Andrea Brändli
| Geburtsdatum | 5. Juni 1997 |
| Geburtsort | Winterthur, Schweiz |
| Grösse | 169 cm |
| Position | Torhüter |
| Fanghand | Links |
| Karrierestationen | |
| bis 2016 | EHC Winterthur |
| 2014–2015 | SC Weinfelden Ladies |
| 2016–2017 | HC Thurgau Neuchâtel Hockey Academy |
| 2017–2018 | SC Weinfelden Ladies |
| 2018–2022 | Ohio State Buckeyes |
| 2022–2023 | Boston University Terriers |
| 2023–2025 | MODO Hockey |
| seit 2025 | Frölunda HC |
Andrea Brändli (* 5. Juni 1997 in Winterthur) ist eine Schweizer Eishockeytorhüterin und Mitglied der Schweizer Eishockeynationalmannschaft der Frauen, die seit Mai 2025 beim Frölunda HC aus der Svenska damhockeyligan unter Vertrag steht.
Karriere
Andrea Brändli steht seit ihrem vierten Lebensjahr auf Eiskufen. Inspiriert wurde sie durch ihren Vater, der beim EHC Kloten Eishockey spielte und Vorstandsmitglied war.[1][2] Beim EHC Kloten (und später auch beim EHC Bülach) durchlief Brändli die Nachwuchsmannschaften bis zur U15. Anschliessend wechselte sie mit 15 Jahren zum EHC Winterthur. Parallel dazu kam sie ab 2009 im Fraueneishockey zum Einsatz, zunächst bei den GCK Lions und ab 2010 bei den ZSC Lions Frauen in der Leistungsklasse A, der damals höchsten Fraueneishockeyliga der Schweiz. Mit diesen gewann sie 2011 und 2013 jeweils die Schweizer Meisterschaft. Ab 2013 spielte sie parallel zum U17-Eishockey in Winterthur für die SC Weinfelden Ladies in der LKA. Während der Saison 2016/17 spielte sie für die U20-Mannschaft des HC Thurgau und für das Frauenteam der Neuchâtel Hockey Academy, bevor sie 2017 zu den Weinfelden Ladies zurückkehrte. Zudem absolvierte sie in dieser Zeit ihre ersten Spiele für Männermannschaften auf Amateurniveau, wie den EHC Bassersdorf und EHC Schaffhausen.
An der Ohio State University, wo sie ihr Bachelor-Studium 2022 mit Psychologie im Hauptfach abschloss, spielte sie für die Ohio State Buckeyes in der Western Collegiate Hockey Association (WCHA) und erkämpfte mit der Mannschaft in der höchsten Spielklasse des nationalen College-Sportverbands NCAA den Meistertitel.[2] Für ihren Masterabschluss im Fach Kriminologie wechselte sie zur Boston University, wo sie bei den Boston University Terriers spielte. 2023 kehrte sie nach Europa zurück und wurde von MODO Hockey aus der Svenska damhockeyligan verpflichtet.[3] Mit MODO wurde sie 2024 schwedische Vizemeisterin und 2025 als Torhüterin des Jahres ausgezeichnet. Im Frühjahr 2025 unterschrieb Andrea Brändli einen Zweijahresvertrag beim Frölunda HC.[4]
International
Ab 2012 nahm sie im Jugendbereich an internationalen Wettbewerben teil. Dabei vertrat sie die Schweiz bei drei 18-Weltmeisterschaften: 2013, 2014 und 2015. Beim Turnier 2014 schaffte sie mit den U18-Frauen der Schweiz den Aufstieg aus der Division I in die Top-Division und wurde mit dem geringsten Gegentorschnitt als beste Torhüterin des Turniers ausgezeichnet.[5] Ein Jahr später erreichte sie beim U18-WM-Turnier die beste Fangquote aller Torhüterinnen.
Im Jahr 2015 wurde sie erstmals ins Nationalteam der Frauen berufen. Sie vertrat die Schweiz bei den Frauen-Weltmeisterschaften 2017 (ohne Einsatz), 2017, 2019 und 2021 sowie bei den Eishockeyturnieren der Olympischen Winterspiele 2018 und den 2022. Seit 2019 ist sie Stammspielerin im Schweizer Nationalteam.[2]
Zu ihren grössten Erfolgen zählt das Erreichen des Spiels um die die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking. Der von ihr damals getragene Eishockeyhelm ist im Olympischen Museum in Lausanne ausgestellt.[6]
Erfolge und Auszeichnungen
- 2011 Schweizer Meisterin mit den ZSC Lions Frauen
- 2013 Schweizer Meisterin mit den ZSC Lions Frauen
- 2014 Aufstieg in die Top-Division bei der U18-Frauen-Weltmeisterschaft der Division I
- 2014 Bester Gegentorschnitt (0,80) und Beste Torhüterin der U18-Frauen-Weltmeisterschaft der Division I
- 2015 Beste Fangquote der U18-Frauen-Weltmeisterschaft
- 2020 WCHA-Champion mit den Ohio State Buckeyes
- 2022 WCHA-Champion mit den Ohio State Buckeyes
- 2022 NCAA-Champion mit den Ohio State Buckeyes
- 2023 Swiss Ice Hockey Woman of the Year
- 2024 Schwedische Vizemeisterin mit MODO Hockey
- 2025 Torhüterin des Jahres des Svenska damhockeyligan
Weblinks
- Andrea Brändli bei eliteprospects.com (englisch)
- Andrea Brändli in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)
Einzelnachweise
- ↑ localsearch trifft Andrea Brändli: „Eishockey ist mein Leben“. General-Anzeiger Bonn, 10. Dezember 2024, abgerufen am 18. Oktober 2025.
- ↑ a b c Peter Weiss: Andrea Brändli hält das Tor dicht und ihr Ohr offen. In: Tagesanzeiger. 4. Januar 2023, abgerufen am 18. Oktober 2025.
- ↑ Nationalteamgoalie Andrea Brändli spielt neu bei MoDo Hockey. In: swisshockeynews.ch. 11. Mai 2023, abgerufen am 20. Oktober 2025.
- ↑ Frölunda HC: Andrea Brändli unterschreibt bei Frölunda HC. In: Swisshockeynews.ch. 3. Mai 2025, abgerufen am 18. Oktober 2025.
- ↑ Andrea Brändli - Women's Ice Hockey - Boston University Athletics. In: goterriers.com. Abgerufen am 20. Oktober 2025 (englisch).
- ↑ Nicole Vandenbrouck: Nati-Torhüterin Andrea Brändli im Olympia-Museum verewigt. In: Blick. 8. Dezember 2022, abgerufen am 18. Oktober 2025.