Anisodus tanguticus
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Anisodus tanguticus | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| (Max.) Pascher |
Anisodus tanguticus ist eine Pflanzenart aus der Gattung Anisodus innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist in Tibet und in der Volksrepublik China verbreitet.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Anisodus tanguticus ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 40 bis 80, selten bis zu 100 Zentimetern erreicht. Die Wurzeln sind kräftig. Die Stängel sind kahl oder behaart.
Die Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist 1 bis 3,5 Zentimeter lang. Die dick papierartige und kahle oder selten auch behaarte Blattspreite ist bei einer Länge von 8 bis 20 Zentimetern sowie einer Breite von 2,5 bis 9 Zentimetern lanzettlich, länglich oder eiförmig. Der Blattrand ist ganzrandig oder grob ein- oder zweizähnig.
Generative Merkmale
Die Blüten stehen aufrecht oder nickend an 1,5 bis 8, selten bis zu 11 Zentimeter langen, kahlen oder behaarten Blütenstielen.
Die zwittrige Blüte ist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist bei einer Länge von 2,5 bis 4 Zentimetern glockenförmig oder fast trichterförmig mit breit-dreieckigen, leicht ungleichen und kahlen Zipfeln besetzt, die nach vorn spitz oder stumpf sein können. Die Krone ist purpurfarben oder dunkel-purpurfarben, manchmal auch blass gelb-grün. Sie ähnelt in der Form dem Kelch, ist 2,5 bis 3,8 Zentimeter lang, so dass nur der Kronsaum über den Kelch hinaus steht. Die Kronröhre ist auf der Außenseite behaart, die Behaarung nimmt in Richtung Basis zu. Die Kronlappen sind gerundet. Die Staubblätter sind nur halb so lang wie die Krone, die Staubfäden sind etwa 0,8 mm lang, die langgestreckten Staubbeutel 5 bis 8 mm. Der Griffel ist 1,2 Zentimeter lang.
Zur Fruchtreife verlängert sich der Blütenstiel auf eine Länge von 6 bis 8 Zentimetern und steht aufrecht, der Kelch ist 6 bis 7,5 Zentimeter und weist hervorstehende Rippen und Adern auf. In ihm befindet sich eine Kapselfrucht von etwa 2 Zentimeter Durchmesser.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 48.[1]
Verbreitung
Anisodus tanguticus kommt im östlichen Tibet und in den chinesischen Provinzen Gansu, Qinghai, nordwestlichen sowie südwestlichen Sichuan sowie nordwestlichen Yunnan vor. Anisodus tanguticus gedeiht auf sonnigen, grasigen Hängen.
Taxonomie
Die Erstbeschreibung erfolgte 1881 unter dem Namen (Basionym) Scopolia tangutica durch Carl Johann Maximowicz in Bulletin de l’Académie Impériale des Sciences de Saint-Pétersbourg, Band 27, Seite 508. Die Neukombination zu Anisodus tanguticus (Maxim.) Pascher wurde 1909 durch Adolf Pascher in Repertorium specierum novarum regni vegetabilis, Band 7, Seite 167 veröffentlicht.
Literatur
- Zhi-Yun Zhang, Anmin Lu, William G. D’Arcy: In: Z. Y. Wu, P. H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 17: Verbenaceae through Solanaceae, Science Press, Peking und Missouri Botanical Garden Press, St. Louis, 1994. Anisodus tanguticus - textgleich online wie gedrucktes Werk.
Einzelnachweise
- ↑ Anisodus tanguticus bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis