Andreas Krämer (Schauspieler)

Andreas Krämer (* 11. August 1963 in Basel) ist ein Schweizer Schauspieler, Bühnenmusiker, Theaterpädagoge im sozialen Brennpunkt und Kunstmaler.

Biografie

Andreas Krämer wuchs in Basel auf und besuchte in Basel und Zürich die Schauspielschule. Das erste Engagement als Schauspieler erfolgte während des Studiums 1987 bei Peter Zadek am Schauspielhaus in Hamburg.[1] Seit 1988 arbeitet Krämer auch für Film und Fernsehen, z. B. im Jahr 2015 im Tatort Schutzlos als Drogenfahnder Hofstetter, 2005 im Tatort Bremen die Rolle des Alioscha.

Für Radio Bremen realisierte er 2010 das Hörspiel Geschlossene Gedanken – Hörspiel aus dem Knast.[2] Das Hörspiel wurde für den Deutschen Hörspielpreis der Kriegsblinden 2011 nominiert. «Menschentheatermacher» nennt Krämer seine Theaterpädagogik im sozialen Brennpunkt, z. B. in Schulen für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf (Verhaltensauffälligkeiten und Lernbehinderung), Menschen in Altenheimen sowie Langzeitstrafgefangene.

Tätigkeit als Schauspieler und Bühnenmusiker

Krämer spielte unter anderem am Schauspielhaus Hamburg, am Schauspielhaus Zürich und am Stadttheater Basel sowie bei Theaterfestwochen und Festivals in Berlin, Wien, München und Paris.

Rollen und Musikproduktionen (Auswahl)

(Quelle: Andreas Krämer[3])

  • 1986: Prawda (James), Regie: Matthias Langhoff, Schauspielhaus Hamburg
  • 1987: Andi (Butje), Regie: Peter Zadek, Schauspielhaus Hamburg
  • 1988: Macbeth (Siward), Regie: Wilfried Minks, Schauspielhaus Hamburg
  • 1988: Lulu (Bob The Groom), Regie: Peter Zadek, Schauspielhaus Hamburg
  • 1994: Der zerbrochene Krug (Ruprecht), Regie: Nicolai Sykosch, Musik: Andreas Krämer, Nationaltheater Mannheim
  • 1997: Ein Sommernachtstraum (Lysander), Regie: Nicolai Sykosch, Nationaltheater Mannheim
  • 1999: Die heilige Johanna der Schlachthöfe (Snyder), Regie: Benno Besson, Schauspielhaus Zürich
  • 2000: Blutspuren – alle Königsdramen Shakespeares (u. a. Percy Heißsporn), Musik: Andreas Krämer, Regie: Rüdiger Burbach, Schauspielhaus Zürich
  • 2003: Wilhelm Tell (Harass), Regie: Donald Berkenhoff, Musik: Andreas Krämer, Staatstheater Karlsruhe
  • 2006: Wallenstein (Buttler), Regie: Thomas Bischoff, Theater Bremen
  • 2009: Der Messias (Der Herr Franz), Regie: Martin Baum, Musik: Andreas Krämer, Theater Bremen
  • 2015: Eine Sommernacht (Bob), Regie: Frank Auerbach, Musik: Andreas Krämer, Schnürschuhtheater Bremen
  • 2015: Die Päpstin (Aeskulapius, Abt, Aio), Regie: Adelheid Müther, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2016: Onkel Wanja (Telegin), Regie: Katharina Rupp, Musik: Andreas Krämer, Theater Solothurn, Biel[4]
  • 2017: Die Möwe (Schamrajev), Regie: Elina Finkel, Musik: Andreas Krämer, Oldenburgisches Staatstheater[5]
  • 2017: Tintenherz (Basta), Regie: Kirsten Uttendorf, Burgfestspiele Bad Vilbel[6]
  • 2017: Wie im Himmel (Arne), Regie: Milena Paulovics, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2018: Hinter der Fassade (Patrick), Regie: Stefan Meier, Theater Effingerstrasse Bern[7]
  • 2018: Außer Kontrolle, (Ein Körper, Jack Baker), Regie: Adelheid Müther, Burgfestspiele Bad Vilbel[8]
  • 2017: Die Möwe (Schemrajew), Regie: Elina Finkel, Musik: Andreas Krämer, Oldenburgisches Staatstheater
  • 2018: Die Nibelungen (Markgraf Rüdiger), Regie: Milena Paulovics, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2018: Hinter den Fassaden (Patrick), Regie: Stefan Meier, Das Theater an der Effingerstrasse
  • 2018: Die Nibelungen (Markgraf Rüdiger), Regie: Milena Paulovics, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2019: Gott der Allmächtige (Pater Wohlfart), Regie: Stefan Meier, Musik: Andreas Krämer, Theater Effingerstrasse Bern[9]
  • 2019: Pension Schöller (Major a. D. von Mühlen), Regie: Adelheid Müther, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2021: Der nackte Wahnsinn (Selsdon), Regie: Adelheid Müther, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2021: Die unendliche Geschichte (Karl Konrad Koreander, Querquobad, Der blinde Bergmann Yor), Burgfestspiele Bad Vilbel, Regie: Kirsten Uttendorf
  • 2022: Mord im Orientexpress (Hercule Poirot), Regie: Adelheid Müther, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2022: Viel Lärm um nichts (Leonato), Regie: Milena Paulovics, Burgfestspiele Bad Vilbel
  • 2023: Monsieur Claude und seine Töchter (Moderator, Rabbi, Pfarrer, Xavier, Psychologe), Musik: Andreas Krämer, Regie: Adelheid Müther, Burgfestspiele Bad Vilbel

