Anke Mai

Anke Mai (* 21. Dezember 1965 in Karlsruhe) ist eine deutsche Hörfunkjournalistin und beim Südwestrundfunk Programmdirektorin für Kultur, Wissen und Junge Formate.

Ausbildung

Nach dem Besuch des Eichendorff-Gymnasiums in Ettlingen studierte Anke Mai Neuere Deutsche Literatur, Amerikanische Kulturgeschichte und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und schloss 1990 mit Magistra Artium ab. Anschließend begann sie, als Journalistin zu arbeiten. Sie lebt in Ettlingen.

Rundfunk

Zwischen 1993 und 2003 hat sie als Korrespondentin im ARD-Studio Osteuropa über die Kriege im früheren Jugoslawien berichtet. 1997 übernahm sie bis 2003 die Leitung des Studios. 2003 wechselte Anke Mai als Korrespondentin nach Berlin ins ARD-Hauptstadtstudio und übernahm dort die stellvertretende Studioleitung des BR-Teams.

2007 wechselte sie zum Bayerischen Rundfunk nach München. Von 2007 bis 2016 leitete sie die zentrale Planung und Koordination des Hörfunks beim Bayerischen Rundfunk. 2016 übernahm sie die Leitung des trimedialen Programmbereichs Kultur und Gesellschaft beim Bayerischen Rundfunks, der medienübergreifend aufgestellt ist und zu dem Formate wie quer gehören.

2020 wechselte sie zum Südwestrundfunk. Seitdem ist sie Programmdirektorin Kultur, Wissen und Junge Formate.[1] Zu ihrem Verantwortungsbereich gehören SWR3, Dasding, Funk, SWR Kultur und SWR Online. Zudem die multimedialen Programmbereiche Literatur, Musik, Wissen und Bildung sowie die Klangkörper und Festivals. Anke Mai ist Mitglied der Geschäftsleitung des SWR.[2]

Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Programmdirektorin übernahm Anke Mai 2020 den Vorsitz des Experimentalstudio des SWR in Freiburg,[3]. Das Experimentalstudio des SWR hat sich die kreative Synthese von Musik und Technik zur Aufgabe gemacht hat und gilt als eines der weltweit führenden Studios für elektronische und live-elektronische Musik, in dem namhafte Musiker wie John Cage, Karlheinz Stockhausen oder Pierre Boulez produziert haben. Anke Mai steht zudem in ihrer Funktion als Programmdirektorin Kultur den Schwetzinger SWR-Festspielen vor, in dem zahlreiche Opernwerke uraufgeführt wurden.[2] Zudem ist sie Gesellschaftervertreterin des SWR bei SWR Media Services GmbH.[4]

Im März 2025 wurde sie vom SWR-Rundfunkrat für eine weitere fünfjährige Amtszeit bestätigt.[5]

Auszeichnungen

Für ihre journalistische Arbeit erhielt Anke Mai im März 1995 den mit 5.000 DM dotierten Kurt-Magnus-Preis zur Förderung des Nachwuchses im Hörfunk. Für die Berichterstattung zum Jugoslawienkrieg wurde sie 2000 gemeinsam mit dem Team des ARD-Hörfunkstudio Osteuropa mit dem Robert-Geisendörfer-Preis ausgezeichnet.

Radiofeature (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Programmdirektion Kultur. Südwestrundfunk, 4. August 2022, abgerufen am 15. Februar 2023.
  2. a b Anke Mai. Südwestrundfunk, 21. Januar 2020, abgerufen am 15. Februar 2023.
  3. SWR Experimentalstudio e. V. bekommt neue Vorsitzende. In: presseportal.de. 5. Dezember 2019, abgerufen am 15. Februar 2023.
  4. SWR Unternehmensmitteilung vom 1. September 2025, abgerufen am 10. Dezember 2025.
  5. SWR Unternehmensmitteilung vom 15. März 2024, abgerufen am 10. Dezember 2025.