Amtsgericht Wörrstadt
Das Amtsgericht Wörrstadt war von 1879 bis 1967 ein Amtsgericht mit Sitz in Wörrstadt.
Gründung
Mit dem Gerichtsverfassungsgesetz von 1877 wurde die Organisation der Gerichte im Deutschen Reich vereinheitlicht. Zum 1. Oktober 1879 hob das Großherzogtum Hessen deshalb die Friedensgerichte auf. In der Provinz Rheinhessen waren sie bis dahin für die erstinstanzliche Rechtsprechung zuständig. So wurde das Friedensgericht Wörrstadt durch das Amtsgericht Wörrstadt ersetzt.[1] Das Amtsgericht Wörrstadt wurde dem Bezirk des Landgerichtes Mainz im Bezirk des Oberlandesgerichtes Darmstadt zugeordnet.[2] Nach der Bildung des Landes Rheinland-Pfalz 1946 gehörte das Landgericht Mainz zum Oberlandesgericht Koblenz.
Das Amtsgericht Wörrstadt wurde mit Jahresablauf 1966 aufgehoben. Bis Ende Juli 1967 bestand in Wörrstadt noch eine Zweigstelle des Amtsgerichtes Bad Kreuznach.[3]
Gerichtsbezirk
Der Gerichtsbezirk umfasste bei Gründung 1879 die Gemeinden Armsheim, Eichloch, Ensheim, Gabsheim, Gau-Weinheim, Jugenheim, Ober-Hilbersheim, Ober-Saulheim, Partenheim, Schimsheim, Spiesheim, Sulzheim, Undenheim, Vendersheim, Wallertheim, Wörrstadt und Wolfsheim.
Am 1. Juli 1912 wechselten Jugenheim zum Amtsgericht Ober-Ingelheim, Ober-Hilbersheim zum Amtsgericht Bingen und Undenheim zum Amtsgericht Oppenheim.[4]
Nach der Auflösung des Amtsgerichtes Nieder-Olm im Jahr 1934 wurde der Ort Nieder-Saulheim dem Amtsgericht Wörrstadt zugeordnet.
Einzelnachweise
- ↑ §§ 1, 3 Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197 f.
- ↑ §§ 2, 3 Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt Nr. 15 vom 30. Mai 1879, S. 197 f.
- ↑ Geschichte der Amtsgerichte Bad Kreuznach und Stromberg
- ↑ Bekanntmachung, die Bildung der Amtsgerichtsbezirke Gießen, Grünberg, Nidda, Ortenberg, Oppenheim, Wörrstadt, Nieder-Olm, Ober-Ingelheim und Bingen betreffend vom 3. April 1912. In: Großherzogliches Ministerium der Justiz (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1912 Nr. 16, S. 334–335 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 29,4 MB]).