Andreas Müller (Missionar)
Andreas Müller SVD (* 28. August 1900 in Ersdorf; † 18. März 1943 in der Bismarcksee) war ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, Steyler Missionar und Märtyrer.
Leben
Andreas Müller aus Ersdorf (heute Stadtteil von Meckenheim in der Voreifel) trat in den Orden der Steyler Missionare ein. Er wurde 1929 zum Priester geweiht und feierte am 28./29. Juni seine Primiz in der Heimatpfarrkirche St. Jakobus in Ersdorf. Am 11. Juni 1932 reiste er mit dem Schiff von Genua nach Papua-Neuguinea und war dort im Apostolischen Vikariat Zentral-Neuguinea als Missionar tätig.[1] Nach der Besetzung von Papua-Neuguinea durch japanische Invasionstruppen 1942 wurde er am 15. März 1943 zusammen mit Bischof Josef Lörks und zahlreichen weiteren Missionaren aus seinem Orden (acht Patres, 16 Laienbrüder und 18 Ordensschwestern) auf den Zerstörer Akikaze gebracht und dort am 17. März 1943 hingerichtet und ins Meer geworfen, weil sie der Spionage verdächtigt wurden. Sein Tod wurde in seinem Heimatort erst 1946 bekannt, am 20. Mai 1946 wurde seiner mit einem feierlichen Requiem in der RErsdorfer Pfarrkirche gedacht.[2]
Gedenken
Die Römisch-katholische Kirche in Deutschland hat Pater Andreas Müller als Märtyrer in das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts aufgenommen.
Im März 1971 wurde die Meckenmheimer Straße in Ersdorf in Pater-Müller-Straße umbenannt.[3]
Literatur
- Paul B. Steffen: Pater Franz Winzenhörlein in: Helmut Moll, (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Paderborn u. a. 1999, 7., überarbeitete und aktualisierte Auflage 2019, S. 1475–1477. (Eintrag „Pater Andreas Müller“: S. 1477; Einzelheiten zum Martyrium S. 1476 und 1482)
Einzelnachweise
- ↑ Ottmar Prothmann: Chronik von Altendorf und Ersdorf. Hrsg. vom Ortsausschuss Altendorf-Ersdorf, Meckenheim 2005, S. 364, 375, 378, 807.
- ↑ Ottmar Prothmann: Chronik von Altendorf und Ersdorf. Meckenheim 2005, S. 459, 807.
- ↑ Ottmar Prothmann: Chronik von Altendorf und Ersdorf. Meckenheim 2005, S. 580.