Andreas Alois Wiest

Andreas Alois Wiest (* 1796; † 1861) war ein deutscher Jurist und Politiker.

Leben

Andreas Alois Wiest war ein älterer Bruder von Wilhelm Wiest.[1] Er war Jurist und arbeitete als Oberstaatsanwalt in Ulm. Zudem gab er von 1833 bis 1838 den Ulmer Donauboten heraus, in dem er sich für die Aufhebung aller Feudallasten einsetzte.

Wiest war von 1845 bis 1848 für das Oberamt Saulgau Abgeordneter der Zweiten Kammer der Württembergischen Landstände (1833, 1833–1838, 1844–1848 und 1851–1856, 1856–1861). 1848 gehörte er dem Vorparlament an und war 1848–1849 Abgeordneter für Laupheim.[2]

Schriften (Auswahl)

  • Die Landes-Gesetzgebung von Würtemberg in ihrem Verhältniss zu den Standes- und Gutsherrn. Wohler, Ulm 1836.
  • Dringende Volksbegehren. Auflösung aller Feudallasten und der Weid- und Jagdrechte. Schutz vor Wildschaden. Ablösung der Zehenten. Schutz der Realgemeindegerechtigkeiten. Revision des Birgerrechts-Gesetzes, der Gewerbe-Ordnung, des Verwaltungs-Edikts etc. Beilage: Ausziige aus den Gesetzen der meisten deutschen Lander tiber bauerliche Verhaltnisse und ber Ablösungen von Feudal- und Grundlasten; als von Baden, Bayern, (von ersterm das Zehentablisungsgesetz und von Bayern das neueste Ablösungsgesetz vollständig), Braunschweig, Hannover, Hessen-Darmstadt, Hessenkassel, Hohenzollern-Sigmaringen, Nassau, Oesterreich, PreuBen, Sachsen und Wirttemberg (von letzterm die bisherigen Gesetze größtentheils vollständig). Wohler, Ulm 1848.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Friedrich Beck, Walter Schmidt (Bearbeiter): Dokumente aus geheimen Archiven. Die Polizeikonferenzen deutscher Staaten 1851–1866. Weimar 1993, S. 420.
  2. Bernhard Mann: Wiest, Andreas Alois [d. Ä.] (1796–1861). In: Die Württemberger und die deutsche Nationalversammlung 1848/49. Droste, Düsseldorf 1975, ISBN 3-7700-5085-1, S. 391 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).