihr Vater ist der ehemalige Präsident der Volkshilfe Österreich und Mitglied des Europäischen Parlaments Josef Weidenholzer.[8]
Auszeichnungen
- 2009: Alfred-Gesswein-Literaturpreis
- 2011: Aufenthaltsstipendium Schloss Wiepersdorf
- 2011/12: Staatsstipendium für Literatur
- 2012: Aufenthaltsstipendium im Literarischen Colloquium Berlin
- 2012: Kitzbüheler Stadtschreiberin[9]
- 2013: Reinhard-Priessnitz-Preis[10]
- 2017: Outstanding Artist Award für Literatur[11]
- 2017–2020: Robert-Musil-Stipendium[12]
- 2019–2020: Berlin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin[13]
- 2025: Shortlist des Boccaccio.cc Preises[14]
Werke
- Der Platz des Hundes. Erzählungen. Mitter Verlag, Wels 2010, ISBN 978-3-9502828-0-1.
- Der Winter tut den Fischen gut. Roman. Residenz Verlag, Salzburg/Wien 2012, ISBN 978-3-7017-1583-1.
- Weshalb die Herren Seesterne tragen. Roman. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-95757-323-0.
- Finde einem Schwan ein Boot. Roman. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2019, ISBN 978-3-95757-768-9.
- Hier treibt mein Kartoffelherz. Erzählungen. Matthes & Seitz Berlin, Berlin 2025, ISBN 978-3-7518-1023-4.
Weblinks
- Literatur von und über Anna Weidenholzer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiografie und Rezensionen zu Werken von Anna Weidenholzer bei Perlentaucher
- Anna Weidenholzer. Matthes & Seitz Berlin, abgerufen am 16. Januar 2026.
- Homepage von Anna Weidenholzer
- Videolesung von Anna Weidenholzer im Residenz Verlag
- „Als Kind wär ich am liebsten ein Pferd gewesen.“, Feature über Anna Weidenholzer von Eva Schobel, Oe1 Radio 30. September 2013
- Eintrag zu Anna Weidenholzer von Harald Klauhs für die OÖ Literaturgeschichte des StifterHauses
Einzelnachweise
- ↑ AutorInnen Detail - Stifterhaus. Abgerufen am 23. Juni 2024.
- ↑ Anna Weidenholzer: Aspekte und Möglichkeiten einer interkulturellen Literatur aus Bosnien-Herzegowina am Beispiel von Sasa Stanisic, Alma Hadzibeganovic und Aleksandar Hemon. Diplomarbeit, Universität Wien, Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät, 2008.
- ↑ Die Oberösterreicherin Anna Weidenholzer, nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse, im Gespräch "Das glaubt dir niemand", Wiener Zeitung, 8. März 2013
- ↑ Litport, Anna Weidenholzer
- ↑ Europäisches Festival des Debütromans 2011. Literaturhaus Schleswig-Holstein, abgerufen am 11. November 2021.
- ↑ Longlist 2016 auf der Website des Deutschen Buchpreises. Abgerufen am 11. April 2019.
- ↑ Weidenholzer wird Co-Kuratorin beim Literaturfest Salzburg. 17. Januar 2023, abgerufen am 17. Januar 2023.
- ↑ Volkshilfe-Chef Josef Weidenholzer:Überraschungs-Demo in Goisern zum 60er. Artikel vom 7. März 2010, abgerufen am 8. Dezember 2016.
- ↑ E. Galehr: Weidenholzer grüßt Kitzbühel. In: Kitzbüheler Anzeiger. 15. Oktober 2012, abgerufen am 11. November 2021.
- ↑ (pd): Ehrung für Anna Weidenholzer. Der mit 4000 Euro dotierte Reinhard-Priessnitz-Preis geht dieses Jahr an die österreichische Autorin Anna Weidenholzer (geb. 1984). In: Neue Zürcher Zeitung. 12. Juni 2013, abgerufen am 11. November 2021.
- ↑ orf.at: Staatspreis für Europäische Literatur an Karl Ove Knausgard. Artikel vom 23. April 2017, abgerufen am 23. April 2017.
- ↑ Robert-Musil-Stipendien an Czernin, Kreidl und Weidenholzer, auf: derstandard.at (25. Juni 2017), abgerufen am 27. März 2025.
- ↑ Berlin-Stipendium 2019 — Literatur, auf: adk.de (2019), abgerufen am 27. März 2025.
- ↑ Die besten Erzählungen 2025. In: Boccaccio.cc. Abgerufen am 16. Januar 2026.