Anna Barbara Hess-Wegmann

Anna Barbara Hess-Wegmann (* 23. September 1764 in Zürich; heimatberechtigt ebenda; † 25. April 1829 ebenda) war eine Schweizer Historikerin und Schriftstellerin.

Leben und Wirken

Anna Barbara Hess-Wegmann war die Tochter der Susanne Gimmel und des Metzgers, Zunftmeisters und helvetischen Senators Johannes Wegmann. Sie heiratete 1790 den Metzger, Grossrat und späteren Landschaftsmaler Ludwig Hess. Nach dessen Tod 1800 war sie im Textilgewerbe tätig und zog den 1791 geborenen Sohn auf. Johann Jakob Hess war von 1832 bis 1840 Bürgermeister und Regierungsrat. In zweiter Ehe verband sie sich 1811 mit dem Theologen und Privatgelehrten Johann Jakob Stolz, der 1821 starb.[1][2]

Hess-Wegmann verfasste 1792 ein schriftliches politisches Credo zur Französischen Revolution und forderte die Gleichstellung von Stadt und Landschaft. Unter dem Titel Inländische Unruhen 1794/95 verfasste sie eine ausführliche Darstellung der letzten Jahre des Ancien Régime in ihrer Heimatstadt. Es wird, wie auch ihr Manuskript Darstellungen der Übergangszeit 1797/98, im Staatsarchiv des Kantons Zürich aufbewahrt. Zu Johann Caspar Lavater blieb Hess-Wegmann in kritischer Distanz, obwohl sie mit ihm zusammenarbeitete. Eine ihrer Textabschriften ist ebenfalls erhalten. Sie galt als «sehr belesen», sowohl in Belletristik als auch in politischer und philosophischer Literatur.[1]

Literatur

Belege

  1. a b Elisabeth Joris: Anna Barbara Hess-Wegmann. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. Oktober 2007.
  2. Meinrad Suter: Johann Jakob Stolz. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 26. November 2013.