Angelo Giacomo Mott
Angelo Giacomo Mott (* 3. Juli 1902 in Fiera di Primiero, Provinz Trient; † 18. Juli 1963 in Borgo Valsugana, Provinz Trient) war ein italienischer Politiker der Democrazia Cristiana (DC), der unter anderem zwischen 1948 und seinem Tode 1963 Mitglied des Senato della Repubblica und von 1957 bis 1958 im Kabinett Zoli Hochkommissar für Hygiene und öffentliche Gesundheit war.
Leben
Angelo Giacomo Mott absolvierte ein Studium der Medizin und war nach dessen Abschluss als Chirurg sowie Facharzt für Radiologie tätig. Bei den ersten Parlamentswahlen am 18. April 1948 wurde er für die Christdemokraten DC (Democrazia Cristiana) erstmals zum Mitglied des Senats (Senato della Repubblica) und gehörte diesem nach seinen Wiederwahlen am 7. Juni 1953, 25. Mai 1958 und 28. April 1963 als Vertreter der Region Trentino-Südtirol von der ersten Legislaturperiode bis zu seinem Tode am 18. Juli 1963 an. Während seiner Parlamentszugehörigkeit gehörte er verschiedenen Ständigen Ausschüssen und war unter anderem Mitglied des Ausschusses für Industrie, Binnen- und Außenhandel, Tourismus (17. Juni 1948 bis 28. Juli 1950), des Ausschusses für Finanzen und Schatz (24. November 1949 bis 15. Mai 1963) sowie zuletzt des Verteidigungsausschusses (3. Juli bis 18. Juli 1963). In der ersten Legislaturperiode war er zugleich zwischen dem 21. Juli 1952 und dem 24. Juni 1953 Mitglied der Gemeinsamen Versammlung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) als Vorläuferin des Europäischen Parlaments.[1] Er engagierte sich zeitweise auch als Vizepräsident des Verbandes der Genossenschaften von Trient, Präsident der Avisio-Gesellschaft von Trient sowie als Präsident der Messe von Trient.
Im Kabinett De Gasperi VIII übernahm Mott am 17. Juli 1953 als Staatssekretär im Finanzministerium (Sottosegretario di Stato per le finanze) sein erstes Regierungsamt und bekleidete diesen Posten vom 17. August 1953 bis zum 17. Januar 1954 auch im Kabinett Pella.[2][3] Anschließend bekleidete er im Kabinett Fanfani I (19. Januar bis 9. Februar 1954), im Kabinett Scelba (11. Februar 1954 bis 5. Juli 1955) sowie Kabinett Segni I (9. Juli 1955 bis 18. Mai 1957) das Amt des Staatssekretärs im Schatzministerium (Sottosegretario di Stato per il tesoro).[4][5][6] Am 23. Mai 1957 wurde er als Hochkommissar für Hygiene und öffentliche Gesundheit (Alto Commissario per l’igiene e la sanità pubblica) in das Kabinett Zoli berufen, dem er bis zum 30. Juni 1958 angehörte.[7] In der dritten Legislaturperiode war er als Vertreter des italienischen Parlaments zwischen dem 14. September und dem 18. September 1963 auch Mitglied beziehungsweise stellvertretendes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.[8] Daneben gehörte er vom 27. Mai 1959 bis zum 15. Mai 1963 der Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU) als Mitglied an.[9] Er verstarb am 18. Juli 1963 nur zwei Monate nach der Konstituierung der vierten Legislaturperiode am 16. Mai 1963, woraufhin Luigi Candido Rosati als sein „Nachrücker“ am 17. September 1963 neuer Senator wurde.[10]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Angelo Giacomo Mott (1. Legislaturperiode). In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Governo De Gasperi-VIII. In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Governo Pella. In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Governo Fanfani-I. In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Governo Scelba. In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Governo Segni-I. In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Governo Zoli. In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Mr Angelo MOTT (Italy). In: Parliamentary Assembly of the Council of Europe. Abgerufen am 1. November 2025 (englisch).
- ↑ Angelo Giacomo Mott (3. Legislaturperiode). In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).
- ↑ Luigi Candido Rosati (4. Legislaturperiode). In: Senato della Repubblica. Abgerufen am 1. November 2025 (italienisch).