Soloprogramme

  • Zwischen hier und dort, ein Liederabend, Text und Komposition: Andreas Krämer
  • Unter der Hungerleuchte – Silhouetten aus dem Taxi, Text, Dramaturgie und Regie: Boris Pfeiffer, Komposition: Andreas Krämer
  • Ich will kein in mich mehr sein, eingerichtet von Stephan Roppel
  • Café Krematorium, Regie und Dramaturgie: Boris Pfeiffer, Bühnenmusik: Andreas Krämer[10]
  • Für die Katz – Ein Tag im Leben des Schriftstellers Robert Walser, Regie und Dramaturgie: Boris Pfeiffer, Klanginstallation: Andreas Krämer
  • Komm morgen wieder, Wirklichkeit, Regie und Musik: Andreas Krämer unter der Verwendung von Texten von Boris Pfeiffer, Rainer Brambach, Robert Walser, Fernando Pessoa und Andreas Krämer.[11]

Film / Fernsehen

Literatur

Commons: Andreas Krämer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Andi. Musical. Regie: Peter Zadek. In: Musicallexikon des Zentrums für Populäre Kultur und Musik
  2. „hörbar“, ein Hörspiel aus dem Knast (Memento vom 21. November 2015 im Internet Archive) In: radiobremen.de
  3. Andreas Krämer (Hrsg.): Theater.
  4. Onkel Wanja: «Gibt es kein wirkliches Leben, nimmt man eben die Illusion». In: Solothurner Zeitung. Abgerufen am 6. Mai 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  5. Möwe Oldenburg. In: elina-finkel.com. Abgerufen am 6. Mai 2019.
  6. Christine Fauerbach: Die Macht der Buchstaben bei den Burgfestspielen. In: Wetterauer Zeitung. 15. Mai 2017, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2020; abgerufen am 20. September 2020 (deutsch).
  7. Hinter der Fassade. In: DAS THEATER an der Effingerstrasse. 2018, abgerufen am 11. Januar 2026.
  8. Krämer, Andreas. In: Kultur Bad Vilbel. Abgerufen am 6. Mai 2019.
  9. Gott der Allmächtige. In: DAS THEATER an der Effingerstrasse. Abgerufen am 6. Mai 2019.
  10. Schwatzen und Singen im «Café Krematorium». In: Berliner Morgenpost. 7. Mai 2003, abgerufen am 6. Mai 2019.
  11. Komm morgen wieder, Wirklichkeit. In: Theater Bremen. Abgerufen am 6. Mai 2019.
  12. a b c d e f g Andreas Krämer bei IMDb
  13. Liebe und Zufall. In: fredi-murer.ch. Abgerufen am 18. Dezember 2025.