Anna Margaretta Archambault
Anna Margaretta Archambault (* 1856 in Philadelphia; † 29. Juni 1956 in Ridgewood, New Jersey) war eine US-amerikanische Malerin. Sie war vor allem als Miniatur- und Porträtmalerin tätig.[1]
Leben
Anna Margaretta Archambault wurde 1856 in Philadelphia geboren. Sie erhielt ihre künstlerische Ausbildung an der Pennsylvania Academy of the Fine Arts sowie an der Académie Julian in Paris. Weitere Studien absolvierte sie bei Gabrielle Debillemont-Chardon in Paris sowie an der Longstreth School in Philadelphia. Ihre künstlerische Entwicklung stand unter dem Einfluss von Thomas Anshutz, Thomas Eakins und Thomas Hovenden. Anna Archambault wirkte zeitweise als Direktorin der Philadelphia School of Miniature Painting. Sie war Mitglied mehrerer Künstlervereinigungen, darunter der Pennsylvania Society of Miniature Painters, des Philadelphia Plastic Club, der Philadelphia Alliance sowie der Fairmount Park Art Association.[1]
Im Laufe ihrer Karriere erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Bereits im Jahr 1902 wurde ihr in Philadelphia eine Goldmedaille verliehen. Es folgten unter anderem eine Fellowship der Pennsylvania Academy of the Fine Arts, eine Ehrenmedaille dieser Institution im Jahr 1922, ein Preis der Pennsylvania Society of Miniature Painters im Jahr 1925, ein weiterer Preis der Pennsylvania Academy of the Fine Arts im Jahr 1941 und im Jahr 1942 die Taylor-Medaille. Anna Archambault starb am 29. Juni 1956 in Ridgewood, New Jersey. In der Literatur wird mitunter auch Philadelphia als Sterbeort angegeben.[1]
Werk
Anna Margaretta Archambault schuf vor allem Miniaturporträts bekannter Persönlichkeiten. Zu den von ihr dargestellten Personen zählen unter anderem Admiral Stephen Bleecker Luce, Richter William Maclay Hall, Robert W. Lesley, Dr. Harrison Allen, Michael Hillegas, Reverend Charles D. Cooper, Elizabeth Prize Martin und Präsident Warren G. Harding. Ihre Werke befinden sich in verschiedenen öffentlichen Institutionen und Sammlungen, darunter in der United States Naval Academy in Annapolis, im Butler Institute of American Art in Youngstown, im Treasury Building in Washington, D.C., und im Weißen Haus. Mehrere Porträts befinden sich zudem in Einrichtungen in Philadelphia und Pennsylvania. Anna Archambault veröffentlichte 1924 den Text Art, Architecture and Historic Interest in Pennsylvania.[1]
Literatur
- Edmund von Mach: Archambault, A. (Anna) Margaretta. In: Ulrich Thieme, Felix Becker (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 2: Antonio da Monza–Bassan. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1908, S. 65 (Textarchiv – Internet Archive).
- Anna Margaretta Archambault. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. 62 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Emmanuel Bénézit: Dictionnaire critique et documentaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs. Band 1, Gründ, Paris, 1976.
- Alice McGlauflin (Hrsg.): Dictionary of American Artists of the 19th and 20th Centuries. New York, 1982.
- Archambault, Anna Margaretta. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 4, Seemann, Leipzig 1990, ISBN 3-598-22744-2, S. 680.
- Jules Heller, Nancy G. Heller (Hrsg.): North American Women Artists of the Twentieth Century. A Biographical Dictionary. Garland, New York 1995, ISBN 0-8240-6049-0, S. 30, Digitalisat der Ausgabe 2013
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 1: A – Bedeschini. Paris 2006, ISBN 2-7000-3070-2.